Das Ekzem

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Ekzem am Arm

Das Ekzem ist eine allergische Erkrankung, die sich durch einen rezidivierenden Verlauf und eine ausgeprägte Ausdehnung des Hautbefalls auszeichnet. Es handelt sich um eine Gegenreaktion des Organismus auf Reizstoffe, die auf einer spongiosen Entzündung der Oberhaut mit nachfolgender Flüssigkeitsansammlung im Interzellularraum beruht.

Bei diagnostiziertem Ekzem wird die Auswahl der Therapiemethodik von der Art der Erkrankung und der Intensität des allergischen Prozesses bestimmt. Die Ärzte unterscheiden das wahre, seborrhoische, dyshidrotische, trockene, weinende sowie die professionellen Formen der Krankheit, die jeweils unterschiedlich verlaufen. Das Ekzem kann bei manchen Menschen an den Händen, bei anderen an den Beinen oder am Rumpf auftreten. Unabhängig vom Lokisationsort kann das Ekzem in jedem Alter und auf beliebigen Hautarealen entstehen, was den Patienten sowohl physische als auch psychische Beschwerden bereitet.

Symptome des Ekzems

Die klinischen Merkmale der Erkrankung hängen von der Form der allergischen Reaktion ab. Dennoch existieren gemeinsame Allgemeinsymptome: In erster Linie treten Rötung und Schwellung der Haut auf. Zunächst bilden sich kleine Knötchen, die schnell zu Pusteln heranwachsen, mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllt sind, und schließlich reißend zur Bildung von Erosionen sowie einer verhornenden Kruste an der Hautoberfläche führen. Unabhängig vom Lokisationsort (Beine, Hände oder Kopf) verursacht das Ekzem erhebliche Unannehmlichkeiten, da der Prozess der Pustelbildung sehr unangenehm ist und von starkem Juckreiz sowie Brennen begleitet wird.

Formen des Ekzems

Das wahre Ekzem gehört zur Kategorie der Dermatosen; es verläuft in akuter, chronischer oder subakuter Form. Die Symptome der akuten Form zeichnen sich durch die Bildung zahlreicher Pusteln und erosiver Flächen aus und können eine Dauer von 1,5 bis zu 2 Monaten (in einigen Fällen bis zu einem halben Jahr) haben. Die akute Form ist deutlich ausgeprägt, gekennzeichnet durch starke Schwellung, Weinen sowie das Auftreten von Juckreiz und Brennen im betroffenen Bereich. Der chronische Prozess verläuft hingegen meist asymptomatisch. Ein entscheidendes Merkmal für die korrekte Diagnosestellung ist der intensive Juckreiz.

Das dysidrotisches Ekzem – eine Variante der klassischen Form, die meist auf den Fußsohlen und Handflächen lokalisiert ist. Es wird durch zahlreiche, zu einem ununterbrochenen Herd verschmolzene Pusteln charakterisiert, die mit dichtem Schorf bedeckt sind. Diese häufig vorkommende Krankheitsform verläuft chronisch mit regelmäßigen Verschlimmerungsphasen und reagiert schlecht auf die Behandlung. Das dysidrotische Ekzem kann bei Menschen jeden Alters auftreten und ruft nicht selten Sekundärinfektionen hervor.

Das trockene Ekzem – wird vor allem bei Personen im fortgeschrittenen Alter beobachtet und verschlechtert sich häufig in der Winterzeit. Die Symptome ähneln einer Hautentzündung, weshalb eine komplexe Untersuchung des Patienten zur Klärung der genauen Diagnose notwendig ist. Das trockene Ekzem lokalisiert sich meist an den Beinen und wird von Rissen sowie Abschuppungen begleitet.

Das weinende Ekzem – betrifft das Oberhalb der Brust, die Hand, die behaarte Kopfhaut, das Interskapulargebiet sowie die Gelenkbeugebereiche. Zunächst erscheinen auf der Haut des Patienten multiple Schuppen, die sich in hellrote Knötchen und daraufhin in Pusteln mit eitrigem Inhalt oder klarem Exsudat schnell verwandeln. Das weinende Ekzem an den Händen, dessen Behandlung erst nach Abklärung der Auslöseursache erfolgt, verursacht starkes Jucken und Brennen. Beim Kratzen reißen die Pusteln auf, wobei große Mengen von Exsudat abgesondert werden und erosive Bereiche entstehen. Der Bruch der Pusteln kann spontan eintreten und ist durch Blutgerinnsel in den betroffenen Bereichen gekennzeichnet. Nicht selten erfasst das weinende Ekzem eine beträchtliche Hautfläche und verschlechtert erheblich die Lebensqualität des Patienten.

Das Ekzem – Behandlung der Erkrankung

Timalin – ein Medikament zur Behandlung von Ekzemen

Die besten Ergebnisse erzielt meist eine komplexe Therapie, die die individuellen Besonderheiten des Organismus des Patienten berücksichtigt. Die Auswahl der konkreten Methodik hängt vom Auslöser, der Art und der Intensität der allergischen Reaktion ab. Meistens lässt sich das Ekzem, dessen Symptome einer Hautentzündung ähneln, nach dem Entfernen des Allergens zurückbilden; daher sollten die Hauptanstrengungen der Ärzte auf die Suche nach der Infektionsquelle gerichtet sein. Gleichzeitig ist es notwendig, das Jucken zu lindern, den Zustand des Zentralnervensystems zu normalisieren, den Blutkreislauf und den Stoffwechsel zu verbessern sowie die Erregbarkeit der Großhirnrinde zu senken.

Bei diagnostiziertem Ekzem setzt die Behandlung ein komplexes Vorgehen voraus und nutzt verschiedene Methoden, darunter:

  • Die Korrektur endokriner und nervöser Störungen;
  • Die Sanierung von Infektionsherden;
  • Eine antiallergische Ernährung (darauf werden wir später eingehen);
  • Die Gabe von Beruhigungsmitteln;
  • Die Anwendung von Tranquilisern, Neuroleptika und Antidepressiva;
  • Injektionen der antihistaminischen Präparate;
  • Die Kur mit Hilfe der antikolinergen Mittel – Ropirin oder Pirabutol;
  • Bei schweren Formen der Erkrankung ist es zweckmäßig, Kortikosteroide zu verwenden;
  • Die hochwirksamen immunmodulierenden Präparate – Timalin, Taktivin, Dekaris, Pentoxil, Diuzifon und einige andere sollten vorrangig eingesetzt werden.

Wie bereits erwähnt, erfordert die Behandlung des Ekzems bei schwerer Erkrankung eine strenge Diät. Der Ernährungsplan sowie der Lebensmittelbestand müssen so gestaltet sein, dass der Organismus alle notwendigen Substanzen erhält, während gleichzeitig Komponenten vermieden werden, die geschädigte Hautbereiche reizen. Dazu ist es erforderlich, die ständige Ansäuerung des Magens zu vermeiden, indem scharfe Speisen, Schokolade, geräucherte Produkte, Zitrusfrüchte, Eier und Alkohol ausgeschlossen werden.

Zeigt sich das Ekzem beim Menschen an Händen, Beinen oder am Körper, so sind Milch, gekochtes Gemüse, Früchte, Öle sowie andere natürliche Lebensmittel empfohlen.

Das Ekzem bei Kindern

Die ersten Symptome des Ekzems können bereits bei Säuglingen auftreten. Die Herde der Infektion sind in der Regel nicht deutlich abgegrenzt und weisen hell ausgeprägte Grenzen auf. Für Kinder ist das Ekzem an Händen, Wangen, in den Ohrmuscheln, auf der behaarten Kopfhaut und am Gesäß charakteristisch. Das Kind beginnt, die betroffenen Bereiche zu kratzen, was zu starken Schmerzen führt und dazu beiträgt, dass das Kind aufgrund des ständigen Juckens nicht schlafen kann.

Die Behandlung des Ekzems bei Kindern wird durch die Konstitution und das Alter des Kindes sowie Besonderheiten seines Nervensystems erschwert. Es ist notwendig, an der Diät festzuhalten, den Flüssigkeitskonsum zu beschränken sowie Kohlenhydrate und Kochsalz in den Lebensmitteln zu reduzieren. Aus dem Lebensmittelbestand sollten Fleischbrühen, Kakao, Milch, Schokolade und Grießbrei ausgeschlossen werden. Das Ekzem bei Kindern wird mit Hilfe nicht-spezifischer Desensibilisierungspräparate sowie Kalzium- und Eisenpräparaten behandelt. Zudem können auch weitere nicht-spezifische Mittel wie Riboflavin, Pyridoxin, Ascorbinsäure und Kobalamin verschrieben werden.

Zur Beruhigung werden unbedingt Sedativa sowie Tranquilizer wie Mesapam, Nosepam und Trioksasin eingesetzt; zudem wird Baldrian empfohlen. Aus den Antihistaminika sind Diasolin, Fenkarol, Suprastin und Diprasin zu bevorzugen. Die genaue Dosierung aller oben genannten Mittel wird Ihnen vom Kinderarzt mitgeteilt.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Das allgemein bekannte Präparat „Viagra" wurde ursprünglich für die Behandlung des Bluthochdrucks entwickelt.


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