Kaliumcarbonat

Kaliumcarbonat (Nahrungsergänzungsmittel E501, Kaliumcarbonat) – grobkristallines Pulver, das sich infolge der Reaktion zwischen Kohlendioxid und Kaliumhydroxid bildet. Kaliumkarbonat-Pulver sich infolge der Zusammenwirkung dioksida des Kohlenstoffes mit der Lösung gidroksida des Kaliums bildet.

Gewinnung von Kaliumcarbonat

Die alten Römer und Griechen stellten dieses Produkt aus Asche her; sie verwendeten es vorzugsweise zum Waschen, da es in Lösung eine alkalische Umgebung schafft und Fette spaltet, die die Fasern verschmutzen.

In Russland wurde diese Substanz seit dem 16. Jahrhundert aus der Asche von Gräsern und Bäumen gewonnen. Die Asche wurde mit Wasser übergossen, um eine Lösung zu bilden, womit das Feuer gelöscht wurde; auf dem Grund der dicken Schicht kristallisierte sich das Kaliumkarbonat, das dann mit Brecheisen ausgehoben wurde. Für die Gewinnung von einem Kilogramm Produkt waren mehr als zwei Kubikmeter Holz erforderlich.

Heute wird Kaliumcarbonat durch Auslaugen aus der Asche von Wasserpflanzen oder Gräsern gewonnen; in industriellen Maßstäben erfolgt dies mittels Galvanolyse von Kaliumchlorid.

Allgemeine Eigenschaften des Kaliumcarbonats

Kaliumcarbonat löst sich sofort in Wasser auf, ist jedoch unlöslich in Ethanol. Es schmilzt bei einer Temperatur von 891 °C. Die Substanz besitzt den Geschmack einer Lauge, riecht aber geruchlos. Das Pulver wirkt keratolytisch und mikrobizid; die bakterizide Eigenschaft ergibt sich aus seiner alkalischen Wirkung. Je höher die Temperatur des Lösungsmittels ist, desto ausgeprägter sind seine bakterienabtötenden Eigenschaften.

Anwendung von Kaliumcarbonat

Aufgrund seiner Eigenschaften kann Kaliumkarbonat als Stabilisator, pH-Regulator, Krümelbildner und Trocknungsmittel eingesetzt werden; es ermöglicht die Bildung einer homogenen Mischung aus nicht mischbaren Komponenten wie Wasser und Öl oder Wasser und Fett.

In Kaliumkarbonat in der Verpackung In der Landwirtschaft wird das Produkt als Dünger verwendet.

Diese Verbindung dient zur Desinfektion von Stallungen sowie für die Zubereitung von Salben, Lotionen und antiseptischen Lösungen, um den Heileffekt parasitärer Medikamente zu verstärken.

Kaliumkarbonat wird bei der Herstellung von Backwaren sowie in der Produktion flüssiger Waschmittel eingesetzt.

Schäden durch Kaliumkarbonat

Die Verwendung des Nahrungszusatzstoffs E 501 in der Lebensmittelindustrie ist aufgrund potenzieller Gesundheitsrisiken beschränkt.

Beim Hautkontakt muss das Pulver unter fließendem Wasser sorgfältig ausgewaschen werden, da es starke Reizungen und Ekzeme verursachen kann.

Im Wasser bildet die Substanz eine ätzende Lauge, die Schuhe und Kleidung beschädigt; bei Hautkontakt kann sie Geschwüre hervorrufen.

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