Kyphose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Unter Kyphose versteht man eine pathologische Vorwölbung (Krümmung) der Wirbelsäule in Richtung des Rückens. Während physiologische Rundungen jeder Person eigen sind, wird die Diagnose gestellt, wenn die Krümmung signifikant von der Norm abweicht. Die typische Form dieser Verbiegung entspricht dem Buchstaben „K".

Einteilung der Kyphose in verschiedene Schweregrade

  • Stufe I (leichtgradige Kyphose): Der Krümmungswinkel beträgt mehr als 30 Grad.
  • Stufe II (mäßige Brustkyphose): Der Krümmungswinkel liegt zwischen 30 und 60 Grad.
  • Stufe III (schwere Kyphose): Der Krümmungswinkel beträgt mehr als 60 Grad.

Ursachen der Kyphose

Kyphose des Rückgrats

Es gibt mehrere Ursachen für eine gekrümmte Wirbelsäule. In erster Linie können diese auf intrauterine Entwicklungsstörungen zurückzuführen sein. In diesem Fall spricht man von einer angeborenen Kyphose, deren Behandlung unmittelbar nach der Geburt des Kindes begonnen werden muss. In einigen Fällen sind Operationen oder Traumen, insbesondere Kompressionsfrakturen der Wirbelkörper, die für ältere Menschen charakteristisch sind, eine Hauptursache. Es gibt jedoch auch weitere exotische Faktoren, die ungünstige Prozesse beeinflussen können; dazu zählen beispielsweise Infektionskrankheiten oder Strahlentherapie bei bösartigen Neubildungen.

Symptome der Erkrankung

Das Hauptmerkmal der Kyphose sind Rückenschmerzen, die durch Muskelkrämpfe bedingt sind. Bei schwerer Form kann es bei einigen Patienten zu einer Kompression des Rückenmarks und der Nervenwurzeln kommen. In diesem Fall leiden die Betroffenen an plötzlichen, heftigen Schmerzen, Schwäche in den Gliedmaßen sowie Taubheitsgefühlen und Verwirrungen.

Behandlung der Kyphose

Heute stehen verschiedene Therapieformen zur Verfügung. In den meisten Fällen wird eine konservative Behandlung verordnet, die Physiotherapie, Heilsport, Massagen, medikamentöse Therapien sowie das Tragen von speziellen Korsetten umfasst. Zu beachten ist, dass bei einer Diagnose der Kyphose gezielte Übungen unerlässlich sind. Diese Gymnastik hilft, Schmerzen zu lindern, die Entwicklung von Funktionsstörungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge zu verhindern sowie häufige Folgen unzureichender Therapiemaßnahmen abzumildern. Korsett zur Behandlung der Kyphose des Rückgrats

Die Behandlung begleitender Osteoporose hilft, entartete Veränderungen an der Wirbelsäule zu stoppen, was bei Kyphosen häufig vorkommt. Bei dieser Variante wird die Brustkyphose durch die Einnahme von Kalziumpräparaten, Vitaminen, Heilsport und einer substitutiven Hormontherapie behandelt.

Im Detail werden wir uns den oben genannten Korsetten widmen. Ihr Tragen ermöglicht eine wesentliche Verringerung des Schmerzsyndroms, kann jedoch die Verbiegung der Haltung nicht korrigieren, wenn es sich bei einer Kyphose der Brustwirbelsäule bereits um starke Veränderungen handelt. Zudem ist zu beachten, dass eine unkontrollierte Anwendung von Korsetten die Gesundheit des Patienten schädigt, da sie zur Abschwächung der Rückenmuskulatur und zur Verstärkung der Fehlstellung führt.

Wenn die medikamentöse Therapie keine ausreichende Linderung bringt und die Kyphose fortschreitet, greifen Ärzte auf operative Eingriffe zurück. Die chirurgische Behandlung der Kyphose ist mit spezifischen Risiken verbunden; daher müssen vor dem Eingriff alle Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden: Der potenzielle Nutzen muss das Risiko überwiegen. Als Indikationen für eine Operation gelten derzeit:

  • Ein häufiger Grund für einen operativen Eingriff ist starker Schmerz, da ein solches Schmerzsyndrom bei konservativer Behandlung oft nicht nachlässt.
  • Eine fortschreitende kyphotische Fehlstellung, die durch Kompression der Nervenstrukturen sowie Störungen in der Funktion von Lunge und Herz begleitet wird, rechtfertigt eine operative Behandlung.
  • Bei ausgeprägten kosmetischen Defekten – insbesondere wenn eine Verringerung der Kyphose der Brustwirbelsäule die Lebensqualität des Patienten erheblich beeinträchtigt oder seine berufliche Leistungsfähigkeit gefährdet – entscheiden sich die Ärzte für einen chirurgischen Eingriff.

Operationen umfassen zwei Schritte: die Korrektur der Deformität und die Stabilisierung der Wirbelsäule. Für den zweiten Schritt werden transpedikuläre Stabilisationssysteme eingesetzt, die aus Schrauben und Verbindungsstücken bestehen. Diese Systeme werden aus neutralen Materialien gefertigt, die vom Organismus nicht abgestoßen werden; dadurch wird eine weitere Operation nach Entfernung des Systems vermieden.

Ob Das sollten Sie wissen:

Menschen, die regelmäßig zum Frühstück ansetzen, leiden seltener unter Fettleibigkeit.


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