Xylit

Xylit ist eine kristalline Substanz, die hinsichtlich des Kaloriengehalts dem Zucker ähnelt und in Bezug auf die Süßkraft der Saccharose entspricht; es besitzt jedoch keine biologische Wertigkeit.

Xylit kommt in der Natur in den Fasern vieler Früchte und des Gemüses vor; es kann zudem aus verschiedenen Beeren, Haferflocken sowie Pilzen, ferner aus der Maischale, dem Zuckerrohr und der Birkenrinde extrahiert werden. Xylit in der Verpackung in der natürlichen Spezies ist in den Fasern vieler Früchte und des Gemüses enthalten und kann aus verschiedenen Beeren, des Hafers und der Pilze, sowie aus der Schale des Maises, des Zuckerrohres und der Rinde der Birke ausgenommen sein.

Die industrielle Herstellung von Xylit erfolgt durch die Verarbeitung von Laubholz oder Maiskolben: Diese werden hydrolysiert und anschließend katalytisch hydriert. Der weltweit größte Xylit-Produzent ist China.

Xylit wurde Ende des 19. Jahrhunderts unabhängig voneinander von deutschen und französischen Chemikern entdeckt und in Europa als sicherer Süßstoff für Menschen mit Diabetes etabliert.

Xylit ist ein Kohlenhydrat, das dem gewöhnlichen Zucker optisch und geschmacklich ähnelt; es handelt sich um einen natürlichen Süßstoff, der aus verschiedenen faserigen Pflanzenmaterialien gewonnen werden kann.

Xylit kommt auch natürlich im menschlichen Organismus vor: Ein durchschnittlicher Erwachsener bildet täglich bis zu 15 Gramm Xylit durch den normalen Stoffwechsel.

Anwendung von Xylit

In der Lebensmittelindustrie ist die Anwendung von Xylit als diätetisches und diabetikumschonendes Süßmittel weit verbreitet. Zudem ist Xylit unter dem Zusatzstoffcode E967 bekannt; es fungiert hier als Wachstumsfaktor, Süßstoff, Stabilisator und Emulgator. Es wird in der Produktion von Konditoreiwaren für Diabetiker sowie zur Vermeidung einer Fettleibigkeit eingesetzt.

In der chemischen Industrie wird Xylit bei der Herstellung von synthetischen Harzen, oberflächenaktiven Substanzen (Tensiden) und Äthern verwendet.

Im Gegensatz zu anderen natürlichen oder synthetischen Süßstoffen fördert Xylit die Zahngesundheit. Er weist folgende Eigenschaften auf: Er reduziert das Kariesrisiko und unterstützt die Remineralisation der Zähne.

Frühere Studien, die in Finnland in den 1970er Jahren durchgeführt wurden, zeigten, dass im Vergleich zu Saccharose die Anwendung von Xylit keine Probleme für die Mundhöhle oder Zahnverlust verursacht. Bakterien, die Karies auslösen, bevorzugen Sechs- oder Doppelzucker; Xylit hingegen unterliegt keiner Gärung und kann daher nicht als Energielieferant genutzt werden, was das Wachstum der Bakterien hemmt. Die schädlichen Mikroorganismen hungern in Anwesenheit von Xylit, was die Remineralisation geschädigter Zähne begünstigt. Diese Eigenschaft macht Xylit ungeeignet für die Brotproduktion, da er die Fähigkeit der Hefen zur Zuckerverdauung stört.

Mit einem Kaloriengehalt, der etwa 33 % niedriger ist als bei Glukose, stellt Xylit einen diätetischeren Ersatz für Haushaltszucker dar. Da er langsamer absorbiert wird als Zucker, führt er nicht zu einer Hyperglykämie und erhöht den Blutzuckerspiegel nicht. Diese Eigenschaft ist besonders nützlich für Menschen mit metabolischem Syndrom – eine weit verbreitete Erkrankung, die Insulinresistenz, arterielle Hypertonie, Hypercholesterinämie sowie ein erhöhtes Risiko für Thrombosen einschließt.

Xylit wird als Süßstoff in Kaugummis verwendet Xylitol wird in der Qualität eines Zusatzstoffes in Medikamenten, Kaugummis und Pastillen verwendet. Zudem besitzt es neben dem süßenden auch einen abführenden Effekt bei einer Einnahme von 50 g pro Tag.

Die Anwendung von Xylit ist bei der Behandlung akuter Mittelohrentzündungen wirksam. Studien zeigen, dass Kaugummis mit Xylithalt das Risiko einer akuten Mittelohrenentzündung verringern können. Wenn Bakterien in den Organismus gelangen, haften sie an Schleimhäuten, die Saccharose enthalten. Das Kauen dieser Gummis und das Schlucken von Speichel fördern die Reinigung des Mittelohrs, während die Anwesenheit von Xylit das Wachstum der Bakterien im Eustachischen Rohr verhindert, welches Nase und Ohren verbindet.

Auch Salzlösungen mit Xylit reduzieren signifikant die Anzahl nasal-koinfizierter Staphylokokken-Bakterien, und die nasale Anwendung von Xylit ist bei Asthma wirksam.

Eigenschaften von Xylit

Die molekulare Formel von Xylit lautet C5H10O5; das molare Gewicht beträgt 152,15 g/mol, die Dichte 1,52 g/cm³, der Schmelzpunkt liegt zwischen 92–96 °C und der Siedepunkt bei 216 °C. Die Wasserlöslichkeit beträgt etwa 1,5 g pro ml.

Nachteile von Xylit

Xylit verursacht beim Menschen kaum schwerwiegende Nebenwirkungen. Wie die Mehrzahl der zuckerhaltigen Alkoholarten verfügt er über eine abführende Wirkung, da dieser Zuckeralkohol im Verlauf der Verdauung nicht vollständig resorbiert wird. Bei Überdosierung manifestieren sich die Symptome in Bauchaufblähungen, Meteorismus und Durchfall.

Auch die schädliche Wirkung von Xylit ist beim Hund bekannt. Xylit gilt als Toxin und stellt für Hunde ein lebensgefährliches Gift dar. Es führt zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) und kann Symptome wie Koordinationsstörungen, Depression, Kollaps sowie Krämpfe verursachen. Die Aufnahme von mehr als 500 bis 1000 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht kann bei Hunden zum Tod führen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Personen, die sich an ein frühes Frühstück gewöhnt haben, leiden seltener unter Fettstoffwechselstörungen.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt