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Tabak und Alkohol

Nikotin und Alkohol sind potente psychoaktive Substanzen, die das Funktionieren des Zentralnervensystems beeinträchtigen. Infolgedessen kommt es zu Veränderungen des psychischen Zustands. Zusammen mit Übergewicht stellen sie Hauptursachen für vorzeitige Todesfälle dar.

Mechanismus der Wirkung von Rauchen und Alkohol auf den menschlichen Körper

Aus chemisch-biologischer Sicht ist Nikotin ein neurotropes Gift, das Nervenzellen schädigt. Aufgrund dieser Eigenschaft sind Nervenzellen empfänglich für die Wirkung verschiedener Schadstoffe. In der Klassifikation gehört Nikotin zur Gruppe der Tertiärsubstanzen und verhält sich gegenüber depressiven sowie stimulierenden Substanzen auf der Peripherie; Alkohol hingegen zählt in derselben Einordnung zu den Depressiva.

Stimulanzien sind psychoaktive Substanzen, die psychisch und physisch (in geringerem Maße) die Aktivität des Menschen steigern.

Depressiva bezeichnen verschiedene Substanzen, die eine hemmende Wirkung auf das Zentralnervensystem oder bestimmte Aspekte der menschlichen Tätigkeit ausüben.

Rauch- und Alkoholkonsum wirken synergistisch; ihre kombinierte Anwendung verstärkt die Wirkung auf das Zentralnervensystem.

Der Wirkungsmechanismus von Tabak und Alkohol am menschlichen Organismus

Alkohol wird über den Magen in das Blut aufgenommen; dies geschieht innerhalb der ersten zwei Minuten. Das Blut verteilt ihn im gesamten Organismus. Vor allem die Großhirnrinde und die großen Gehirnhalbkugeln sind den stärksten Wirkungen ausgesetzt. Nach der ersten Alkoholdosis zeigt das Gehirn eine unverzügliche Reaktion in Form einer Exazerbation bedingt-reflexorischer Tätigkeiten, verzögert die Bildung komplexer Bewegungen, stört die Koordination und verändert das Verhältnis zwischen Erregungs- und Hemmprozessen im Zentralnervensystem.

Durchdringend den lobären Anteil der Großhirnrinde befreit Alkohol die menschlichen Emotionen; dies zeigt sich in ungerechtfertigter Freude, grundlosem Gelächter sowie einer erleichterten Beurteilung. Diese sich steigernde Anregung nach der Alkoholaufnahme wird von der Abschwächung der kortikalen Hemmungsprozesse der großen Hirnhemisphären begleitet, wodurch die Kontrolle über bestimmte Bereiche des Gehirns aufhört. Dabei gehen Würde und Zurückhaltung verloren; jede weitere Alkoholportion trägt zunehmend zur Lähmung der höchsten Nervenzentren bei. Ein Verstoß gegen die normale Funktion des Nervensystems wird bei jedem beliebigen Konsum beobachtet: einmalig, episodisch oder systematisch.

Die kleine Nikotindosis, die ein Mensch beim Rauchen einer Zigarette aufnimmt, führt zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Erregbarkeit der Großhirnrinde. Daraufhin folgt eine Unterdrückung der Tätigkeit der Nervenzellen; beim Rauchen wird diese Anregung schnell durch Hemmung ersetzt.

Alkohol und Tabak (insbesondere das darin enthaltene Nikotin) wirken auf dieselben nervösen Zentren ein und verstärken so den berauschenden Effekt. Die dabei aufgenommene Nikotindosis verstärkt den Trunkenheitseffekt, was sich in einer Störung der Bewegungskoordination sowie einem Verlust der Fähigkeit zur sachgemäßen Einschätzung der Lage äußert.

Rauchen und Alkohol: Hauptmerkmale der Abhängigkeit

Beim Menschen entwickeln Rauchen und Alkohol eine Abhängigkeit, die einer Behandlung bedarf. Der Alkoholismus oder die alkoholische Abhängigkeit wird durch folgende Symptome charakterisiert:

  • Psychische und somatische Verwirrungen
  • Regelmäßiger Konsum von alkoholischen Getränken
  • Alkoholentzugssyndrom bei abruptem Absetzen des Alkohols
  • Hirnleistungsstörung
  • Psychische und körperliche Abhängigkeit vom Alkohol

Die Nikotinabhängigkeit ist eine Form der Drogenabhängigkeit, die sich im regelmäßigen Konsum von nikotinhaltigen Mischungen (hauptsächlich Tabak) sowie in psychischen und verhaltensbezogenen Störungen des Menschen äußert. Zu den Hauptmerkmalen der Nikotinabhängigkeit gehören:

  • Der unüberwindbare Drang zum Rauchen
  • Die Unfähigkeit, das Rauchverhalten zu kontrollieren
  • Reizbarkeit, Zynismus und die Entwicklung von Stresszuständen
  • Das alkoholische Entzugssyndrom bei längerer Abstinenz oder der Aufhebung des Nikotinkonsums
  • Die Fortsetzung des Konsums nikotinhaltiger Substanzen trotz Kenntnis ihrer negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

Zurzeit werden zahlreiche Methoden zur Behandlung von Alkohol- und Tabakabhängigkeit eingesetzt

Alkohol und Tabak: Sind sie so schädlich?

Die Auswirkungen von Rauchen und Alkohol auf den gesamten menschlichen Organismus sowie das Zentralnervensystem stehen im Fokus der Forschung durch Psychologen, Narkologen, Psychiatern, Internisten, Pneumologen und weitere Fachdisziplinen. Der Schaden durch Rauchen und Alkohol ist allgemein bekannt. Alkoholismus und Nikotinabhängigkeit zählen zu den führenden Todesursachen. Dennoch sind Alkohol und Tabak (Nikotin) legale Substanzen, die jedem volljährigen Menschen zugänglich sind.

Zahlreiche Studien belegen: Die Sterblichkeit bei moderatem Alkoholkonsum (durchschnittlich 8–12 g reinen Alkohol pro Tag) liegt bei 18 %, während sie bei nicht-trinkenden Personen oder bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit deutlich niedriger ist.

Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass regelmäßiger Nikotinkonsum bestimmte Bereiche der Großhirnrinde stimuliert und das Risiko für die Entwicklung bestimmter psychischer Erkrankungen – darunter Alzheimer und Parkinson – senken kann.

Trotz der von Wissenschaftlern identifizierten positiven Effekte von Alkohol und Tabak auf den menschlichen Organismus darf dies keinesfalls als Rechtfertigung für unkontrollierten Konsum herangezogen werden.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Im Bemühen, Patienten zu heilen, neigen Ärzte häufig zur Übertreibung; so etwa Charles Jensen, der zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Tumoren durchführte.


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