Hühnerfleisch

Hühnerfleisch genießt aufgrund seines Geschmacks, seiner nützlichen Eigenschaften und seines niedrigen Kaloriengehalts eine große Beliebtheit.

Rohes Hühnerfleisch

Beschreibung

Der Begriff "Hühnerfleisch" umfasst das gesamte Huhn samt aller seiner anatomischen Bereiche. Ein sicherer Zeitpunkt für den Beginn der Zähmung lässt sich nicht festlegen; laut einer Quelle erschienen die ersten Haushühner etwa im Jahr 2000 v. Chr. in Indien, während andere Quellen berichten, dass sie bereits vor 6000 bis 8000 Jahren in Südostasien und insbesondere in China existierten. Heute bevölkern Wildhühner das Territorium Chinas, Indochinas, Indonesiens, der Philippinen und Indiens; es wird angenommen, dass die Stammväter der Haushühner, die Bankiw-Hühner, ursprünglich aus Asien stammen.

Das Huhn ist heute der am weitesten verbreitete Haustiervogel und wird weltweit gezüchtet. Die größten Produzenten von Hühnerfleisch sind Brasilien und die USA.

Um Hühnerfleisch zu erhalten, muss der Vogel unter häuslichen oder industriellen Bedingungen gezüchtet werden. Nach dem Erreichen des Erwachsenenalters werden die Vögel geschlachtet, ausgeplümtert und geschuppt. Das vollständig von Federn befreite Huhn ist für die kulinarische Verarbeitung und den anschließenden Verzehr bereit.

Das durchschnittliche Gewicht eines Huhns liegt zwischen 1,5 und 5 kg (je nach Sorte). Beispielsweise können Zwergsorten nur 0,5 kg wiegen. Frisch weist das Huhn eine leicht gelbliche oder weiße Haut auf, gut entwickelte Muskeln, Fleisch in blassrosa Farbe sowie einen runden Rumpf. Junge Hühner besitzen zarte weiße Haut; ihre Beine sind dünn und mit kleinen Schuppen bedeckt. Alte Hühner haben gelbe Haut, größere Gelenke an den Beinen sowie große Schuppen.

In der Küche wird Hühnerfleisch zur Zubereitung warmer und kalter Gerichte sowie als Haupt- oder Beilagen verwendet. Bevorzugt werden Fleischsorten aus dem Huhn (es existieren zudem Suppen-, Brat- und andere Sorten).

Für die Zubereitung von Brühen und Suppen ist es besser, das Fleisch eines alten Huhns zu verwenden; dann wird die Brühe aromatisch und kräftig. Für Koteletts hingegen sind Teile des jungen Vogels (Brustfleisch) besser geeignet, da dieses zarter und weicher ist und sich gut brät.

Lendenstücke, Unterschenkel und Hüften eignen sich für die Zubereitung von Tefteln (Fleischbällchen), abgehackten Koteletts, Salaten, Ragouts, Pasteten, gefülltem Fleisch, Pilaw, Sülze sowie diversen Halbfabrikaten. Innereien wie Leber, Herz und Mägen werden zur Herstellung von Fleischsuppen mit sauren Gurken, der Soljanka oder der Borschtsch verwendet. Die Hühnerhaut dient zur Bereitung von Hackfleischteigen (mit Teig-, Kartoffel-, Pilz- oder Hühneranteil), während das Fett aus dem Hinterleib für die Zubereitung von Pasteten genutzt wird. Zu den beliebten Gerichten zählen zudem das gefüllte Huhn mit Gewürzen sowie das heiße oder kalte Räucherhähnchen.

Nährwert und Kaloriengehalt des Huhns

In 100 g Hühnerfleisch sind enthalten: 74,86 g Wasser, 23,2 g Eiweiß, 0,98 g Asche und 1,65 g Fett. Zudem finden sich Vitamine wie Retinol, Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pantothensäure, Pyridoxin, Folsäure, Cyanocobalamin, Cholin sowie Vitamin E (Fruchtbarkeitsvitamin). Ferner sind Makroelemente wie Phosphor, Magnesium, Kalzium, Kalium und Natrium sowie Mikroelemente wie Selen, Zink, Eisen und Kupfer vorhanden.

Der Kaloriengehalt von Hühnerfleisch beträgt 108 Kilokalorien pro 100 g.

Nützliche Eigenschaften des Huhns

Dank des niedrigen Kaloriengehalts verfügt Hühnerfleisch über hervorragende diätetische Eigenschaften und eignet sich daher besonders gut für Personen, die eine Gewichtsreduktion anstreben, sowie für Patientinnen mit Magengeschwüren, Diabetes mellitus oder Gicht. Aufgrund des hohen Gehalts an Glutamat und Eiweiß ist Hühnerfleisch herzgesund, stärkt den Organismus und fördert das Zentralnervensystem.

Zu den nützlichen Eigenschaften des Huhns zählen auch die Prophylaxe von Atherosklerose sowie die Verhinderung von Schlaganfällen, Herzinfarkten und Bluthochdruck. Als wirksames Heilmittel bei Erkältungskrankheiten gilt die Hühnerbrühe.

Gebratene Hühnerflügel

Kontraindikationen für den Verzehr von Hühnerfleisch

Aufgrund seines Histamingehalts ist Hühnerfleisch ein Allergen; daher sollte es von empfindlichen Personen mit Vorsicht konsumiert werden.

Es ist zu berücksichtigen, dass minderwertig erhitztes Hühnerfleisch die Vermehrung von Salmonellen begünstigt und beim Menschen schwere Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts – die Salmonellose – auslösen kann.

Zudem sollte geräuchertes Hühnerfleisch nicht missbraucht werden, da es das Wachstum von Malignomen fördern kann; während des Räucherprozesses verändern sich Aminosäuren, wodurch radioaktive Isotope im Fleisch akkumulieren können. Unter modernen Bedingungen kommen zudem oft schädliche Substanzen wie Aceton, Formaldehyd und Phenol zum Einsatz.

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