Liprasid

Liprasid – das kombinierte Antihypertivum.

Gallenform und Packungsbeilage

Die Darreichungsform – die Tablette (in einer Umverpackung mit 10 Tabletten, im Karton 1 oder 3 Packungen).

Zusammensetzung des Wirkstoffs pro Tablette:

  • Lisinopril-Dihydrat (umgerechnet auf reines Lisinopril) – 10 oder 20 Milligramme;
  • Hydrochlorothiazid – 12,5 Milligramm

Angaben zur Anwendung

Liprasid wird zur Behandlung verschiedener Formen der arteriellen Hypertonie (als Monopräparat oder in Kombinationstherapie) eingesetzt.

Kontraindikationen

Absolut:

  • Alter bis zum 18. Lebensjahr;
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Gleichzeitige Einnahme von Lithiumhaltigen Arzneimitteln
  • Vorhandensein einer angeborenen Nephrogenen Diurese oder einer sekundär durch ACE-Hemmer verursachten Nephrose (in der Anamnese)
  • Schwere Nierenfunktionsstörungen (Glomerulärfiltration unter 30 ml/min), Anurie, bilaterale Stenose der Nierenarterien sowie die Stenose der Arterie einer solitären Niere; ferner die Phase der Hämodialyse mit Verwendung von Hochleistungs-Membranen (Polyacrylnitril, Methyldisulfonat)
  • Überempfindlichkeit gegenüber den Bestandteilen von Liprasid oder Sulfonamiden

Besondere Vorsicht ist geboten, da ein erhöhtes Risiko für Komplikationen besteht:

  • Vorhandensein einer Mitral- und/oder Aortenklappenstenose
  • Ischämische Herzerkrankung
  • Zerebrovaskuläre Störungen
  • Nieren- und Leberfunktionsstörungen
  • Alkoholismus
  • Kaliumhyperämie
  • Präoperativer Zustand unter Allgemeinanästhesie
  • Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Diabetes mellitus
  • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts
  • Nierenarterienstenose
  • Hypovolämie
  • Bindegewebserkrankungen
  • Hohes Lebensalter
  • Natriumarme Diät

Bei der Anwendung dieses Präparats ist Vorsicht geboten bei hämodialysierten Patienten.

Anwendungsform und Dosierung

Das Präparat Liprasid sollte als Ganzes eingenommen werden; dies ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme möglich. Eine gleichzeitige Einnahme zur gleichen Tageszeit wird empfohlen. Falls erforderlich, kann die Tablette in Abschnitte geteilt werden.

Dosierung und Therapiedauer des Präparats werden vom Arzt individuell für jeden Patienten festgelegt. In der Regel wird eine Dosis von 5 bis 10 mg einmal täglich verordnet. Sollte nach 1–2 Wochen Therapie mit Liprasid der therapeutische Effekt unzureichend sein, sollte die Dosis schrittweise erhöht werden. Die empfohlene Erhaltungsdosis beträgt 20 mg einmal täglich.

Die maximal zulässige Tagesdosis für Patienten mit normaler Nierenfunktion liegt bei 80 Milligramm.

Die Anfangsdosis für Patientinnen mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion (die Kreatinin-Klärfunktion liegt unter 30 ml/Minute) sowie für Patienten mit renovaskulärer arterieller Hypertonie beträgt 2,5 Milligramm einmal täglich.

Vor der Verabreichung von Liprasid muss der Arzt den Patienten umfassend über die Symptome des angioneurotischen Ödems informieren.

Nebenwirkungen

  • Gastrointestinaltrakt und Leber: Mundtrockenheit, Oberbauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Stuhlstörungen; in Einzelfällen – Geschmacksveränderungen, Gelbsucht, Pankreatitis, Hepatitis.
  • Zentrales und peripheres Nervensystem: vermehrte Ermüdungsfähigkeit, Kopfschmerzen, Schlaf-Wach-Störung, Schwindel, emotionale Labilität, Reizbarkeit, Schwäche, Parese sowie Krämpfe; in Einzelfällen asthenisches Syndrom oder Bewusstseinsstörungen
  • Kardiovaskuläres System und Hämatopoese: Rhythmusstörungen, Thrombozytopenie, Brustschmerzen sowie Blutdruckabfall (einschließlich orthostatischer Hypotension), Neutropenie, Anämie, Agranulozytose und Felty-Syndrom
  • Ausscheidungssystem: Anurie, Harnstoffvergiftung, Nierenfunktionsstörung sowie akute renale Insuffizienz;
  • Laborparameter: Eosinophilie, erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), Leukozytose, Kaliumwertänderungen im Blut, Glukosetoleranzminderung, Erhöhung der Aktivität von Leberenzymen sowie Senkung des Chlor-, Magnesium- und Natriumspiegels im Blut; ferner eine Erhöhung der Werte für Kreatinin, Kalzium, Bilirubin, Glyzeride, Harnstoff und Cholesterin.
  • Allergische Reaktionen: Alopezie, Nesselsucht, Lichtempfindlichkeit, Juckreiz, Exanthem, Bronchospasmus und Angioödem;
  • Weitere Nebenwirkungen: Störung des Atemrhythmus, Husten, erhöhtes Ödem sowie Schmerzen in Muskeln und Gelenken; bei Langzeittherapie kann sich Gicht entwickeln.

Besondere Hinweise

Frauen im gebärfähigen Alter sollten vor Beginn der Therapie einen Schwangerschaftsschluss sicherstellen.

Bei Bedarf zur Anwendung von Liprasid während des Stillens ist eine ärztliche Konsultation erforderlich, um die Einstellung der Stillzeit zu regeln.

Während der Therapie sollte das Präparat bei der Einnahme anderer Medikamente und bei der Ausübung potenziell gefährlicher Arbeiten mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Mögliche Reaktionen bei gleichzeitiger Einnahme von Liprasid mit anderen Arzneimitteln:

  • Hypoglykämika: Verminderung ihrer therapeutischen Wirkung
  • Ciclosporin, Natriumchlorid-Lösung, kaliumsparende Diuretika und Kaliumpräparate sowie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Östrogene: Verringerung der Wirksamkeit von Liprasid. Zudem erhöhen Ciclosporin, Kaliumpräparate, Indometazin und kaliumsparende Diuretika das Risiko einer Hyperkaliämie.
  • Thiazide und Schleifendiuretika: Verstärkung des blutdrucksenkenden Effekts des Präparats;
  • Tetracycline, Antazida, Enterosorbentien, Cholestyrol und Cholestyramin: Senkung der Resorption der Wirkstoffe von Liprasid;
  • Digoxin: Erhöhung der Toxizität
  • Lithiumprparate und Amantadin: Verzögerung des Ausscheidungsprozesses
  • Tubokurarin: Verstärkung seiner Wirkung
  • Methyldopa: Risiko der Entwicklung einer intravasculären Hämolyse
  • Barbiturate, Ethanol sowie andere narkotische Arzneimittel: Risiko der Entwicklung einer Hypokaliämie und Orthostasehypotonie
  • Herzglykoside: Risiko der Entwicklung einer Hypokaliämie
  • Amiodaron: Risiko einer Arrhythmie
  • Allopurinol, Procainamid, systemische Glukokortikoide sowie Zytostatika und Immunsuppressiva: Risiko des Felty-Syndroms
  • Nichtdepolarisierende Muskelrelaxanzien: Verstärkung der Wirkung

Lagerungsfristen und -bedingungen

Lagerung bei Temperaturen zwischen 15 und 25 °C an einem trockenen Ort, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung

Die Haltbarkeitsdauer beträgt drei Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Laut der Meinung zahlreicher Wissenschaftler sind Vitaminkomplexe für den Menschen tatsächlich unwirksam.


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