Nasenhöhle

Kurze Charakteristik der Nasenhöhle

Aufbau der Nasenhöhle Die Nasenhöhle ist der Anfang des menschlichen Atmungswegs. Sie fungiert als Windkanal, der vorne durch die Nasenlöcher mit der Umwelt verbunden und hinten in den Nasopharynx übergeht. In der Nasenhöhle befinden sich die Geruchsorgane; ihre Hauptfunktionen bestehen im Erwärmen, Filtern von Staubpartikeln sowie in der Befeuchtung der Atemluft.

Aufbau der Nasenhöhle

Die Wände der Nasenhöhle werden durch die Schädelknochen gebildet: siebelförmig, siegelartig, keilförmig sowie Nasen- und Kieferknochen. Die Nasenhöhle wird von der Mundhöhle durch den harten und weichen Gaumen abgegrenzt.

Die äußere Nase stellt den vorderen Bereich der Nasenhöhle dar; die paarigen Öffnungen verbinden sie hinten mit dem Rachenraum.

Die Nasenhöhle ist in zwei Hälften unterteilt. Jede Hälfte besitzt fünf Wände: die untere, obere, mittlere und seitliche Wand sowie das Septum. Die Hälften sind nicht vollständig symmetrisch, da das Septum zwischen ihnen meist leicht zur Seite abgelehnt ist.

Die seitlichen Wände weisen den komplexesten Aufbau auf. An ihnen hängen drei Nasenmuscheln herab, welche den oberen, mittleren und unteren Nasengang abgrenzen.

Neben dem Knochengewebe gehen knorpelige und membranöse Bereiche in die Struktur der Nasenhöhle ein; sie unterscheiden sich durch ihre Beweglichkeit.

Die Nasenschleimhaut setzt sich aus einer Fortsetzung des flachen Hautepithels zusammen; darunter liegen in unmittelbarer Verbindung Wurzeln von Haarfollikeln und Talgdrüsen.

Die Blutversorgung der Nasenhöhle erfolgt über vordere und hintere gitter- sowie keilförmige Arterien, während die Abflüsse über entsprechende Venen stattfinden.

Der Lymphabfluss aus der Nasenhöhle erfolgt über das submentale und das submandibuläre Lymphsystem.

Beim Aufbau der Nasenhöhle werden folgende Strukturen unterschieden:

  • Das obere Nasenseptum befindet sich ausschließlich im hinteren Abschnitt der Nasenhöhle; es ist in der Regel etwa doppelt so kurz wie das mittlere Septum und wird von den hinteren Zellen des gitterförmigen Knochens gebildet.
  • Das mittlere Nasenseptum liegt zwischen den mittleren und unteren Muscheln. Durch einen trichterförmigen Duktus ist es mit den vorderen Zellen des gitterförmigen Knochens sowie dem lobären Gewebe verbunden, was den Übergang eines Entzündungsprozesses auf das lobäre Gewebe bei einer Sinusitis frontalis erklärt.
  • Das untere Nasenseptum erstreckt sich zwischen dem Boden der Nasenhöhle und dem unteren Muschelgewölbe. Es ist über einen nasolacrimalen Kanal mit dem Augapfel verbunden, wodurch die Abgabe von Tränenflüssigkeit aus dem Auge in die Nasenhöhle ermöglicht wird. Diese anatomische Struktur führt zu vermehrten Nasensekretionen beim Weinen; umgekehrt kann häufiges Niesen bei Schnupfen den Tränenfluss auslösen.

Die Besonderheiten der Aufbaustruktur der Nasenschleimhaut werden betrachtet.

Die Nasenschleimhaut lässt sich in zwei Bereiche unterteilen:

  • Das obere Nasenseptum sowie das vordere Drittel der mittleren Muscheln und die Nasenscheidewände bilden den olfaktorischen Bereich, der von einem pseudomehrschichtigen Epithel ausgekleidet ist; dieses enthält neurosensorische Zellen zur Wahrnehmung von Gerüchen.
  • Den übrigen Bereich der Nasenschleimhaut nimmt das Atmungsgebiet ein; es ist vom pseudomehrschichtigen Epithel ausgekleidet und enthält Becherzellen, die den für die Luftbefeuchtung notwendigen Schleim sezernieren.

Unabhängig vom jeweiligen Gebiet weist die Nasenschleimhaut verhältnismäßig fein verteilte Drüsen (seröse und schleimige) sowie eine große Menge elastischer Fasern auf.

Die submuköse Grundlage der Nasenhöhle enthält feingestreute Elemente:

  • lymphoides Gewebe;
  • nervöse und vaskuläre Geflechte
  • Drüsen
  • Mastzellen

Die Muskelplatte der Nasenschleimhaut ist schwach entwickelt.

Funktionen der Nasenhöhle

Zu den Hauptfunktionen der Nasenhöhle zählen: Niesen ist eine Schutzfunktion der Nasenhöhle

  • Atmungsfunktion: Die über die Nase eingeatmete Luft nimmt den Weg zurück, auf dem sie gereinigt, erwärmt und befeuchtet wird. Zum Erwärmen der Inspirationsluft tragen zahlreiche Blutgefäße und dünnwandige Venen bei, die in der Nasenhöhle liegen. Zudem übt die eingeatmete transnasale Luft Druck auf die Schleimhaut der Nase aus, was zur Anregung des Atmungsreflexes und zu einer stärkeren Erweiterung des Brustkorbes führt, wie beim Atemzug über den Mund. Ein Verstoß gegen die Nasenatmung wird in der Regel im physischen Zustand des Gesamtorganismus widergespiegelt.
  • Olfaktorische Funktion: Die Rezeption von Gerüchen erfolgt dank dem Riechepithel, das sich im Epithelgewebe der Nase befindet.
  • Schutzfunktion: Das Niesen entsteht durch Reizung des Trigeminusnervs bei Einatmen grober Teilchen und gewährleistet so den Schutz vor ähnlichen Partikeln. Die Schleimhaut trägt zur Reinigung der Atemluft bei, indem sie schädliche Beimischungen filtert; dabei fließt das Sekret nicht nur nach außen, sondern auch in die Nasenhöhle durch den Tränennasengang ab.
  • Resonatorfunktion: Die Nasenhöhle zusammen mit dem Mundraum, dem Pharynx und den okolonossalen Strukturen dient als Resonanzkörper für die Stimme.
Ob Wissen Sie das?

Die Leber zählt zu den wichtigsten Organen des menschlichen Körpers. Ihr durchschnittliches Gewicht liegt bei etwa 1,5 Kilogramm.


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