Pankreasnekrose

Pankreasnekrose ist eine Komplikation schwerer Erkrankungen wie der akuten Pankreatitis. In der Regel beträgt die Sterblichkeit bei Pankreasnekrose 40–70 %, sofern die Patienten nicht rechtzeitig unter Anwendung modernster medizinischer Methoden behandelt werden. Pankreatonekrose – eine schwere Erkrankung der Bauchspeicheldrüse

Für nekrotische Formen der Pankreatitis ist das Absterben von Teilen oder der gesamten Bauchspeicheldrüse charakteristisch. Dies geschieht infolge der Wirkung bestimmter Enzyme auf das Drüsengewebe, kombiniert mit infektiösen Prozessen, Peritonitis und anderen Verschlimmerungen.

Ursachen der Pankreasnekrose

Laut Statistik nutzen etwa 70 % der Patientinnen vor dem Auftreten einer Pankreasnekrose übermäßige Mengen an alkoholischen Getränken. Weitere 30 % hatten zuvor eine Cholelithiasis (Gallensteine).

Häufigste Ursachen der Pankreasnekrose

  • Alkoholmissbrauch
  • Regelmäßige übermäßige Ernährung, insbesondere fetthaltiger oder gebratener Speisen
  • Schwere Viruserkrankungen und Infektionen
  • Cholelithiasis
  • Magengeschwüre sowie Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Vorherige operative Eingriffe oder Traumata in der Bauchhöhle

Die Pankreatonekrose gilt heute als eine der gefährlichsten Erkrankungen der Bauchhöhle. Dabei leiden nicht nur das Pankreas, sondern auch die Funktion anderer Verdauungsorgane.

Im Krankheitsverlauf bildet sich zunächst ein Ödem der Bauchspeicheldrüse, gefolgt von nekrotischen Herden. Wird eine rechtzeitige Diagnosestellung und Behandlung unterlassen, kann es häufig zur Ausbildung eines Abszesses im Pankreasgewebe kommen.

Die Stadien der Entwicklung einer Pankreatonekrose

Der Verlauf dieser schweren Erkrankung verläuft in drei Stadien:

  • Im ersten Stadium der Pankreatonekrose kommt es zu einer Toxämie. In diesem Stadium sind im Blut des Patienten bakterielle Toxine nachweisbar; das Vorhandensein von Mikroben ist dabei nicht zwingend erforderlich, da Bakterien diese Toxine produzieren können.
  • Im zweiten Stadium der Pankreatonekrose bildet sich ein Abszess in der Bauchspeicheldrüse. Nicht selten entwickeln sich Abszesse auch in benachbarten Organen.
  • In der dritten Phase treten im Pankreasgewebe sowie im Zellstoff eitrige Veränderungen auf.

Die Symptome einer Pankreatonekrose.

Das wichtigste Symptom einer Pankreatonekrose ist ein heftiger Schmerz im linken Oberbauch, der in die Schulter, den Seitenrand und den Rücken sowie manchmal auch ins Herzgebiet ausstrahlt. Der Schmerz ist beständig, kann sich jedoch gelegentlich etwas beruhigen, insbesondere bei flacher Lagerung und Anlegen der Knie an den Bauch. Das Schmerzbild hängt in vieler Hinsicht vom Verlauf der Pankreatonekrose, ihrer Ursache und Form ab.

  • 6 % der Patientinnen beschreiben den Schmerz als mäßig.
  • 10 % der Patientinnen befinden sich infolge starker Schmerzen in einem kollabierten Zustand.
  • 40 % der Patientinnen erlebten heftige Schmerzen.
  • 44 % beschrieben die Schmerzen als sehr stark und tatsächlich unerträglich.

Ein weiteres unangenehmes Symptom einer Pankreatonekrose ist das Erbrechen, das dem Patienten jedoch keine Erleichterung bringt. Durch das ständige Erbrechen kommt es beim Kranken zu einem Flüssigkeitsverlust des Organismus.

Da im Plasma des Blutes bei einer Pankreatonekrose eine Erhöhung der Konzentration wasseraktiver Komponenten beobachtet wird, ist ein weiteres indirektes Symptom die langwierige Rötung der Haut. Tritt bei der Patientin jedoch ein Zustand des Kollapses ein, so bleichen ihre Hautdecken im Gegenteil aus.

Bei dieser Erkrankung ist der Elastase-Spiegel im Blut erhöht. Das Enzym neigt in übermäßiger Menge dazu, Blutgefäße zu zerstören und trägt somit zur Entstehung von Blutungen im Verdauungstrakt bei. Eine Untersuchung der Gefäßzerstörung sowie nekrotischer Erscheinungen in der Bauchspeicheldrüse zeigt Flecken auf den Gesäßbacken in schiefer-violetter Farbe. Diese können zudem an der Vorderbauchdecke, an den Seiten und um den Nabel beobachtet werden.

Das gesamte Spektrum der Symptome einer Pankreonekrose zeigt sich dabei vielfältig. So kann man beispielsweise bei der Untersuchung des Patienten eine Exsudation in der Pleurahöhle, im Bauchraum sowie im Perikardialraum nachweisen. Operation bei Pankreatonekrose – letztes Mittel

Die Behandlung der Pankreonekrose.

Der Verlauf und die Prognose dieser Erkrankung hängen maßgeblich von einer adäquaten und zeitgerechten Therapie sowie vom Ausmaß der Infektion der Bauchspeicheldrüse ab. Ein entscheidender Faktor für den Behandlungserfolg ist eine frühzeitige Diagnose. Idealerweise gelingt es, die Pankreonekrose bereits im ersten Stadium zu erkennen.

Zur Therapie einer Pankreatonekrose im Frühstadium werden Medikamente eingesetzt, die die Funktion der Bauchspeicheldrüse hemmen. Eine Operation in diesem frühen Entwicklungsstadium ist jedoch nicht indiziert, da es unmöglich ist, den bereits nekrotisch veränderten Bereich eindeutig zu lokalisieren.

Zur Vermeidung verschiedener eitriger Prozesse erhält der Patient neben den medikamentösen Substanzen, die die Funktion der Bauchspeicheldrüse hemmen, zusätzlich antiseptische und antibakterielle Mittel sowie Immunstimulanzien.

Bei einer zeitgerechten und korrekten Behandlung der Pankreatonekrose kann das Fortschreiten der Erkrankung im frühen Stadium ohne Entwicklung schwerwiegender Komplikationen gestoppt werden. Jedoch entwickelt sich die Entzündung häufiger, wodurch die Bauchspeicheldrüse zerstört wird. In diesem Fall ist eine Operation indiziert, die die Entfernung des nekrotischen Pankreasgewebes umfasst. Eine Operation bei Pankreatonekrose wird vom Patienten jedoch sehr schwer vertragen und für den Chirurgen mit einem bestimmten Risiko verbunden; daher greifen sie nur in extremen Fällen auf diese Maßnahme zurück. Häufig kommt es zu einer Intoxikation des Organismus, wenn viele Organe ihre Funktion einstellen.

Das Überleben bei Pankreatonekrose gelingt weniger als der Hälfte der Patientinnen. Wenn jemand das Glück hat, die Krankheit zu überstehen, muss dieser Mensch während seines gesamten weiteren Lebens sich sehr sorgfältig verhalten. Allen Unzulänglichkeiten muss ein lebenslanges Tabu auferlegt werden. In die Nahrung dürfen nur geschmorte oder auf einem Wasserbad zubereitete Portionen nach 5–6-mal täglich aufgenommen werden. Das gesamte Essen sollte neutraler Temperatur sein – zu heißes oder kaltes Essen reizt den Magen und fördert die Aktivität der Bauchspeicheldrüse. Fettige Nahrung ist ebenfalls verboten, da sie lange verdaut wird und die Bauchspeicheldrüse unnötig belastet. Es wird untersagt, stark salziges, süßes und geräuchertes Essen zu konsumieren, da solches Essen zur Entstehung entzündlicher Prozesse beiträgt.

Zur Ernährung sind leicht verdauliche Produkte wie Weißbrot, gedünstetes Gemüse, fermentierte Milchprodukte, mageres Fleisch, leichte Brühen und Reisbrei auf Wasserbasis geeignet. Es ist strikt zu vermeiden, stark salzige, süße oder geräucherte Lebensmittel sowie Mayonnaise, Gewürze, Schokolade, weiches Brot, kohlensäurehaltige Getränke, Milch, Konserven und Alkohol zu konsumieren.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Die höchste gemessene Körpertemperatur wurde bei Uille Jones (USA) registriert; der Patient wurde mit einer Temperatur von 46,5 °C ins Krankenhaus eingeliefert.


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