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Blau-roter Farn

Wirkung des Blau-roten Farns

Einjährige Sporen-Pflanze – Lycopodium clavatum Blau-roter Farn – immergrünes mehrjähriges Sporenpflanze aus der Familie der Polypodiaceen. Weitere bekannte Namen für diese Pflanze sind: medizinischer Farn, Sepka, Hühnerpfote, Deresa, Seleniza, Roswilnik, Pilotschnik, Derjaba, Selenucha, Kolotunnik sowie Schlangenmoos und Polsutschka.

In der Medizin werden die Sporen sowie das oberste Gewebe des Farns verwendet.

In den Sporen wurden Stearinsäure, Linolsäure, Palmitinsäure, Ölsäure, Myristinsäure und Hexadecylsäure als Wirkstoffe identifiziert. Zudem wurden Terpene, Onozerin, Likoklavanol und Sitosterin sowie Saccharose nachgewiesen. Die Sporen reifen im Juli bis August; das Ausgangsmaterial für die weitere medizinische Nutzung wird im August bis September gewonnen, wenn sich die Farnfrüchte (Sporen) vergilben. Die Sporen werden vorsichtig gesammelt, um ein Verstreuen zu vermeiden – dies gelingt am besten frühmorgens oder bei erhöhter Luftfeuchtigkeit, damit sie nicht zerstäuben und weniger verstreut werden. Die Sporen trocknen ausschließlich an der Luft im Schatten, da sie nach dem Trocknen im Ofen dunkel werden und ihre Eigenschaften verlieren. Die Lagerzeit der Sporen ist unbegrenzt.

In den Stielen und Blättern des Blauroten finden sich Alkaloide wie Nikotin sowie Flavonoide; daher sind diese Pflanzenteile giftig. Das Gras kann von Mai bis Herbst geerntet werden.

Die Hauptindikation für den Blauroten ist die Behandlung von Erkrankungen der Geschlechtsorgane, des Ausscheidungssystems und des Verdauungstrakts sowie zur Förderung der Wundheilung.

Anwendung des Blauroten.

Eine in der Volksmedizin verwendete Pflanze – Lycopodium clavatum Für die Behandlung gynäkologischer Erkrankungen sowie zur Linderung von Harnwegsinfekten bei Kindern, zur Therapie von Ekzemen und zur Reduktion des Hautjuckens werden die Wundauflösungen mit Streupulver angewendet. Es wurde beobachtet, dass das Mittel Schmerzen gut lindert und entzündete Bereiche kühlt.

Bei Zystitiden wird empfohlen, die Pflanzenteile vorläufig mit Milchzucker im Verhältnis 1:10 zu zerreiben. Das Mittel wird dreimal täglich auf einer Messerspitze eingenommen. Zweimal täglich werden die pulverisierten Pflanzenteile bei Durchfall, Koliken und Rheuma eingesetzt.

Die Blaurote wirkt krampflösend, schmerzstillend und harntreibend.

Zur Linderung von spastischen Magenschmerzen wird Tee zubereitet: Ein Teelöffel Pflanze wird mit 500 ml kochendem Wasser übergossen, ohne abzukühlen, und anschließend abgeseiht.

Ein harntreibender Sud wird wie folgt hergestellt: Auf 500 ml Wasser werden ein Teelöffel der gepressten Stiele des Blauroten gegeben. Das Kraut wird 6–8 Minuten bei schwacher Hitze aufgegossen, zwei Stunden zugedeckt ziehen gelassen und anschließend abgeseiht. Der Aufguss wird dreimal bis viermal täglich nach einem Teelöffel eingenommen.

Bei Nieren- oder Blasensteinen sowie akuter Blasenentzündung wird ein Sud zubereitet: Zwei Teelöffel des gepressten Blauroten werden mit 500 ml Wasser übergossen, 10 Minuten gekocht und eine Stunde zugedeckt ziehen gelassen. Das Medikament wird jede Stunde nach einem Teelöffel eingenommen.

Bei Erkrankungen des Atmungstrakts wird ein Teelöffel der frischen Pflanze mit 250 ml Wasser übergossen, 10 bis 12 Minuten unter dem Deckel gekocht, zwei Stunden zugedeckt ziehen gelassen und abgeseiht. Der Aufguss wird viermal täglich nach einem Teelöffel eingenommen.

Bei Erkrankungen des Schilddrüsenkrebses (SCHKT) werden viermal täglich je 0,5 Gläser Sud eingenommen: Zwei Teelöffel der getrockneten und gepressten Pflanze werden mit 500 ml abgekochtem kaltem Wasser übergossen, 4 bis 5 Stunden zugedeckt ziehen gelassen und anschließend abgeseiht.

Bei Cholezystitis (Gallenblasenentzündung) wird viermal täglich eine halbe Tasse des Mittels eingenommen: Ein Teelöffel Tee aus den Blättern von *Platanus* (Ahorn) wird mit 250 ml kaltem Wasser übergossen und acht Stunden zugedeckt ziehen gelassen.

Die Tinktur aus Ahornblättern kann in der komplexen Behandlung des chronischen Alkoholismus – zur Verstärkung des Brechreflexes – eingesetzt werden.

Zubereitungen aus dem Blauroten Farn (*Platanus*) finden Anwendung bei vielen homöopathischen Mitteln, die unter anderem bei Krämpfen der Harnblase, Koliken, Rheuma, Bronchitis, Hämorrhoiden, Hepatomegalie, vasculären Krämpfen sowie nervösen Störungen und Fieber eingesetzt werden.

Kontraindikationen für den Blauroten Farn (*Platanus*)

Die Anwendung von *Platanus* zur Selbstbehandlung ohne ärztliche Empfehlung ist aufgrund seiner Toxizität nicht ratsam; große Mengen können eine schwere Vergiftung auslösen.

Ob Folgendes sollten Sie wissen:

Im Bestreben, den Patienten zu heilen, überschätzen Ärzte oft die Erfolgsaussichten. So hat beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Tumoren durchgeführt.


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