Gebärmutterhalspolypen

Gebärmutterhalspolypen

Gebärmutterhalspolypen sind die häufigsten gutartigen Neubildungen, die sich durch pathologisches Wachstum der eisenhaltigen Schleimschicht bilden. Sie lokalisiert im Bereich des äußeren Gebärmutterhalses, üblicherweise im oberen oder mittleren Abschnitt.

Das Wachstum von Gebärmutterspolypen erfolgt unauffällig und ist schmerzfrei; ihr Aussehen entspricht einer roten, glatten Neubildung auf einem Stiel oder mit breiter Basis. Die Größe dieser Polypen kann von winzig (kaum sichtbar bei der visuellen Untersuchung) bis hin zu riesig (herabhängend wie „Fühler") aus dem äußeren Gebärmutterhalskanal variieren.

Ursachen der Polypen des Gebärmutterhalses

Die genauen Ursachen für die Bildung von Gebärmutterhalspolypen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die Mehrheit der Forscher geht davon aus, dass folgende pathologische Faktoren maßgeblich beteiligt sind:

Erosive Prozesse am Gebärmutterhals

Traumen und Verletzungen im Bereich des Gebärmutterhalses

Folgerungen bei entzündlichen Erkrankungen

Hormonelle Dysbalanzen im Organismus

Klassifikation der Gebärmutterpolypen

Einteilung der folgenden Polypentypen des Uterus

Fibröse Polypen (das Gewebe entspricht dem fibrösen Bestand des Endometriums; bei Patientinnen im fortgeschrittenen Alter wahrscheinlicher; im Vergleich zu anderen Polypentypen weisen sie häufiger eine maligne Entartung auf)

Drüsenpolypen (das Gewebe entsteht aus dem endometrialen Stroma mit Einlagerung eisenhaltiger Körper; die Größe der Polypen beträgt nicht mehr als 1,5 cm; nach der Abtragung des jeweiligen Polypens sind Komplikationen äußerst selten)

Eisenhaltige fibröse Polypen (der Bestand besteht aus strukturellen Anteilen und Kavernolen des Endometriums; die Größe der Polypen beträgt maximal 2,5 cm; nach der Abtragung dieser Polypentypen erfolgt bei Patientinnen mit eisenhaltigen fibrösen Polypen eine hormonelle Therapie sowie ärztliche gynäkologische Beobachtung)

Adenomatoide Polypen (der Bestand weist eine gleichartige Struktur auf; die Größe der Polypen beträgt mindestens 4 Zentimeter; es handelt sich um den onkologisch gefährlichsten Polypentypus; nach der Abtragung dieser Polypen wird sorgfältig postoperativ eine Beobachtung sowie eine entsprechende medikamentöse Therapie durchgeführt)

Symptome der Gebärmutterhalspolypen.

Symptome der Gebärmutterhalspolypen

Beschwerden über Schmerzempfindungen und andere Symptome fehlen bei Gebärmutterhalspolypen praktisch vollständig; die Manifestation objektiver Krankheitsmerkmale ist eng mit begleitenden entzündlichen Prozessen in den Geschlechtsorganen verknüpft.

Zu den häufigen Begleiterkrankungen von Gebärmutterhalspolypen gehören:

- Eine Erosion (bzw. eine Pseudoerosion) des Gebärmutterhalses;

- Ein Uterusmyom (Gebärmuttermyom);

- Eine Endometriose;

- Eine langdauernde Endometritis;

- Eine Funktionsstörung der Eierstöcke.

Diagnostik von Polypen des Gebärmutterhalses

Die Diagnosestellung bei Polypen des Gebärmutterhalses ist nicht besonders komplex. In der Regel zeigen sie sich optisch während der nächsten gynäkologischen Untersuchung. Für eine sorgfältige Untersuchung kann die Ärztin für Gynäkologie folgende Verfahren anordnen: Probeabtragung (Biopsie) des Gebärmutterhalskanals (der Inhalt wird histologisch untersucht), Zervikoskopie sowie Kolposkopie.

Behandlung von Gebärmutterhalspolypen

In der Regel erfolgt bei der Behandlung von Gebärmutterhalspolypen eine chirurgische Taktik: Das Polyp wird aus dem inneren Bereich abgeklafft und die Stelle anschließend ausgebrannt (meistens in der Stromzone). Nach der Entfernung des Polypen wird das biologische Material zwingend histologisch untersucht, um onkologische Veränderungen auszuschließen.

Ein besonderes klinisches Problem stellen Gebärmutterhalspolypen während der Schwangerschaft dar; die operative Intervention wird in der Regel bis nach der Entbindung verschoben.

Die Behandlung von Gebärmutterhalspolypen mit Volksheilmitteln ist im Anfangsstadium der Erkrankung am wirksamsten, sofern keine Begleiterkrankungen der Geschlechtsorgane vorliegen; meist wird eine Phytopharmakotherapie verordnet. Folgende Gebühren von Kräutern können empfohlen werden:

Gebührennummer 1

Preisselbeeren – 4 Teelöffel

Hagebutte – 6 Teelöffel

Zweihäusiges Knöterichkraut – 6 Teelöffel

Die Mischung aus getrockneten Kräutern wird mit 400 ml kochendem Wasser übergossen und (am besten in einer Thermoskanne) für 3 Stunden ziehen gelassen; den Sud muss man bis zum Essen nach der Hälfte des Glases trinken, viermal täglich.

Rezeptur Nr. 2.

Phytotherapie bei Gebärmutterhalspolypen

Rosmarin, Thymian und Salbei – jeweils 2 Esslöffel.

Eichenrindenextrakt – 4 Esslöffel.

Die Mischung wird in 2 Litern kochendem Wasser aufgekocht, bei schwacher Hitze 20 Minuten ausgekocht; danach darf der Sud abkühlen und muss durchgesiebt werden. Den gewonnenen Sud verwenden Sie zur Spülung.

Es ist unbedingt erforderlich, sich daran zu erinnern, dass eine Selbstbehandlung von Gebärmutterpolypen mit Volksmitteln nur unter besonderer Vorsicht und ausschließlich unter der ständigen Kontrolle des behandelnden Gynäkologen erfolgen darf.

Ob Sie sollten das wissen:

Im Bestreben, Patienten zu heilen, übertreiben Ärzte häufig. So hat beispielsweise Charles Jensen zwischen 1954 und 1994 mehr als 900 Operationen zur Entfernung von Neubildungen durchgeführt.


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