Rektum

Das Rektum stellt den terminalen Abschnitt des Verdauungstraktes dar. Es ist eine unmittelbare Fortsetzung des Dickdarms und unterscheidet sich von ihm sowohl in der Anatomie als auch in der Funktion.

Mastdarm

Anatomie des Rektums

Das Rektum liegt im kleinen Becken. Seine Länge beim Erwachsenen beträgt etwa 15 cm; es beginnt am After (Anus) und verläuft nach außen.

Das Rektum besteht aus drei Schichten: Schleimhaut, Submukosa und Muskelschicht. Von außen ist es durch eine feste Bindegewebshülle abgedeckt. Zwischen der Muskelhülle und dem Bindegewebe befindet sich ein dünnes Fettgewebe. Dieses Gewebe umgibt nicht nur das Rektum, sondern auch bei Frauen den Gebärmutterhals sowie bei Männern die Prostata und die Samenblasen.

Etwas oberhalb der Afteröffnung bildet die Schleimhaut zahlreiche vertikale Falten – die kleinen Säulen Morgani. Zwischen diesen Säulen befinden sich Furchen, in denen sich kleine Fäkalteilchen sammeln können; Fremdkörper, die hier einlagern, können selbst Ursache für entzündliche Prozesse werden. Verstopfungen (Konstitutionen) können Entzündungen auf der Oberfläche dieser Falten auslösen (Schwellung der Schleimhaut), was manchmal fälschlicherweise als Polypen des Mastdarms interpretiert wird.

Die Funktionen des Mastdarms

Im Mastdarm findet die Ansammlung und das Abbinden der Fäkalien vor der Defäkation statt. Diese Evakuationsfunktion wird maßgeblich durch das Bewusstsein und den Willen des Menschen gesteuert.

Erkrankungen des Mastdarms

Alle Pathologien des Mastdarms haben erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität und den Lebensstandard einer Person. Daher widmet sich die moderne Medizin der Prophylaxe und Behandlung dieser Erkrankungen mit großer Aufmerksamkeit. Für die Diagnostik werden verschiedene instrumentelle sowie nicht-instrumentelle Methoden eingesetzt: physiologische, radiologische und labormedizinische Verfahren. Die aussagekräftigste Methode ist jedoch die Koloskopie, die es ermöglicht, viele einschließlich Vorstufen des Darmkrebses frühzeitig zu erkennen.

Die häufigsten Erkrankungen des Mastdarms sind:

  • Proktitis: Eine entzündliche Erkrankung des Mastdarms.
  • Mastdarmprolaps: Die Hauptursache dieser Pathologie ist meist eine Schwächung der Muskulatur, die den Vorfall verursacht.
  • Fissuren (Analriss): Kleine Einrisse der Schleimhaut des Mastdarms.
  • Darmpolypen: Verursachen sie in der Regel keine Beschwerden bei Patientinnen. Jedoch können sie sich im Laufe der Zeit in bösartige Tumore verwandeln.
  • Darmkrebs: Eine sehr schwerwiegende und gefährliche Erkrankung. Die operative Behandlung besteht in der Entfernung des Mastdarms (teilweise oder vollständig zusammen mit dem After). Wendet sich die Patientin spät an die ärztliche Betreuung, ist eine radikale Operation oft nicht mehr möglich; dann wird eine palliative Therapie (Strahlentherapie, Chemotherapie) verordnet, deren Ziel die Lebensverlängerung und Verbesserung der Lebensqualität ist. Um Darmkrebs rechtzeitig zu diagnostizieren, sind regelmäßige medizinische Untersuchungen notwendig, insbesondere für Personen, die an Darmpolypen leiden.

Für die Behandlung des Mastdarms sind Proktologen zuständig. Viele Erkrankungen werden konservativ behandelt; nur bei Therapieversagen wird ein chirurgischer Eingriff durchgeführt. Nach der Entfernung des Mastdarms entsteht eine künstliche Afteröffnung (Kolonostomie) oder, wenn der Zustand des Patienten es zulässt, werden rekonstruktive Operationen durchgeführt (durch Bildung eines künstlichen Mastdarms aus dem Bereich des Dickdarms).

Ob Das sollten Sie wissen:

Die Arbeitszeit unseres Gehirns verbraucht eine Energiemenge, die der Leistung eines 10-Watt-Lämpchens entspricht; somit ist die Art dieses Lämpchens über dem Kopf zum Zeitpunkt des Entstehens interessanter Gedanken nicht so weit von der Wahrheit entfernt.


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