Muskelsteifheit

Symptome einer Rigidität der Nackenmuskulatur Muskelsteifheit ist eine Erhöhung des Muskeltonus sowie ein erhöhter Widerstand gegen Deformationskräfte. Sie stellt eine Untersuchung pathologischer Störungen der funktionellen Tätigkeit der zentralen und peripheren Nervensysteme dar. Der Tonus der Muskulatur ist ein wichtiges diagnostisches Kriterium bei Erkrankungen, die auf solche Störungen zurückzuführen sind.

Ursachen der Muskelsteifheit in Nacken- und Schultermuskulatur

Eine krankhafte Verspannung der Muskulatur kann auf berufliche Belastungen zurückzuführen sein. Ein anhaltender Zustand der Anspannung führt zu einer eingeschränkten Beweglichkeit in Nacken- und Schultermuskulatur, was einen Muskelkrampf zur Folge hat. Wird dieser erhöhte Tonus durch eine Störung des Blutkreislafts verursacht, so manifestiert er sich lediglich als vermehrte Empfindungen im okzipitalen Bereich; eine Therapie ist in diesem Fall nicht erforderlich. Die regelmäßige Ausübung elementarer körperlicher Übungen normalisiert den Blutfluss und mildert das Ermüdungsgefühl.

Eine starre Verspannung der Muskulatur im Hals- und Schulterbereich, die von starken Schmerzen bei minimaler Bewegung sowie weiteren Symptomen begleitet wird, kann ein Hinweis auf eine Reihe schwerwiegender Pathologien sein. Krankheiten, die Muskelrigidität auslösen:

  • Osteochondrose der Halswirbelsäule sowie Arthritis: Charakteristisch sind dystrophische Gelenkstörungen, hervorgerufen durch übermäßige Belastungen, Stoffwechselstörungen und Haltungsschwächen sowie Traumata. Neben der Rigidität der Nackenmuskulatur treten Kopfschmerzen, Schmerzen in den oberen Extremitäten und Schultern auf. Starke Schwindelgefühle können durch eine Verschlechterung des Seh- und Hörvermögens verstärkt werden. Ein ausstrahlender Schmerz im Brustkorb deutet auf Angina pectoris hin. Für eine genaue Diagnostik ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) erforderlich. Die Pharmakotherapie erfordert einen komplexen Ansatz unter ärztlicher Kontrolle; sie zielt auf die Reduktion von Entzündungen und Gelenkschmerzen ab, die zu einer Verschlimmerung führen können. Bei Rigidität der Nackenmuskulatur ist die Anwendung von Präparaten zur Wiederherstellung des Blutkreislaufs und des Muskeltonus indiziert. Die Rehabilitation wird durch physiotherapeutische Verfahren und Massage beschleunigt.
  • Wirbeltraumen des Halses: Sie können eine Dehnung oder Verschiebung der Halswirbel hervorrufen. Häufig werden sie von starken Schmerzen, Schwindel sowie einer Verminderung der Sensibilität in den Händen begleitet. Die enge Nachbarschaft der Gefäße, die das Gehirn versorgen, birgt bei einer Verschiebung der Wirbelkörper erhebliche Risiken. Die Diagnostik erfolgt ausschließlich mittels MRT. Zur Behandlung der Muskelrigidität im Rahmen einer antiphlogistischen Therapie kommen wirksame Methoden zur Reduktion der Muskelspannung durch Massage und Akupunktur zum Einsatz. Bei komplizierten Traumen ist ein chirurgischer Eingriff indiziert. Das Tragen eines orthopädischen Kragens trägt zur Wiederherstellung bei.
  • Torticollis (Knickhals): Dieser Defekt des Nackenbereichs der Wirbelsäule bewirkt eine provozierende Drehung des Kopfes zur entgegengesetzten Seite. Eine Störung des Skeletts führt zu Veränderungen der Weichteile und Muskelstrukturen. Die Erkrankung weist häufiger einen angeborenen Charakter auf; sie kann jedoch auch Folge eines Stammtraumas sein oder sich aus einer falschen intrauterinen Lage des Fötus entwickeln. Als erworbene Ursache für Torticollis gelten Luxationen der Halswirbel, eine falsche Kopfstellung, die durch Hör- und Sehverschlechterung sowie berufliche Tätigkeit hervorgerufen wird. Die Muskelrigidität des Nackens wird durch eine langdauernde Zwangslage des Kopfes verursacht. Die Behandlung richtet sich nach dem Grund der Erkrankung. Bei der angeborenen Form ist eine chirurgische Operation indiziert. Die Manualtherapie ist unabhängig vom Entstehungsgrund von Torticollis wirksam.
  • Hirninfarkt, Enzephalitis und Meningitis: Diese Erkrankungen, die mit einer Störung des Blutkreislaufs und einer Entzündung des Gehirns verbunden sind, rufen einen erhöhten Tonus der Muskeln in verschiedenen Entwicklungsstadien hervor. Zu den Symptomen des Verlaufs jeder dieser Erkrankungen gehören starke Kopfschmerzen, hohe Temperaturen, erhöhte Lichtsensibilität sowie Übelkeit. Der erhöhte Muskeltonus vor diesem Hintergrund stellt eine erhebliche Gefahr dar. Die Muskelrigidität des Nackens zeigt sich durch einen heftigen Widerstand beim passiven Versuch der Neigung des Kopfes zur Brust und ist eines der frühen Merkmale einer Meningitis. Für eine genaue Diagnostik der Entzündung ist eine Untersuchung des Liquors mittels Lumbalpunktion notwendig, während die Computertomographie den Herd im betroffenen Gehirn darstellt. Die Therapie richtet sich auf die Einleitung von Sofortmaßnahmen nach der Behandlung der Grunderkrankung.
  • Parkinsonismus: Ein neurologisches Syndrom, das durch Erkrankungen des Gehirns sowie toxische Vergiftungen ausgelöst wird. Charakteristisch sind Zittern und eine Muskelsteifheit der Beine, Hände sowie des Halses.

Muskelrigidität bei Kindern

Erkrankungen, die eine Muskelrigidität verursachen Ein erhöhter Muskeltonus ist bei Kleinkindern häufig vorhanden und weist einen gesetzmäßigen Charakter auf. Im Laufe der ersten Lebensmonate nimmt die Muskelspannung gewöhnlich ab. Auf den Störungen in der Entwicklung des peripheren Nervensystems des Kindes beruhen folgende Faktoren:

  • Unbeweglichkeit des Kindes
  • Eine gebeugte Haltung mit Einziehen der Knie in den Rumpf
  • Eine Störung der Reflexe
  • Muskelsteifheit der Beine.

Wenn der Neurologe bei der Untersuchung keine positive Dynamik des Muskeltonus beim Kind feststellt, ist eine Notfallbehandlung notwendig, um das Nervensystem und die Muskulatur zu normalisieren. Das Fehlen rechtzeitiger Hilfe führt zu Rückständen in der neuropsychischen und körperlichen Entwicklung: Das Kind beginnt später zu kriechen, aufzustehen und zu gehen; dabei tritt es nicht mit dem ganzen Fuß auf, sondern bewegt sich auf den Zehenspitzen. Die Behandlung der Muskelsteifheit beim Kind umfasst medikamentöse Präparate, physiotherapeutische Verfahren sowie Massage.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Selbst für die kürzesten und einfachsten Sätze werden bis zu 72 Muskeln benötigt.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt