Salmonellose

Ursachen der Salmonellose

Die Salmonellose ist eine Infektionskrankheit, die durch verschiedene Bakterienarten des Geschlechts Salmonella verursacht wird. Sie zeichnet sich durch die Vielfalt der klinischen Erscheinungsformen aus und kann sowohl asymptomatisch als auch in schwersten septischen Formen auftreten. Meistens führt die Salmonellose bei Kindern und Erwachsenen zu einer Infektion der Organe des Verdauungstraktes, die toxisch und dehydratisierend oft erschwert werden.

Zurzeit sind den Forschern mehr als 2000 Serotypen von Salmonellen bekannt. Hauptsächlich sind die Quellen der Salmonellose häusliche Vögel und Tiere; jedoch kann auch der Mensch als Träger auftreten. Meistens entwickelt sich die Salmonellose, deren Symptome nach dem Verzehr verseuchter Nahrung gezeigt werden, infolge falscher kulinarischer Bearbeitung der Lebensmittel. Zur besonderen Risikogruppe gehören: Fleisch von Säugetieren und Vögeln, Fisch, Eier, Milch, Quark und saure Sahne. Eine Ansteckung mit Salmonellose kann auch beim Verzehr minderwertigen Wassers aus offenen Wasserbecken oder der städtischen Wasserleitung erfolgen.

Beim Eintritt in den Organismus überwinden die Salmonellen rasch die Schutzbarrieren des Magens und dringen in die Schleimhaut des Dünndarms ein. Dieser Prozess wird von einer intensiven Toxinsekretion begleitet, welche die Hauptmerkmale der Salmonellose bestimmt.

Symptome der Salmonellose, Krankheitsformen und klinisches Bild

Die Inkubationszeit dieser Infektion reicht von wenigen Stunden bis zu zwei bis drei Tagen. Eine nosokomiale Ausbreitung ist möglich, wenn die Übertragung über den Haushaltsweg erfolgt; in diesem Fall manifestieren sich die Symptome der Salmonellose üblicherweise innerhalb von 3–8 Tagen. Im Folgenden werden kurz die klinischen Hauptformen der Erkrankung bei Salmonellose betrachtet.

Gastrointestinale Form Die gastrointestinale Form ist am weitesten verbreitet und wird bei 96–98 % der Patienten diagnostiziert, die sich an medizinische Einrichtungen mit dem Verdacht auf eine Salmonellose wenden. Die Folgen dieses Infektionstyps hängen von der Schwere des Krankheitsverlaufs sowie vom Ausmaß der klinischen Symptome ab; dazu gehören:

  • Allgemeine Schwäche
  • Kopfschmerzen
  • Fieber bis zu 40 °C und höher
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Stuhlveränderungen

Die Symptome der Salmonellose, die auf Veränderungen im Gastrointestinaltrakt hindeuten, treten in den ersten 2–3 Tagen nach Krankheitsbeginn auf. In den frühen Phasen verspürt die Patientin lediglich eine leichte Vergiftung und Fieber. Bei einer leichten Form der Salmonellose sind die Symptome eher schwach ausgeprägt, sodass die Patientin die unangenehmen Folgen der Infektion oft gar nicht bemerkt. Ein völlig anderes Bild zeigt sich hingegen bei schwerer gastrointestinaler Salmonellose, deren Behandlung ausschließlich unter stationären Bedingungen erfolgt. In solchen Fällen leiden die Patientinnen an:

  • Hochgradigem Fieber, das über mehr als fünf Tage anhält
  • deutliche Vergiftungssymptomatik
  • Stuhl mit übelriechendem, wässrigem Charakter (mehr als zehnmal täglich), gelegentlich mit Schleimbildung
  • Blauverfärbung der Haut
  • deutlicher Blutdruckabfall
  • Herzrasen
  • Leber- und Milzentumor
  • Nierenveränderungen (Protein im Urin, vermindeter Harnfluss, erhöhte Stickstoffwerte)
  • akutes Nierenversagen

Ohne Behandlung führt die Salmonellose bei Kindern und Erwachsenen zu schwerwiegenden Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushalts sowie einer Dehydratation im Stadium II–III. In diesem Zustand werden bei Patientinnen Krämpfe, Hauttrockenheit, Zyanose und Aphonie beobachtet. Häufig beträgt der Flüssigkeitsverlust 10–12 % der Körpermasse, was zu zahlreichen Funktionsstörungen der Hauptorgansysteme führt. Die häufigste klinische Variante ist die gastroenteritische Salmonellose, deren Folgen in Form destruktiver Veränderungen des Dickdarms und Kolitiden manifestiert werden.

Typhusähnliche Form der Salmonellose Sie beginnt akut; Darmstörungen zeigen sich bereits in den ersten Tagen nach Erkrankungsbeginn, wobei diese jedoch nach einigen Tagen abklingen. Dennoch bleibt die Körpertemperatur stabil hoch. Zudem werden bei Patienten beobachtet: Apathie, Hemmung, Blässe der Hautdecken sowie petechiale und roseolöse Ausschläge. In einigen Fällen führt die typhusähnliche Salmonellose zu Bradykardie, Blutdruckabfall und dem Verschwinden der Herztöne. Die Merkmale der Salmonellose, die auf eine Leber- und Milzinfektion hinweisen, zeigen sich gegen Ende der ersten Woche.

Die septische Salmonellose Die Symptome dieser Form sind ausgeprägt und stellen eine Lebensgefahr dar. Der Verlauf beginnt mit hohem Fieber; im weiteren Verlauf verschlechtert sich der Zustand der Patientinnen kontinuierlich. Bei den Patienten zeigen sich folgende Merkmale der Salmonellose:

  • Starkes Schwitzen
  • Deutliche tageszeitabhängige Temperaturschwankungen
  • Starke Schüttelfrösse
  • Bildung von Eiterherden im Stütz- und Bewegungssystem
  • Endokarditis sowie Aortitiden mit nachfolgendem Aneurysma
  • Gaumenmandelentzündungen sowie Cholezystocholangitiden

Die septische Form führt zu weiteren schwerwiegenden Komplikationen: Meningitis (bei Kindern manifestiert sich die Salmonellose meist in dieser Form), Leberabszess, Verseuchung der Eierstöcke sowie Abszesse in den Hoden- bzw. Ovarialgebieten. Der Krankheitsverlauf ist durch einen langdauernden Verlauf gekennzeichnet und kann tödlich enden; daher ist bei Verdachtsfällen auf eine Salmonellose die Behandlung so bald wie möglich nach obligatorischer Konsultation der Experten medizinischer Einrichtungen zu beginnen.

Prophylaxe und Behandlung der Salmonellose

Vom Arzt verschriebene Tabletten zur Behandlung der Salmonellose

Patientinnen mit schweren und mittelschweren Formen der Salmonellose werden stationär behandelt. Zur Therapie werden Präparate des Kalziums (Laktat, Gluconat, Glyzerofosfat) sowie nichtsteroidale entzündungshemmende Mittel eingesetzt. Zur Bindung von Toxinen übernehmen die Patientinnen Präparate auf Basis von Zellulose und Attapulgite sowie proteolytische Fermente. Zur Vernichtung der Erreger werden Antibiotika verwendet: Nitrofurane und Chinoline bei leichtem Verlauf; Fluorchinolone, Ofloxazin, Ziprofloksazin und Zefalosporine bei schwerem Verlauf.

Zur Beschleunigung der Salmonellose-Behandlung und zur Erzielung optimaler Ergebnisse werden den Patienten folgende Maßnahmen verordnet: strenge Diät, Kurse mit Biopräparaten, Vitamingabe sowie sedierende, umhüllende und entzündungshemmende Medikamente. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine korrekt durchgeführte Salmonellose-Therapie schwerwiegende Folgen vermeidet; daher sollten Sie bei Auftreten unangenehmer Symptome unverzüglich einen Arzt konsultieren, um Analysen durchführen und die genaue Diagnose zu stellen.

Die Prophylaxe der Salmonellose umfasst die Warnung vor der Verbreitung von Erregern unter Haustieren und Vögeln, die Beachtung des Hygieneregelwerks in Gemeinschaftsverpflegungsunternehmen und der Nahrungsmittelindustrie sowie eine korrekte thermische Behandlung von Lebensmitteln vor deren Verzehr.

Ob Folgendes sollten Sie wissen:

Das menschliche Blut fließt durch Gefäße unter hohem Druck; bei einer Schädigung der Gefäßwand kann es bis zu zehn Meter weit spritzen.


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