Pseudozephalgie

Kopfschmerz – ein unspezifisches Symptom verschiedener Erkrankungen, das durch Merkmale wie die Intensität des Schmerzes, die Anfallsdauer und die Lokalisation charakterisiert wird; er kann isoliert auftreten oder in Begleitung der übrigen Symptome der Grunderkrankung (Übelkeit, Schwindel, Hör- und Sehstörungen) vorkommen. Nackenschmerz – Symptom einer Wirbelgenese

Scheinartige Kopfschmerzen (wertebrogene zervikokraniale Kopfschmerzen) – ein unspezifisches Schmerzsymptom wertebrogenen Ursprungs, das durch die Lokalisation des Schmerzes in der Scheitel- und den okzipitalen Regionen gekennzeichnet ist, wobei er ins Stirn-Umlaufgebiet ausstrahlt. Diese Kopfschmerzen stehen direkt mit degenerativen Prozessen in Verbindung, die in der Halswirbelsäule ablaufen. Meistens ist die Osteochondrose die Ursache für die Entwicklung scheinartiger Kopfschmerzen; seltener beeinflussen Traumen der Halswirbelsäule, aseptische Entzündungsprozesse und andere Erkrankungen deren Entstehung.

Scheinartige Kopfschmerzen zeichnen sich durch die Mannigfaltigkeit ihrer Merkmale und Verlaufsvielfalt aus: Die Kopfschmerzen in der Scheitelregion können einseitig oder generalisiert, drückend, aufblähend, heftig, pulsierend, stumpf oder jammernd sein.

Das Erscheinungsprofil scheinartiger Kopfschmerzen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst: langes Verweilen in einer bestimmten Körperhaltung, körperliche Belastung, Unterkühlung sowie heftige Bewegungen.

Scheinartige Kopfschmerzen bei Osteochondrose als Hauptsymptom

Scheinartige Kopfschmerzen im Rahmen einer Osteochondrose. Diese Erkrankung ist durch degenerative Veränderungen in den Gelenken der Halswirbelsäule gekennzeichnet. Die Bandscheiben, also die Knorpelstrukturen zwischen den Wirbelkörpern, bestehen aus einem Faserring und einem gelartigen Kern. Ihre Hauptfunktion besteht in der Stoßdämpfung sowie der gleichmäßigen Verteilung des Blutdrucks auf die Wirbelkörper bei Bewegung. Im Verlauf degenerativer Prozesse wird der Bandscheibenkern weniger elastisch, was zu einer Verringerung der federnden Eigenschaften der Wirbelsäule führt. Bei der Entwicklung der Osteochondrose kommt es zur Zerstörung des Faserrings und zur Abflachung der Scheibe; zusätzlich werden das Wuchern von Knochenansätzen (Osteophyten) an den Rändern der Wirbelkörper sowie die Verschmälerung selbst der Wirbel beobachtet.

Bei der Diagnose von Pseudozerebralen Kopfschmerzen im Rahmen einer Osteochondrose können folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Das Syndrom der Wirbelarterie.
  • Kompression der Nervenwurzeln
  • Einklemmung des hinteren Astes der sensiblen Rückenmarksnerven
  • Das hypertensive Syndrom.

Es ist zu beachten, dass bei zervikaler Osteochondrose die Kopfschmerzen verschiedene Erscheinungsformen annehmen, abhängig von den Ursachen des Schmerzsyndroms. Auch wird die Behandlung der Kopfschmerzen bei zervikaler Osteochondrose primär von den Faktoren bestimmt, die sie auslösen.

Die Pathogenese der Kopfschmerzen bei zervikaler Osteochondrose

Der Charakter, das Verlaufsgeschehen sowie die Lokalisation der Kopfschmerzen bei zervikaler Osteochondrose hängen maßgeblich von den auslösenden Faktoren ab.

Beim Syndrom der Wirbelschlagader nehmen die Kopfschmerzen einen heftigen, pulsierenden Charakter an; sie lokalisiert sich im sensiblen und okzipitalen Bereich und strahlt nachfolgend in den Temporal- sowie Parietallappen aus. Bei zervikaler Osteochondrose werden die Kopfschmerzen durch die Kompression der Wirbelschlagader ausgelöst, die auf eine Einklemmung der Bandscheiben, einen Scheibenvorfall oder andere degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule zurückzuführen ist. Das Syndrom der Wirbelschlagader geht häufig mit Schwindel und Sehstörungen einher. Viel seltener treten sensible Kopfschmerzen dieses Typs auf, die von einer allgemeinen Symptomatik begleitet sind, die auf eine gestörte Durchblutung beruht.

Eine Kompression der Nervenwurzeln, die parallel zur Wirbelschlagader verlaufen, kann ebenfalls Kopfschmerzen bei zervikaler Osteochondrose verursachen. Diese sensible Kopfschmerzform wird auch als Barre-Lieou-Syndrom bezeichnet. Die Besonderheit dieser durch Nervenwurzelkompression bedingten Kopfschmerzen liegt in ihrem einseitigen Charakter; die krankhaften Empfindungen entstehen auf der Seite des betroffenen Nervs. Der Schmerz lokalisiert sich im sensiblen und okzipitalen Bereich derselben Seite und kann dabei auch in den Temporal- sowie Parietallappen ausstrahlen. Solche Kopfschmerzen können bis zu 10 Stunden oder länger andauern.

Scheinartige Kopfschmerzen entstehen infolge der Einklemmung des okzipitalen Nervs, das durch den Knochenkanal verläuft, welcher von den Halswirbeln gebildet wird. Diese sensible Cephalgie dieser Genese wird auch als okzipitale Neuralgie bezeichnet. Die Nervenverengung erfolgt durch Bandscheibenvorfälle, die Kompression der Fragmente sowie Osteophyten. Solche Kopfschmerzen, die auf eine Nervenzweigkompression zurückzuführen sind, können einseitig auftreten oder einen generalisierten Charakter annehmen. Bei dieser Genese werden die Kopfschmerzen als heftig und pulsierend beschrieben; sie lokalisiert sich im okzipitalen Bereich. Die Schmerzen können sich vom Hinterhaupt bis zum Schläfenlappen sowie zur Augenhöhle ausstrahlen. In der Regel werden sensible Kopfschmerzen dieser Art nicht von Schwindel oder anderen Symptomen begleitet. Baralgin – Schmerzmittel zur Linderung von Nackenschmerzen

Die Kompression von Arterien und Venen provoziert bei degenerativen Veränderungen in der Halswirbelsäule (Osteochondrose) die Entwicklung eines hypertensiven Syndroms, das durch eine sogenannte Cephalgie begleitet wird. Diese Form der Kopfschmerzmanifestiert sich als aufblähendes, drückendes Empfinden. Sie wird häufig durch Kopfbewegungen ausgelöst und kann von einer allgemeinen Symptomatik einhergehen.

Behandlung und Prophylaxe der sogenannten Cephalgie.

Bei leicht ausgeprägter sogenannter Cephalgie sollte die Behandlung sowohl auf die Linderung krankhafter Empfindungen als auch auf die Beseitigung der Ursachen gerichtet sein, die zur Cephalgie führen.

Ist die sogenannte Cephalgie durch ein hypertensives Syndrom bedingt, so muss sich die Hauptbehandlung auf die Senkung des intrakraniellen Blutdrucks richten; hierfür werden entwässernde diuretische Präparate sowie Mittel eingesetzt, die den venösen Abfluss normalisieren. Die Cephalgie kann mit Analgetika gestillt werden.

Bei sogenannter Cephalgie, die durch Kompression der Okzipitalnervenäste und -wirbel bedingt ist, umfasst die Behandlung die Anwendung entzündungshemmender Präparate sowie Mittel des lokalen Effekts (Salben, Pflaster).

Im Falle eines Syndroms der Wirbelsäulenarterie zur Stillung der sogenannten Cephalgie sieht die Behandlung die Gabe von entzündungshemmenden Präparaten, Mitteln zur Normalisierung des venösen Abflusses sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Blutkreislaufs vor.

Es ist zu beachten, dass eine Cephalgie im Rahmen einer Osteochondrose eine komplexe Behandlung erfordert. Die Anwendung krampflösender und schmerzstillender Mittel bei dieser Form der Cephalgie führt nur zu einem vorübergehenden Effekt. Bei rezidivierendem Verlauf muss die Cephalgie einer komplexen diagnostischen Überprüfung zur Klärung ihrer Ursachen unterzogen werden. Die sogenannte Osteochondrose ist ein komplexer degenerativer Defekt des Wirbelsäulenabschnitts, der eine Schädigung seiner Strukturen verursacht und direkt zu Cephalgie führt. Eine isolierte Behandlung einzelner Symptome verschärft das Problem lediglich.

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