Sidnokarb

Sidnokarb – einheimisches pharmakologisches Präparat aus der Gruppe der Psychostimulanzien. Sidnokarb

Verfügbarkeit und Darreichungsform

Sidnokarb ist als Tablette in Stärken von 5, 10 und 25 mg erhältlich. Der Wirkstoff ist Mesokarb. Das Präparat wird in Packungen mit 25 oder 50 Tabletten vertrieben.

Pharmakologische Wirkung von Sidnokarb

Sidnokarb wirkt psychoaktiv fördernd. Im Gegensatz zu anderen Präparaten dieser Gruppe ist es weniger toxisch; es verursacht keine Tachykardie, keinen Anstieg des arteriellen Blutdrucks und andere sympathikomimetische Reaktionen. Die fördernde Wirkung dieses Präparats entwickelt sich allmählich und hält länger an (im Vergleich zu Fenamin). Zu Beginn der Einnahme fehlen die Euphorie sowie die motorische Anregung.

Auch nach den Bewertungen verursacht Sidnokarb keine Schläfrigkeit oder allgemeine Schwäche. Die Symptome einer Gewöhnung an das Präparat sind schwach ausgeprägt.

Anwendung von Sidnokarb

  • Asthenische Zustände, die durch Apathie, Hemmung, Schlaffheit und Schläfrigkeit sowie eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit gekennzeichnet sind.
  • Asthenoneurotische Zustände, die vor dem Hintergrund von Intoxikationen, Traumen, Infektionen sowie psychischer und physischer Übermüdung entstanden sind.
  • Stuporöse und apathoabulische Zustände.
  • Schizophrenie mit schleichendem Verlauf bei Abwesenheit einer produktiven Symptomatik.
  • Alkoholismus, das Alkoholentzugssyndrom sowie die alkoholische adynamische Depression.
  • Korrektur des nebensächlichen Effekts von Neuroleptika und Tranquilisern.

Nach den klinischen Studien ist Sidnokarb bei nächtlichem Einnässen (Enuresis) wirksam.

Bei Kindern wird Sidnokarb zur Behandlung der geistigen Entwicklungsverzögerung, der Adynamie sowie organischer Nervenkrankheiten eingesetzt, bei denen vor allem Schlaffheit, Asthenie und Hemmung vorherrschen.

Kontraindikationen für die Anwendung von Sidnokarb.

  • Überempfindlichkeit gegen Mesokarb.
  • Ausgeprägte Arteriosklerose der Gefäße
  • Ungeregelte arterielle Hypertonie
  • Psychomotorische Erregung
  • Konkomitante Gabe von Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern) und trizyklischen Antidepressiva

Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit

Nach den Anweisungen ist Sidnokarb in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert. Wird das Präparat während der Stillzeit verschrieben, muss die Stillpause für die Dauer der Behandlung eingehalten werden.

Art der Anwendung und Dosierung von Sidnokarb

Laut Packungsbeilage wird Sidnokarb nach oraler Einnahme gut resorbiert. Das Präparat sollte vormittags bis zum Zeitpunkt des ersten Essens eingenommen werden. Die Dosierung wird individuell festgelegt. Die Anfangsdosis beträgt in der Regel 5 mg und kann bei Bedarf schrittweise auf 15–25 mg pro Tag erhöht werden. Die Tabletten von Sidnokarb sollten 1- bis 2-mal täglich eingenommen werden. Ist nach 3–4 Tagen keine Wirkung eingetreten, ist eine weitere Anwendung des Präparats nicht indiziert.

Die unterstützende Dosierung des genannten Mittels beträgt in der Regel 5–10 mg. Nach den Bewertungen wird Sidnokarb von den Patienten in der Regel gut vertragen.

Die maximale Tagesdosis von Sidnokarb nach Anweisung beträgt 150 mg (einmalig 75 mg).

Dieses Präparat wird Kindern in geringeren Dosierungen verschrieben (die Tagesdosis liegt hier nicht mehr bei 2,5 bis 5 mg). Darreichungsform von Sidnokarb – Tabletten

Nebenwirkungen

Nach den Rezensionen treten Sidnokarb selten Nebenwirkungen hervor. Häufig beobachtete Effekte sind Reizbarkeit, Unruhe, Kopfschmerzen, Appetitverlust sowie eine Erhöhung des arteriellen Blutdrucks und allergische Reaktionen.

Bei wenigen Fällen wurde eine Verschärfung von Wahn und Halluzinationen bei Patientinnen mit früher bestehender psychopathologischer Symptomatik festgestellt. Die Nebenwirkungen gehen nach Senkung der Dosis oder Absetzen des Präparats gewöhnlich zurück.

Analoga zu Sidnokarb

Die pharmakologischen Analoga von Sidnokarb sind Fenotropil und Enerion. Zudem gibt es das Kombinationspräparat Sidnogluton (Sidnokarb plus Glutaminsäure). Vor dem Ersatz von Sidnokarb durch ein Analogon ist die Konsultation eines Facharztes erforderlich; eine Selbstmedikation kann zu negativen Folgen führen.

Besondere Hinweise

Es wird empfohlen, Sidnokarb nicht in den Abendstunden einzunehmen, um Schlafstörungen zu vermeiden. Zudem sollte das Präparat nicht langfristig und ununterbrochen angewendet werden.

Besondere Hinweise

Ob Es wird empfohlen, Sidnokarb nicht in den Abendstunden einzunehmen, um Schlafstörungen zu vermeiden. Zudem sollte das Präparat nicht langfristig und ununterbrochen angewendet werden.

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