Scharlach

Scharlach bei Kindern

Die erste offizielle Erwähnung des Scharlachs ist auf mehr als vier Jahrhunderte zurückdatiert. Der Name der Krankheit stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet wörtlich „hellrot", was offensichtlich auf das auffälligste Symptom des Scharlaches – die charakteristische rote Blüte – verweist.

Das wahrscheinlichste Alter der Patienten liegt zwischen zwei und sieben Jahren. Bei Kindern unter zwei Jahren tritt der Scharlach äußerst selten auf, da der Kinderorganismus vor der Infektion durch die Abwehrstoffe der Mutter noch geschützt ist. Auch bei Erwachsenen kommen seltene Fälle einer Erkrankung an Scharlach vor. Es ist zu beachten, dass im Vergleich zu anderen Kinderkrankheiten, die im Erwachsenenalter in der Regel schwer verlaufen, der Scharlach relativ leicht verläuft.

In der vorschulischen Altersgruppe (nach Kontakt mit dem Virusüberträger) beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Scharlachinfektion bei Kindern mehr als 40 Prozent. Zur besonderen Risikogruppe gehören Kinder mit geschwächter Immunität, an allergischen Erkrankungen Leidende sowie solche, die sich langfristig in einer Situation erhöhten Stresses befinden. Die Symptome des Scharlaches bei Kindern dieser Gruppe sind ausgeprägter, und der Krankheitsverlauf ist deutlich schwerer.

Ursachen des Scharlachs

Der Erreger des Scharlaches ist eine spezielle Streptokokken-Infektion. Die Übertragung erfolgt primär über die Atemwege durch Tröpfcheninfektion beim direkten Kontakt zwischen Menschen. Eine Ansteckung kann zudem indirekt geschehen, etwa durch infizierte Nahrungsmittel, Spielzeug oder Gegenstände.

Symptome des Scharlachs

Um den Zeitpunkt für das Behandlungsbeginn nicht zu verpassen, müssen die Erscheinungsformen der Krankheit aufmerksam beobachtet werden, um sie rechtzeitig von anderen Virusinfektionen abzugrenzen.

Der Verlauf des Scharlachs ist meist rasch fortschreitend; in der Regel können alle charakteristischen Symptome der Erkrankung bereits innerhalb der ersten Tage erkannt werden.

Die frühesten Symptome des Scharlachs bei Kindern sind Fieber (die Körpertemperatur steigt auf 38–40 °C) sowie Schluckbeschwerden. Das Kind wird bewegungsarm und matt, klagt über Juckreiz im gesamten Körper und verzichtet auf die Nahrungsaufnahme. Selten treten als Begleiterscheinungen Erbrechen und mehrfacher flüssiger Stuhl auf.

Oft erscheinen gegen Ende des ersten oder manchmal zweiten Krankheitstages auf den Hautdecken der Brust und des Halses rote Punkte. Das Exanthem breitet sich rasch über den ganzen Körper aus. Die charakteristische Infektion des Dreiecks zwischen Nase und Mund zeigt sich durch stark abgehobene, deutlich umrissene Grenzen vor dem Hintergrund. Die Effloreszenzen befinden sich nach dem Körper auf den lateralen Rumpfoberflächen sowie in den physiologischen Falten.

Das Exanthem beim Scharlach verursacht bei Kindern unerträgliches Jucken; die Haut fühlt sich heiß und trocken an. Nach etwa einer Woche folgt eine starke Häutung, die von der Fußsohle und den Handflächen als ganze Schichten abfällt. Die Haut des Kranken kehrt erst nach zwei bis drei Wochen zum normalen Zustand zurück.

Ein deutliches Symptom des Scharlachs ist das Aussehen der Zungoberfläche Ein weiteres deutliches Symptom des Scharlachs beim Kind ist das Aussehen der Zungenschleimhaut. Bereits zu Beginn der Krankheit ist die Zunge mit einer dicken Schicht weißlich-graubrauner Beläge bedeckt, die nach einigen Tagen verschwindet und die hellhimbeerrote Schleimhaut freilegt.

In jedem Fall geht der Scharlach mit einer Gaumenmandelentzündung einher, da beide Erkrankungen denselben Infektionserreger verursachen.

Die Spezies des Scharlachs

Der Scharlach kann in fünf verschiedenen Verlaufsformen auftreten:

- Die leichte Form

- Die mittelschwere Form

- Die schwere Form

- Die gewaschene Form

- Die hypertoxische Form

Zwei letzte Spezies ohne termingemäße Behandlung des Scharlachs stellen eine reale Lebensgefahr für den Patienten dar. Die Gefahr besteht nicht im Scharlach selbst, sondern in den schweren Komplikationen, die er nach sich zieht.

Komplikationen des Scharlachs

Das Wesen des Scharlachs liegt darin, dass der Erreger (Streptokokken), der die Infektion verursacht, nicht nur das Gewebe des menschlichen Körpers zerstört, sondern sich auch geschickt darunter versteckt. Durch dieses Verhalten wird das Immunsystem handlungsunfähig; es beginnt zusammen mit dem in den Körper eindringenden Aggressor, die eigenen Zellstrukturen massiv zu schädigen.

Zu den häufigsten Komplikationen, die während des Scharlachverlaufs entstehen, zählen Infektionen von Blut und Nervensystem. Weiterhin sind Ohrenentzündungen, Pharyngitiden sowie Sinusitiden enthalten. Wesentlich seltener betroffen sind Nieren, Herz und Leber.

Schwere und potenziell tödliche Komplikationen können nach der Genesung vom Scharlach auftreten. Zu diesen zählen unter anderem Infektionen der Herzklappen, des Gehirns, der Nieren sowie der Gelenke.

Das Auftreten schwerer Komplikationen ist direkt mit einem Verstoß gegen die empfohlene Behandlung oder einer fehlerhaften therapeutischen Taktik während des Krankheitsverlaufs verbunden.

Die Behandlung des Scharlachs

Eine zwingende Regel zur Behandlung des Scharlachs ist die Einhaltung aller ärztlichen Anweisungen Bei der Erkrankung, die in einer leichten Form verläuft, ist dem Patienten eine häusliche Behandlung unter strikter Isolierung von den übrigen Familienmitgliedern gestattet.

Eine obligatorische Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung des Scharlachs in jedem Schweregrad ist die Beachtung aller vom Arzt vorgeschriebenen Empfehlungen. Gerade dieser Hauptfaktor ermöglicht nicht nur kurze Heilungsfristen, sondern auch die Vermeidung schwerer Komplikationen im weiteren Verlauf.

Ob Wissen Sie das?

Gebildete Menschen sind weniger anfällig für Hirnerkrankungen. Die intellektuelle Aktivität fördert die Bildung einer zusätzlichen Struktur, die den Krankheitsprozess kompensiert.


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