Die Makrele

Viele Menschen halten den Fisch für viel zu fettig, doch der erfahrene Koch wird mit Freude die Zubereitung übernehmen und ein wahres Wunder daraus zaubern.

Makrele

Die Makrele gehört zur Familie der Skumbrijewitsch (Scombridae) und ist eine der artenreichsten Spezies innerhalb dieser Gruppe; sie zählt zudem zu den Okuneobraschnaja-Fischen und lebt im Atlantik von den Kanaren bis nach Island sowie in den Nord- und Mittelmeerregionen. Im westlichen Atlantik reicht ihr Verbreitungsgebiet vom Vorgebirge Cape Hatteras (North Carolina) bis nach Labrador, während sie im Sommer auch an den Südwestküsten Irlands und in der Nordsee vom Skagerrak bis zum Ärmelkanal anzutreffen ist.

Eine weitere Makrelen-Abart, die Kurilen- oder japanische Makrele, bewohnt von Ostargentinien bis Neuschottland sowie vom Japanischen Meer und Nordschleswig-Holstein bis Australien; zudem findet man sie im Indischen Ozean, im Persischen Golf und in der Aden-Bucht.

Die Makrele misst durchschnittlich etwa 30 cm, wobei es auch Exemplare von bis zu 60 cm gibt; sie besitzt einen spindelförmigen Körper mit kleinen Schuppen, ein silbergrünes Rückenflossenspektrum mit zahlreichen leicht gewellten schwarzen Streifen sowie eine blaue Bauchflosse.

Die Makrele ist ein thermophiler Fisch; für sie beträgt die optimale Wassertemperatur 8 bis 20 Grad Celsius. Zur Überwinterung bevorzugt sie sandige Abhänge in Tiefen von etwa 150 Metern, wobei sie sich vorzugsweise in Schwärmen gleichgroßer Individuen aufhält und andere Fischarten im Schwarm vermeidet.

Die Makrele ist ein wertvoller Nutzfisch dank ihres kräftigen und zarten Fleisches; obwohl viele den frischen Fisch wegen seines intensiven Geruchs als zu fettig ablehnen, bevorzugen Pressen und Konsumenten oft geräucherte Varianten oder setzen ihn gezielt in der Ernährung ein. Erfahrene Köche betonen jedoch, dass die Zubereitung einen echten Genuss bieten kann: So lässt sich beispielsweise ein schmackhafter Fischschaschlik herstellen, wobei eine Marinade nicht zwingend erforderlich ist – ein Spritzer Zitronensaft genügt bereits. In Italien wird die Makrele oft „alla fiorentina" zubereitet (überbacken mit Zitronensaft, Lorbeerblatt, Pfeffer und Kapern), während in Japan sie einfach frittiert wird und mit Essig sowie Sojasauce serviert wird.

Die Makrele harmoniert hervorragend mit säuerlichen Saucen wie denen aus Stachel- oder Moosbeeren; diese mildern den fettigen Geschmack des Fisches und reduzieren dessen Süßigkeit. Auch Kombinationen mit Tomaten-, Zwiebel- und Weißweinsauce sind empfehlenswert.

Bestand und Kaloriengehalt der Makrele

Die Makrele – ein recht fetthaltiger Fisch. Auf 100 g Produkt entfallen dabei 13–30 g Fett. Durch diesen spezifischen Fettgehalt unterscheidet sich dieser Fisch, der im Winter in nördlichen Breiten gefangen wird. Das Protein in der Makrele beträgt etwa 18 g pro 100 g Produkt. Diese Proteine gehören zur Kategorie der schnell resorbierbaren Substanzen und werden vom Organismus fast dreimal schneller aufgenommen als Rindfleisch.

Trotz des hohen Fettgehalts ist der Kalorienwert der Makrele relativ niedrig und liegt bei etwa 200 kcal. Um das tägliche Kalorienziel zu erreichen, müsste eine Person ca. 700 g Fisch verzehren. Dennoch stellt dies ein Problem dar, da wie bereits erwähnt, die Makrele trotz des moderaten Kaloriengehalts viel Fett enthält.

Ein zweifellos großer Vorteil der Makrele sind die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren. Sie sind wertvoll und erfüllen eine antioxidative Rolle, d.h., sie tragen zur Neutralisierung freier Radikale und zum Schutz der Zellmembranen bei.

Radikale haben die Eigenschaft, Zellmembranen zu schädigen, was den Lebensvorgang beeinträchtigt und häufig zur Entstehung verschiedener Erkrankungen führt, darunter auch Krebs. Daher ist es für die Prophylaxe wichtig, dass Menschen wertvolle Lebensmittel konsumieren, einschließlich Fischöl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist.

Der Nutzen der Makrele liegt auch in der hohen Menge verschiedener Mineralstoffe. Darin sind Zink, Fluor, Phosphor, Natrium, Schwefel und Mangan enthalten – sowie zahlreiche weitere nützliche Substanzen, die das Fleisch bilden. Zudem enthält sie B-Vitamine (PP-Faktoren), darunter Vitamin B12 (Antiperniziosafaktor), das den Fettstoffwechsel fördert, an der DNA-Synthese beteiligt ist und bei Sauerstoffmangel den Sauerstoffverbrauch der Zellen erhöht.

Der Nutzen der Makrele

Dank des reichhaltigen chemischen Gehalts ist der Nutzen der Makrele für Kinder offensichtlich; sie sind ein unverzichtbarer Fisch für eine harmonische und richtige Entwicklung. Auch für schwangere und stillende Frauen ist dieser Fisch nützlich, da er die Milchproduktion fördert. Für Jugendliche ist dieser Fisch ein wertvolles Produkt, da in den Wechseljahren oft ein Ungleichgewicht zwischen der Entwicklung innerer und äußerer Organe beobachtet werden kann; die Makrele hilft, diesen Prozess auszugleichen.

Geräucherte Makrele

Zudem ist die Makrele dank des hohen Phosphorgehalts sehr nützlich für das Stütz-Motorische System.

Der Nutzen der Makrele besteht auch in der Normalisierung des Blutzuckerspiegels, der Senkung von Karzinogenen im Körper, der Steigerung der Immunität, der Verhinderung kardiovaskulärer Probleme, der Regulation des Hormonspiegels, der Senkung des Blutdrucks, der Stärkung des Nervensystems und des Gedächtnisses sowie der Normalisierung der Verdauung. Ungesättigte Fettsäuren sind zudem für das menschliche Gehirn sowie Rückenmark, Haare und Schleimhäute sehr vorteilhaft.

Kontraindikationen

Tatsächlich weist die Makrele keine Gegenanzeigen auf; geräucherte oder gesalzene Makrelen sind jedoch für Menschen mit Herzerkrankungen und Problemen des Schilddrüsenkreises (SCHKT) kontraindiziert. Aufgrund ihres hohen Fettgehalts ist sie zudem für Personen mit langdauernden Leber- und Nierenerkrankungen nicht geeignet.

Ob Das sollten Sie wissen:

In Großbritannien gibt es ein Gesetz, wonach Chirurgen einem Patienten eine Operation verweigern können, wenn dieser raucht oder Übergewicht hat; der Mensch soll auf schädliche Gewohnheiten auch dann verzichten, ihm wird die operative Intervention nicht auferlegt.


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