Spondylitis

Spondylitis – eine Erkrankung von Wirbelsäule und Gelenken

Zu den Erkrankungen

Spondylitis

Die ankylosierende Spondylitis (auch als versteifende Wirbelsäulenentzündung bezeichnet) ist eine chronische Systemarthropathie der Wirbelsäule. Diese spezifische Form der Spondylitis entwickelt sich auf dem Hintergrund von ständig rezidivierenden entzündlichen Prozessen in den Gelenken und der Wirbelsäule. Häufig führt die Erkrankung zur vollständigen Unbeweglichkeit der Wirbelsäule.

Die Krankheit trägt den Namen des berühmten Arztes W.M. Bekhterev, der sie 1892 zum ersten Mal detailliert beschrieb. Die ankylosierende Spondylitis betrifft in der Regel Männer im Alter von über zwanzig Jahren; tritt die Erkrankung jedoch bereits im jüngeren Alter auf, so ist dies ebenfalls möglich. Fälle dieser Krankheit werden bei Frauen registriert, sind aber wesentlich seltener als bei Männern.

Zu den ersten Symptomen dieses Spondylitis-Typs zählen Schmerzen in der Kreuz- und Lendenwirbelsäule. Nicht selten strahlt der Schmerz ins Hüftgelenk aus, entweder nach links oder rechts. Das Schmerzsyndrom verschlimmert sich bei der Ausführung schwerer körperlicher Arbeiten sowie nach langdauernder Immobilisation erheblich. Genau deshalb dient Spondylitis oft als Grund für Schlaflosigkeit, da der zunehmende Schmerz den Kranken zwingt, in der zweiten Nachthälfte aufzuwachen. Die weitere Entwicklung der Erkrankung, die einige Jahre dauern kann, wird von folgenden Symptomen begleitet:

- Das Gefühl von Steifheit und der Verlust der Beweglichkeit der Wirbelsäulenabschnitte;

Eine vorsichtige Bewegungseinschränkung des Patienten beim Niesen, Husten oder bei tiefer Einatmung

Verkürzung der Wirbelsäule

Die Ausbildung der sogenannten Haltung des Bettlägerigen, die sich auf Kosten einer deformierten Wirbelsäule entwickelt.

Tuberkulöse Spondylitis – am häufigsten auftretender Erkrankungstyp.

Bei tuberkulöser Spondylitis ist ein charakteristischer Herd des entzündlichen Prozesses die Brustwirbelsäule. Andere Abschnitte der Wirbelsäule können ebenfalls von der Erkrankung betroffen sein, doch treten solche Fälle in der medizinischen Praxis verhältnismäßig selten auf.

Zu den Symptomen der tuberkulösen Spondylitis gehört das Entstehen eines destruktiven Herdes unmittelbar im Gewebe des Gelenkfortsatzes. Der entzündliche Prozess kann anfangs mehrere Wirbel gleichzeitig betreffen. Für die weitere Entwicklung ist charakteristisch, dass sich die Entzündung außerhalb des Wirbelsäulenrahmens in die umgebenden weichen Gewebe ausbreitet. Dort bilden sich sogenannte kalte Abszesse (eitrige Sammelherde). Letztendlich werden die Wirbel deformiert und nehmen eine keilförmige Form an. Der zerstörerische Prozess wird von schweren Komplikationen begleitet, wobei Frakturen der Wirbelsäule häufig vorkommen. Eiterige Abszesse im hinteren Abschnitt der Wirbelsäule können spinale Funktionsstörungen verursachen, da das Rückenmark zusammengepresst wird und sich eine stationäre Wassergeschwulst (Hirnwasseransammlung) entwickelt.

Bei der Entwicklung der tuberkulösen Spondylitis lassen sich drei folgende Stadien unterscheiden:

- Prä-Spondylitische Phase (der Anfang der Bildung des Herdes der Krankheit im Wirbelkörper);

- Spondylitis-Phase: Fortschreiten der Erkrankung

- Post-spondylitische Phase: Abheilung des Entzündungsprozesses und Ausbildung schwerer Komplikationen (z. B. Fisteln)

Die Behandlung der Spondylitis

Die Behandlung der Spondylitis erfolgt komplex, unter anderem mit entzündungshemmenden Arzneimitteln

Das moderne medizinische Vorgehen bei der Therapie aller Formen von Spondylitis (ankylosierende, reaktive, aseptische Spondylitis usw.) sieht eine Kombination komplexer Maßnahmen vor, die Folgendes umfassen:

1. Die medikamentöse Therapie. Zur Behandlung von Spondylitiden werden entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt; ihr Hauptziel ist die Linderung der Wirbelsäulensteifigkeit und das Abklingen des Schmerzsyndroms. Leider weisen die meisten dieser Präparate eine Reihe von Kontraindikationen und Nebenwirkungen auf, darunter schwere gastrointestinale Störungen. Fehlt der Therapieerfolg durch diese Medikamente, werden grundlegende Mittel, die bei der Behandlung von Arthritis eingesetzt werden – Kortikosteroide und Methotrexat – verschrieben.

2. Physikalische Therapiemaßnahmen. Regelmäßige Bewegung wird von Experten als Hauptbehandlung für Spondylitis empfohlen. Angemessen dosiert und korrekt ausgewählt, bewahrt die körperliche Belastung bei Spondylitis nicht nur die Flexibilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule, sondern korrigiert auch die Fehlhaltung und vermeidet mögliche schwerwiegende Komplikationen.

3. Wärmetherapie (Aufwärmen). Das Aufwärmen von Gelenken und Muskelgewebe bei Spondylitis verringert das Schmerzgefühl und die Steifigkeit wirksam. Die Anwendung von Überwärmungsbädern führt zu einer reflektorischen Schwächung der Muskulatur, was ohne den Einsatz schmerzstillender Medikamente eine erfolgreiche Linderung der Schmerzen ermöglicht.

4. Bei Spondylitis im besonders schweren Stadium wird auf chirurgische Operationen zurückgegriffen.

Ob Sie sollten wissen:

In die Arbeitszeit verbraucht unser Gehirn eine Energiemenge, die der Leistung einer Glühbirne mit 10 Watt entspricht. Daher ist die Annahme, dass das Licht über dem Kopf zum Zeitpunkt des Entstehens interessanter Gedanken nicht weit von der Wahrheit entfernt sei, irreführend.


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