Steviolglykoside

Steviolglykosid – Der Wirkstoff, der in den Blättern der Stevia-Pflanze enthalten ist. Dieses Glykosid zeichnet sich durch einen intensiven Süßgeschmack aus, weshalb es häufig als Süßstoff eingesetzt wird. Steviosid kommt in den Blättern der Stevia-Pflanze vor intensiven süßen Geschmack bekannt, infolge wessen es in der Qualität podslastitelja verwenden.

Getrocknete Blätter und Wasserextrakte aus Stevia wurden über Jahrzehnte in vielen Ländern, insbesondere in Lateinamerika und Asien (Japan, China), als Süßmittel verwendet. Das Steviolglykosid wurde 1931 von den französischen Chemikern M. Bridelem und R. Lawrejems entdeckt. Steviolglykoside sind etwa 300-mal süßer als Zuckerrohrzucker. Sie werden durch Extraktion der Stevia-Blätter mit Wasser gewonnen.

Steviolglykoside sind thermostabil, pH-stabil und nicht fermentierbar. Darüber hinaus erhöhen sie den glykämischen Index beim Eintritt in den Organismus nicht, was ihre Attraktivität als natürliche Süßstoffe für Diabetiker sowie für Personen macht, die eine kohlenhydratarme Ernährung verfolgen.

Eigenschaften des Steviolglykosids

Steviolglykoside sind hitze-, säure- und basenstabil; sie lösen sich in Wasser zu einem weißen Pulver auf. Die molekulare Formel der Steviolglykoside lautet C38H60O18, die molare Masse beträgt 804,8722 ± 0,04 g/mol, der Schmelzpunkt liegt bei 198 °C und die Löslichkeit bei 1250 mg/l.

Anwendung von Steviolglykosiden

In der Lebensmittelindustrie wird Steviolglykosid als Nahrungsergänzungsmittel (E-Nummer E960) eingesetzt, um eine Süßungsfunktion zu erfüllen.

In der Lebensmittelherstellung werden Steviolglykoside als Süßstoffe für Konditoreiwaren, Backwaren, Liköre, Milchprodukte, Säfte und alkoholfreie Getränke sowie für Mayonnaisen, Ketchups, Fruchtkonserven und in der Sporternährung eingesetzt.

In der Medizin wird Steviolglycosid zur Behandlung von Diabetes, Adipositas, arterieller Hypertonie und gastroösophagealer Refluxkrankheit eingesetzt. Zudem kann es den Harnsäurespiegel senken sowie die Regeneration geschädigter Herzmuskelgewebe unterstützen.

Einige Studien deuten darauf hin, dass eine tägliche Einnahme von 750 bis 1500 Milligramm Steviolglycosid den systolischen und diastolischen Blutdruck innerhalb einer Woche nach Beginn der Anwendung um 10–14 mm Hg senkt. Dennoch zeigen andere Studien, dass die Aufnahme von Steviolglycosiden in Dosen bis zu 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht bei Patienten mit arterieller Hypertonie keine wesentliche Blutdrucksenkung bewirkt. Steviosid in der Packung vor, dass die Aufnahme stewiosida in der Dosis bis zu 15 Milligramme auf kg zur wesentlichen Senkung des arteriellen Blutdrucks bei den Patienten mit dem hohen arteriellen Blutdruck im Tag nicht bringt.

Außerdem kann eine tägliche Einnahme von 1000 Milligramm Steviolglycosiden nach dem Essen den Blutzuckerspiegel bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 um bis zu 18 % senken. Andererseits deuten weitere Studien darauf hin, dass eine dreimalige tägliche Einnahme von 250 Milligramm Steviolglycosiden über drei Monate keinen wesentlichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 hat.

Mögliche Nebenwirkungen von Steviolglycosiden

Stevioside gelten als sicher für die Anwendung als Süßstoff in Lebensmitteln bei Dosierungen bis zu 1500 Milligramm pro Tag über einen Zeitraum von zwei Jahren. Nach Berichten können Stevioside gelegentlich Blähungen oder Übelkeit verursachen. Zudem deuten Studien darauf hin, dass Schwindel, Muskelschmerzen und Taubheitsgefühle auftreten können.

Die Anwendung von Steviosiden sollte nicht mit lithiumhaltigen Tabletten kombiniert werden. Auch ist eine Kombination von Steviosiden mit blutzuckersenkenden Medikamenten wie Glimperid, Glibenklamid, Insulin, Pioglitazon, Rosiglitazon, Chlorpropamid, Glipisid, Tolbutamid und anderen nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Einnahme von Steviolglycosiden mit antihypertensiven Medikamenten wie Captopril, Enalapril, Losartan, Valsartan, Diltiazem, Amlodipin, Hydrochlorothiazid und Furosemid kann zu einer übermäßigen Senkung des arteriellen Blutdrucks führen.

Kontraindikationen

Eine Kontraindikation für Steviolglycoside ist die Schwangerschaft sowie die Stillzeit, da der Einfluss dieser Zusatzstoffe auf den Organismus in diesen Zuständen noch nicht ausreichend erforscht ist. Zudem stellt eine Allergie gegen Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) eine Kontraindikation dar; diese Familie umfasst unter anderem Ambrosie, Chrysanthemen, Studentenblumen und Gänseblümchen.

Steviolglycoside sollten bei niedrigem arteriellen Blutdruck mit Vorsicht eingesetzt werden, da sie den Blutdruck weiter senken können.

Ob Dazu gehören:

Im Laufe eines durchschnittlichen menschlichen Lebens entstehen bei beiden Geschlechtern statistisch gesehen in etwa gleich viele Nierensteine.


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