Stärkylidose

Allgemeine Informationen zur Erkrankung

Symptome der Strongyloidose unter der Haut

Die Strongyloidose ist eine chronische Infektion, die sich durch verschiedene Pathologien des Gastrointestinaltrakts manifestiert. Der Erreger – das Fadenwurm (Strongyloides stercoralis) – wurde erstmals 1876 vom französischen Arzt Normand aus den Fäkalien gesunder Menschen isoliert. In den nachfolgenden Jahrzehnten war die Strongyloidose zwar gut erforscht, doch in jüngster Zeit ist das Interesse an dieser Krankheit deutlich gewachsen, da sie sich häufig bei immunsupprimierten Patienten (z. B. AIDS-Patienten) findet.

Eine Quelle der Strongyloidose ist stets der Mensch; genauer gesagt gelangen die Eier über seine Fäkalien in die Umwelt. Im Boden schlüpfen aus den Eiern Larven, die dann entweder perkutan auf einen neuen Träger übertragen werden oder durch den Verzehr verseuchter Lebensmittel. Sowohl im ersten als auch im zweiten Fall wandern die Parasiten in Magen und Darmkanal ein, wo die Weibchen neue Eier ablegen. In der Regel führt eine Analyse (die Strongyloidose lässt sich nach Stuhlproben relativ genau klären) das Vorhandensein der Erreger im Bereich der Drüsen des Zwölffingerdarms auf; bei fehlender Behandlung breitet sich die Infektion jedoch aus und erfasst neue Areale, wobei sie nicht selten den gesamten Dünndarm sowie sogar den Pylorusbereich des Magens einnimmt.

Symptome der Strongyloidose

Da die Parasiten in unterschiedlichsten Organen und Geweben lokalisiert sind, weisen die klinischen Erscheinungsformen der Strongyloidose ein sehr breites Spektrum auf. Der Krankheitsverlauf verläuft in den ersten zwei bis drei Wochen oft unspezifisch und bleibt tatsächlich symptomfrei. Die ersten alarmierenden Symptome treten erst nach Abschluss der Inkubationsperiode auf und können sich über mehrere Jahre halten, wobei Remissionen durch akute Verschärfungen ersetzt werden können.

Zu den Symptomen der Strongyloidose gehören:

  • Allergische Reaktionen manifestieren sich als Hautausschläge sowie Quaddelbildungen in rötlicher bis roter Färbung.
  • Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen.
  • Erhöhung der Blutgerinnungsrate (Sedimentationsrate)
  • Erhöhung des Eosinophilenspiegels im Blut
  • Bauchschmerzen
  • anhaltende Diarrhöe
  • Ikterus der Haut und des Skleras (nicht immer sichtbar)

Die Hauteffloreszenzen bei der Strongyloidose halten sich 2–3 Tage, danach verschwinden sie spurlos. Bei der Diagnose einer Strongyloidose treten die Hautsymptome mehrmals im Jahr auf, was mit der Migration der Parasiten ins Blut zusammenhängt. In den Verschlechterungsphasen beklagen Patientinnen Schwindel, Schlafstörungen und Schwäche. Manchmal werden Lungenpathologien hinzugefügt, die durch das Austritt der Larven in die Bronchialschleimhaut bedingt sind.

Bei Übergang der Erkrankung in eine chronische Form ändert sich das Krankheitsbild. Je nach Erscheinungsformen unterscheiden Ärzte häufiger Formen der Strongyloidose:

  • Die Duodenalform unterscheidet sich durch den langsamen Verlauf, stumpfe quälende Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Bei Untersuchungen (Röntgen, Ultraschall) zeigen sich Veränderungen der Gallenblase;
  • Die Magen-Enteralf orm wird durch offensichtliche Zeichen einer Verdauungsstörung gekennzeichnet: anhaltende Verstopfung oder im Gegenteil ungebremste Durchfälle. Im Stuhl werden Blut- und Schleimanteile beobachtet; die Zunge der Patienten ist belegt.
  • Bei der neuro-allergischen Form der Strongyloidose treten auf der Haut stark juckende Effloreszenzen auf, die rasch verschwinden. Parallel dazu können sich im Verlauf des Krankheitsgeschehens Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Schwäche einstellen.
  • Lungenform: Hier wird der Erreger im Atemsystem lokalisiert und provoziert verschiedene Lungenerkrankungen.

Trotz der Vielzahl an Formen tritt in der medizinischen Praxis die gemischte Strongyloidose am häufigsten auf. Ihre Symptome kombinieren Hauptinfektionen aller lebenswichtigen Systeme des Organismus, wobei bei Menschen mit geschwächter Immunität stärkste destruktive Prozesse beobachtet werden.

Die Strongyloidose – Behandlung der Erkrankung

Tabletten zur Behandlung der Strongyloidose

Als Standardpräparate kommen Mibol (Mebendazol) und Albendazol zum Einsatz. Die Therapiedauer beträgt einige Tage, woraufhin beim Patienten erneute Analysen zur Überprüfung des Genesungsprozesses durchgeführt werden. Zur Linderung der ausgeprägtesten Krankheitszeichen werden symptomatische Mittel eingesetzt.

Prophylaxe der Strongyloidose

Die Prophylaxe der Strongyloidose zielt auf eine frühzeitige Erkennung bei Patientinnen sowie auf die Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Fäkalien ab. Zur Desinfektion der Fäkalienmassen wird Chlorkalk verwendet; zudem sollte der Boden mit Hilfe des Pestizids Karbation und verschiedener Dünger (phosphat-, stickstoff- und kaliumhaltig) gereinigt werden. Eine Beachtung der persönlichen Hygiene ist unerlässlich: Es ist ratsam, das Barfußgehen im Freien zu vermeiden, um eine Verschmutzung der Haut durch Erde zu verhindern; Gemüse, Früchte und Beeren sollten gründlich gewaschen werden. Für Arbeiten auf dem Hofgelände empfiehlt es sich, spezielle Handschuhe zu verwenden und die Hände vor der Nahrungsaufnahme zu waschen.

Ob Wissen Sie das?

Bei 5 % der Patientinnen führt das Antidepressivum Klomipramin zu einem Orgasmus.


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