Der Zerebral-Typhus

Kurze Charakteristik der Krankheit

Der Zerebral-Typhus gehört zur Kategorie der scharf ansteckenden Infektionen (Anthroposen). Flecktyphus – eine Infektionskrankheit Er wird mit der starken Intoxikation des Organismus, den fieberigen Zuständen, der Infektion kardiovaskulär, nervös und anderer lebenswichtiger Systeme des Organismus charakterisiert.

Der Erreger des epidemischen Flecktyphus ist die Rickettsia prowazeki. Sie dringt durch die Hautdecken in den menschlichen Körper ein. Die ursprüngliche Ansammlung der schädigenden Mikroorganismen erfolgt in den Lymphknoten, danach breiten sie sich im Blutsystem aus und befallen andere Organe. Die schwersten Komplikationen beim Flecktyphus betreffen vor allem die Funktion des Gehirns, der Nebennieren und des Herzmuskels.

Epidemiologie der Infektion

Der Träger der Erreger des epidemischen Flecktyphus ist der infizierte Mensch; die Überträger sind Kopf- und Plattläuse, die sich unter hygienewidrigen Bedingungen schnell fortpflanzen. Aus diesem Grund wird das epidemische Zerebral-Typhus oft als „Militärfieber" bezeichnet, doch diese Infektion litt an Soldaten über Jahrtausende, da sie nicht in der Lage waren, sich häufig zu waschen. Der Mechanismus der Übertragung des Flecktyphus ist äußerst einfach: Die Läuse übertragen den Erreger auf den Körper eines neuen Trägers und spritzen beim Biss große Mengen Rickettsien aus, die beim Kämmen noch tiefer in die Haut eindringen. Der schnelle Vertrieb der Läuse sowie die kurze Inkubationsperiode führen häufig zu Epidemien; jedoch wurden auf dem Territorium der Russischen Föderation Ausbrüche dieser Infektion seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht registriert. Dies erklärt teilweise die erfolgreiche Prophylaxe des Flecktyphus und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität einfacher Menschen.

Symptome des Flecktyphus und das Krankheitsbild

Der epidemische Zerebral-Typhus beginnt akut. Innerhalb weniger Tage steigt die Körpertemperatur des Patienten auf kritische Werte an. Patientinnen mit Flecktyphus leiden unter starker Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und häufigem Erbrechen. Manchmal treten bei ihnen psychoneurologische Störungen auf, die sich in Bewusstseinsstörungen und Euphorien äußern. Die Haut der infizierten Menschen ist gerötet; die Gefäßinjektion der Skleren ist deutlich sichtbar. Bereits in den ersten Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome des Flecktyphus zeigen Patientinnen Herzprobleme: Der Zerebral-Typhus führt zu Hypotonie, ausgeprägter Tachykardie und Unterbrechungen des Herzrhythmus.

Bei Palpation der medialen Organe bei den Patientinnen vom Flecktyphus findet sich eine Hepatomegalie sowie eine Splenomegalie. In einigen Fällen wird die Entwicklung des Flecktyphus von einer Unterdrückung motorischer Reflexe begleitet. Der Urin wird buchstäblich tropfenweise abgeschieden, was den Menschen starke Leiden zufügt und seinen psychologischen Zustand verschlimmert.

Am 5.–6. Krankheitstag erscheint auf der Haut der Erkrankten die charakteristische Blüte. Ihre dichtesten Ansammlungen werden an den lateralen Oberflächen des Rumpfes und der Gliedmaßen beobachtet. Der schwere Krankheitsverlauf trägt zur Verbreitung der Effloreszenzen auf den gesamten Körper sowie den Hals bei und kann zur Entwicklung eines Meningealsyndroms führen. Bei adäquater Behandlung wird der epidemische Zerebralflecktyphus vollständig innerhalb von 1–2 Wochen nach dem Erscheinen der ersten Symptome geheilt.

Die Diagnostik des Flecktyphus

Zur Errichtung einer korrekten Diagnose des Flecktyphus verwenden Experten differentialdiagnostische und labormedizinische Methoden. Für den ersten Fall muss der Arzt die Symptome des Typhus von ähnlichen Erscheinungsformen anderer Krankheiten – wie Influenza, Pneumonie, Masern, Syphilis, Meningokokkeninfektion und Sepsis – abgrenzen. Zur Aufspürung von Parasiten im Blut werden serologische Analysen verwendet. Nur zu beachten ist, dass positive Ergebnisse nicht früher als zwei Wochen nach dem Beginn der Erkrankung erwartet werden können.

Die möglichen Komplikationen

Da bei der Diagnose des Flecktyphus Symptome einer Infektion des Herzens, der Lungen und des zentralnervösen Systems vorliegen, werden die Komplikationen primär in diesen Organen lokalisiert. Gefährlichste davon ist eine Niereninsuffizienz sowie ein toxischer Schock. Zudem sind die Entwicklung von Pneumonie, Thromboembolie und Thrombophlebitiden möglich.

Die Behandlung des Flecktyphus

Unverzichtbare Tabletten bei der Behandlung des Flecktyphus

Bei Verdacht auf epidemischen Zerebralflecktyphus unterliegen Patientinnen einer unverzüglichen stationären Aufnahme. Ihnen wird Bettruhe verordnet, die bis zu jenem Zeitpunkt erhalten bleibt, bis beim Patienten die normale Temperatur im Verlauf mindestens 5–6 Tage fixiert ist. Zum kranken Flecktyphus werden Präparate der Tetracyclin-Reihe sowie Levomizitin verabreicht. Gleichzeitig wird eine kausale Desintoxikationstherapie mittels Infusionslösungen durchgeführt.

Die Prophylaxe des Flecktyphus

Die Hauptmaßnahmen der Prophylaxe des Flecktyphus sind die Registrierung von Pedikulose-Fällen, die stationäre Aufnahme von Patientinnen mit Fieber unklarer Ätiologie und termingemäße serologische Untersuchungen gerichtet. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Kinderkollektive sowie Personen, die in Wohnheimen wohnen. Bei Verdacht auf Flecktyphus unterliegen Patientinnen einer Isolierung mit Desinfektion und Desinsektion ihrer persönlichen Sachen.

Ob Wissen Sie das?

Jeder Mensch hat nicht nur einzigartige Fingerabdrücke, sondern auch auf der Zunge.


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