Die Vagotomie

Vagotomie (vagotomia; anatomisch nervus vagus – der umherschweifende Nerv + griech. tome – der Schnitt, die Durchtrennung): Eine chirurgische Operation zur Behandlung der Ulkuskrankheit, bei der der Vagusnerv oder einige seiner Äste durchschnitten werden.

Arten der Vagotomie:

  • Selektiv (selectiva; Synonym: selektive Vagotomie): Eine vagale Operation, bei der alle Magenäste durchtrennt werden, mit Ausnahme der Äste, die zum Plexus coeliacus und zur Leber führen; erfolgt durch tiefe Pfortöffnungen.
  • Selektiv proximal (selectiva proximalis): Die selektive Vagotomie, bei der ausschließlich die Äste des Vagusnervs, die zu den oberen Magenabschnitten ziehen, durchtrennt werden;
  • Trunkuläre Vagotomie (vagotomia truncularis; Synonym): Eine Form der Vagotomie, bei der das Kreuzungsbündel des Vagusnervs bis zur Abzweigung über dem Zwerchfell durchschnitten wird. Diese Methode bewirkt eine Denervation aller Organe in der Bauchhöhle.
Ob Sie wissen:

In Großbritannien existiert ein Gesetz, wonach Chirurgen eine Operation an einem Patienten unterlassen können, wenn dieser raucht oder Übergewicht hat. Der Mensch soll auf schädliche Gewohnheiten auch in diesem Fall verzichten; ihm wird die operative Intervention nicht auferlegt.


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