Vitamin B1

Das Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin, das zur Deckung eines Mangels im Körper sowie zur Behandlung einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt wird. Thiamin-Kapseln

Der pharmakologische Effekt des Thiamins

Im Organismus wird Thiamin in Coenzym Kokarboxylase umgewandelt; dieses bildet zahlreiche Fermente, die biochemische Reaktionen katalysieren. Über das Coenzym erfüllt das Vitamin eine wichtige Rolle im Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Durch diese Regulation des Stoffwechsels übt es einen positiven Einfluss auf den Gesamtorganismus bei verschiedenen pathologischen Prozessen aus.

Eine Besonderheit von Thiamin ist seine Fähigkeit, die Übertragung der nervösen Erregung in den Synapsen zu beeinflussen und zu verbessern. Dies geschieht durch eine Veränderung der Membranpolarisation an der Nerven-Muskel-Verbindung; dabei zeigt es einen mäßigenden Effekt auf die ganglienblockierende Wirkung. Zudem schützt Aneurin Zellen vor Zerstörung durch Sauerstoffradikale, womit es antioxidative Eigenschaften besitzt.

Nach dem Eintritt ins Blut verteilt sich das Präparat weitgehend im Gewebe, wobei ein Teil in die Muskulatur gelangt. Der Abbau erfolgt über den Stuhl und den Urin. Da das Vitamin wasserlöslich ist, kann es nicht im Körper gespeichert werden und wird bei Überschuss schnell ausgeschieden.

Die Darreichungsform

Nach der Packungsbeilage wird Thiamin als Lösung für Injektionen sowie in Form von Kapseln und Tabletten verabreicht.

Hinweise zur Anwendung des Thiamins

Thiamin wird nach der Packungsbeilage zur Deckung eines Mangels im Körper bei erhöhtem Bedarf, unzureichender Zufuhr oder exzessivem Verlust sowie zur Behandlung bestimmter Erkrankungen eingesetzt.

Ein unzureichender Gehalt an Thiamin wird als Vitamin-B1-Mangel bezeichnet, während seine vollständige Abwesenheit als Beriberi (die Krankheit mit Lähmungen) definiert ist.

Das Präparat wird in die Behandlungsschemata bei Neuropathien, Polyneuropathien, Radikulitis, peripherer Parese und Neuralgien einbezogen.

In der Dermatologie wird das Aneurin (Vitamin B1) bei neurogenen Dermatosen, Hautjucken, Pyodermie, Psoriasis sowie Ekzemen eingesetzt.

Das Thiamin hat sich in komplexen Behandlungsschemata bei Erkrankungen des Verdauungssystems – wie Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren, Darmatonie sowie Lebererkrankungen – bewährt.

Bei langdauernder körperlicher und psychischer Überanstrengung, während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei hämodialysierten Patienten wird die Thiaminversorgung deutlich erhöht; eine parenterale Substitution ist erforderlich.

Kontraindikationen

Das Thiamin darf gemäß den Anweisungen nicht in einer Dosierung verabreicht werden, wenn es zuvor registriert wurde (Hinweis: Der russische Begriff „neperenossimosti" bezieht sich auf eine spezifische Dosierungsform oder -grenze).

Anwendungshinweise für Thiamin

Die Verabreichungswege des Präparats variieren: peroral sowie parenteral (intramuskulär, subkutan, intravenös). Thiamin-Injektionslösung

Für die orale Gabe von Thiaminchlorid beträgt die Erwachsenendosis 10 mg einmal bis dreimal täglich; bei Kindern ab dem dritten Lebensjahr werden 5 mg pro Tag gegeben, im Alter zwischen drei und acht Jahren 5 mg dreimal täglich über einen Zeitraum von 30 Tagen.

Bei Bedarf an einer schnelleren Thiaminversorgung wird der parenterale Weg gewählt: Das Präparat wird einem Erwachsenen einmal täglich mit 1 ml und Kindern mit 0,5 ml injiziert; die Behandlungsdauer umfasst 10 bis 30 Injektionen. Parenterale Injektionen sind bei bestimmten Erkrankungen indiziert (Hinweis: Der russische Ausdruck „niedrig rn" deutet auf eine spezifische Indikationsgruppe hin).

Aneurine (Vitamin B6 und B12) dürfen nicht gleichzeitig parenteral verabreicht werden, da dies ihren therapeutischen Effekt verringert und das Risiko allergischer Reaktionen erhöht; die gleichzeitige Anwendung von Thiamin und Nikotinsäure in einer Spritze ist unmöglich.

Nebeneffekte

Nach klinischen Studien wird Thiamin gut vertragen, kann jedoch gelegentlich allergische Reaktionen wie Nesselsucht, Angioödem oder Pruritus auslösen; ein anaphylaktischer Schock tritt sehr selten auf und manifestiert sich bei parenteraler Gabe häufiger als bei oraler Aufnahme. Zudem können Schwindelgefühle und eine Beschleunigung des Herzschlags auftreten.

Ob Wissen Sie das?

Das menschliche Gehirn verbraucht in der Arbeitszeit eine Energiemenge, die etwa 10 Watt entspricht; daher ist die Verwendung einer Glühbirne über dem Kopf zum Zeitpunkt interessanter Gedanken nicht signifikant von der Realität entfernt.


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