Vitamin A, auch als Retinol bezeichnet, ist ein fettlösliches Antioxidans. Es wurde 1913 erstmals entdeckt und entsprechend dem ersten Buchstaben des lateinischen Alphabets benannt. Zum ersten Mal konnte Vitamin A aus der Karotte gewonnen werden – daher heißen alle Vitamine dieser Gruppe Carotinoide (vom englischen Wort „carrot"). Carotinoide sind in Pilzen, Fleisch enthalten; beim Eintritt in den Organismus wandeln sie sich in Vitamin A um.
Die besten Quellen für Vitamin A sind Leber und Fischtran. Anschließend folgen Eigelb, Butter, ganze (nicht abgerahmte) Milch und Sahne. Zu den pflanzlichen Lieferanten des Vitamins gehören gelbes und grünes Gemüse (Karotten, Paprika, Kürbis, Spinat, Schnittlauch, Petersilie), Aprikosen, Pfirsiche, Äpfel, Wassermelonen, Melone, Weintrauben, Süßkirschen, Hagebutten sowie Bohnen (Erbsen und Sojabohnen). Zudem enthalten einige medizinische Kräuter Vitamin A: Fenchel, Schachtelhalm, Hopfen, Limonnik, Brennnessel, Minze, Himbeerblätter, Salbei und Sauerampfer.
Vitamin A in Lebensmitteln tierischer Herkunft wird durch Fischtran, Kaviar, Rinderleber, Butter, Margarine, Vollmilch, saure Sahne, Quark und Käse geliefert.
Der Einfluss von Vitamin A auf den menschlichen Organismus ist erheblich. Es beteiligt sich intensiv an oxidativen Wiederaufbauprozessen, trägt zur Regulation der Proteinsynthese, zum normalen Funktionieren des Stoffwechsels, zur Ausführung der Funktionen subzellulärer und Zellmembranen sowie zur Bildung von Zähnen und Knochen bei gleichzeitig fettigen Ablagerungen bei. Vitamin A ist für die vollständige Größe neuer Gewebe im Organismus notwendig und verzögert Alterungsprozesse. Zudem ist es ein unverzichtbares Element, das das normale Funktionieren der Immunsysteme des Menschen gewährleistet.
Eine ausreichende Zufuhr von Retinol ermöglicht eine Steigerung der Abwehrfunktion der Schleimhäute sowie die Aktivität von Leukozyten und anderen Komponenten der unspezifischen Immunität. Diese Substanz schützt unseren Organismus vor Infektionen, Erkältungen, Influenza und Erkrankungen des Urogenitalsystems sowie des Sehapparats. Das Vorhandensein ausreichender Mengen an Vitamin A im Blut von Kindern aus entwickelten Ländern erklärt die Tatsache, dass sie Infektionskrankheiten wie Windpocken und Masern leichter überstehen, während in Ländern mit niedrigem Lebensstandard die Sterblichkeit bei vermeintlich harmlosen Kinderkrankheiten weit verbreitet ist.
Vitamin A oder seine synthetischen Analoga – Retinoide – sind ein unverzichtbarer Bestandteil aller kosmetischen Mittel, die auf die Wiederherstellung der Strukturen gerichtet sind, aus denen Schleimhäute und Haut bestehen. Das Vitamin wird als Medikament zur Behandlung von Hautkrankheiten verschiedener ätiologischer Pathogenesen (Psoriasis, Akne, Pickel) eingesetzt. Bei Sonnenbrand fördert Vitamin A die Kollagenproduktion, beschleunigt Regenerationsprozesse und verringert das Risiko einer Infektion.
Als starkes Antioxidans ist Vitamin A ein wirksames prophylaktisches Mittel gegen Krebserkrankungen; es schützt Zellmembranen vor der zerstörenden Wirkung freier Sauerstoffradikale und polyungesättigter Fettsäuren. Darüber hinaus wirkt sich Retinol auch auf das kardiovaskuläre System aus, indem es die Entstehung von Herzkrankheiten verhindert und den Spiegel des „guten“ Cholesterins im Blut erhöht.
Carotinoide – insbesondere Sehsanserin und Lutein – spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz unserer Augen, indem sie das Risiko für Katarakt und Makuladegeneration verringern.
Nach den Forschungsergebnissen kann kein Nahrungsmittel einen bestehenden Vitamin-A-Mangel im Organismus vollständig ausgleichen; daher ist eine zusätzliche Einnahme notwendig, um das Defizit zu beheben. Eine empfohlene zirkadiane Dosierung von Vitamin A beträgt:
Bei Erkrankungen, die mit einem Mangel an Retinol im Organismus verbunden sind, kann die zirkadiane Dosierung von Vitamin A auf bis zu 10.000 IE erhöht werden. Es wird jedoch nicht empfohlen, dass schwangere Frauen mehr als 6000 IE pro Tag einnehmen, da hohe Mengen an Retinol teratogene Effekte auf die intrauterine Entwicklung des Fötus auslösen können.
Die Einnahme von Vitamin A sollte bei Patienten mit asthmatischen Erscheinungsformen allergischer Erkrankungen vorsichtig erfolgen. Zudem ist die Anwendung von Retinol für Menschen zu vermeiden, die an einer Hypothyreose leiden.
Die Anwendung von Retinol ist indiziert bei:
Vitamin A ist zudem ein Bestandteil der komplexen Therapie bei der Behandlung von:
Ein Retinol-Defizit wird durch einen Serumvitamin-A-Gehalt unter 0,35 µmol/l charakterisiert. Klinisch bedeutsame Symptome des Vitamin-A-Mangels im Organismus sind:
Ursachen für Vitamin-A-Mangel im Organismus:
Symptome der Retinol-Überdosierung ähneln denen des Vitamin-A-Mangels.
Nach medizinischen Forschungen führt die Kombination von Vitamin A mit Alkohol zu einer stärkeren Schädigung der Leber als bei der Aufnahme eines alkoholischen Getränks allein. Diese Tatsache ist beim Konsum von Präparaten, die Alkohol enthalten, zu beachten.
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