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Die 10. Schwangerschaftswoche

In der 10. Schwangerschaftswoche beträgt das Alter des Fötus acht Wochen ab dem Zeitpunkt der Empfängnis. Mit Beginn dieser Woche wird die zweite Krisenphase der Wechselbeziehungen im System 'Mutter–Fötus' überwunden. На 10 неделе беременности у плода размножаются нервные клетки головного мозга

Veränderungen des Fötus

In der 10. Schwangerschaftswoche misst das Embryo etwa 35 bis 40 Millimeter in der Länge und wiegt rund 5 Gramm – vergleichbar mit einer kleinen Aprikose. Der Kopf bildet bereits annähernd die Hälfte der Körperlänge, während der Schwanz vollständig verschwunden ist und sich in einen kopfartigen (cephaloiden) Zustand verwandelt hat.

Die Herzfrequenz des Embryos beträgt in der 10. Schwangerschaftswoche etwa 150 bis 160 Schläge pro Minute, was annähernd dem Wert eines Neugeborenen entspricht.

In dieser Woche sind Hände und Beine des Embryos bereits ausgebildet; Knie- und Ellenbogengelenke lassen sich unterscheiden. Die Frucht bewegt sich nun deutlich aktiver, ihre Bewegungen werden vielfältiger, wenngleich sie von der Mutter noch nicht wahrgenommen werden können. Das Gesicht entwickelt Mimik: Der Embryo öffnet und schließt den Mund, nähert die Hände dem Gesicht, kräuselt die Lippen und macht Grimassen; Finger werden in den Mund gesteckt.

Das Haar auf dem Kopf des zukünftigen Kindes ist noch nicht vorhanden, doch bereits jetzt bildet sich eine feine Behaarung namens Lanugo, die den Körper bedeckt.

In der 10. Schwangerschaftswoche findet eine intensive Vermehrung der Nervenzellen im Gehirn statt; das gesamte Nervensystem ist zu diesem Zeitpunkt bereits in zentrales und peripheres System unterteilt. Bereits jetzt lassen sich elektrische Potentiale des Fruchtgehirns registrieren, die auf seine Aktivität hinweisen.

In Woche 10 entwickelt sich das Immun- und Lymphsystem sowie der Darmkanal tatsächlich bereits vollständig. Die äußeren Geschlechtsorgane beginnen zwar zu entstehen, doch lässt sich in dieser Schwangerschaftswoche noch kein Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Föten feststellen. Die sexuellen Drüsen produzieren nun erstmals Hormone.

Veränderungen im Organismus der Frau in der 10. Schwangerschaftswoche.

In der 10. Schwangerschaftswoche nimmt die Intensität einer frühzeitigen Toxämie – manifestiert durch Übelkeit, Erbrechen und vermehrte Speichelsekretion – deutlich ab. Der Mutterorganismus und die Frucht haben sich nahezu vollständig auf eine gemeinsame Existenz eingestellt. Dennoch können Schwäche, rasche Ermüdung, Aufmerksamkeitsdefizite und Stimmungsschwankungen weiterhin bestehen bleiben.

In der 10. Schwangerschaftswoche ist der Bauch noch nicht abgerundet; dennoch entspricht das Mutterleibchen bereits etwa den Abmessungen einer Grapefruit und kann im Beckenbereich Druck ausüben. Häufige Begleiterscheinungen sind ein beschleunigtes Wasserlassen sowie Verstopfungen. Diese Erscheinungen sind jedoch vorübergehend und klingen ab, sobald der Mutterleib weiter wächst und sich aus dem Becken herausentwickelt.

In der 10. Schwangerschaftswoche entwickelt sich bei manchen Frauen ein schmaler, dunkler Streifen auf dem Unterbauch, der von der Scham bis zum Nabel verläuft.

Bei einer ausgeprägten Schwangerschaftstoxikose kann das Gewicht in der 10. Schwangerschaftswoche vorübergehend abnehmen; meist beginnt jedoch ab diesem Zeitpunkt eine Gewichtszunahme von etwa 2 bis 3 Kilogramm pro Monat. Während der Schwangerschaft steigt das Körpergewicht nicht nur durch die Vergrößerung der Gebärmutter, den Wachstum des Fötus und die Ansammlung der Fruchtwässer an, sondern auch durch die Zunahme des Fettgewebes in Bauch- und Brustregionen. Der Organismus bereitet sich auf die spätere Stillphase vor, indem er Nährstoffe für die zukünftige Muttermilch speichert. Размер плода на 10 неделе беременности - 35-40 мм

Sekretionen in der 10. Schwangerschaftswoche sollten keine Besorgnis auslösen, wenn sie gelblich oder weißlich sind und keinen unangenehmen Geruch aufweisen. Treten jedoch reichliche Sekrete ein, die von Juckreiz oder Brennen begleitet werden, kann dies auf eine Scheidenpilzinfektion (Candidose) hindeuten. Diese Infektion ist in der Schwangerschaft relativ häufig und wird durch hormonelle Umstellungen, Verschiebungen im Säure-Basen-Gleichgewicht sowie eine vorübergehende Abschwächung des Immunsystems begünstigt. Bei Verdacht auf eine Scheidenpilzinfektion sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, da bestimmte Medikamente während der Schwangerschaft das Ungeborene schädigen können.

Schmerzen, die in der 10. Schwangerschaftswoche auftreten, sollten die Schwangere alarmieren. Begleitet sind sie von lauten Geräuschen und Sekreten; dies könnte ein Anzeichen für den beginnenden Austrieb sein.

Die Untersuchung erfolgt in der 10. Schwangerschaftswoche.

In der Regel werden Ultraschalluntersuchungen (USI) in der 10. Schwangerschaftswoche durchgeführt, um Frauen im Rahmen von Screening-Programmen zu untersuchen. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf dient eine erste Ultraschalluntersuchung dazu, die Anzahl der Fruchtblasen, Bewegungen und Herzschläge des Embryos festzustellen sowie grobe Entwicklungsabnormalitäten oder Fehlbildungen zu erkennen. Das Erkennen von Unvereinbarkeiten mit dem Leben kann bereits in dieser frühen Phase eine Entscheidung für eine Schwangerschaftsunterbrechung rechtfertigen. Eine USI in der 10. Woche bestätigt die Vitalität des Embryos und gibt Auskunft über das ungefähre Gestationsalter.

In der 10. Schwangerschaftswoche ist eine wichtige Untersuchung die Analyse des Blutes auf Zucker. Diese sollte unbedingt nüchtern durchgeführt werden. Es ist besonders wichtig, diese Blutuntersuchung bei Schwangeren durchzuführen, insbesondere wenn Übergewicht oder erblich bedingte Diabetesrisiken vorliegen. Die Schwangerschaft stellt eine erhebliche Belastung für alle Organfunktionen des weiblichen Körpers dar und es kommt nicht selten vor, dass Frauen aus Risikogruppen gerade in dieser Phase erstmals an Diabetes erkranken.

 
 
Ob Sie, dass wissen:

Die Zahnmediziner tauchten relativ spät auf. Bis ins 19. Jahrhundert gehörte es zum Aufgabenbereich des gewöhnlichen Barbiers, kranke Zähne zu ziehen.