Hortensie

Aronia melanocarpa Hortensie (oder Vogelbeere, russisch: tschernoplodnaja) – ein Gebüsch aus der Familie der Rosengewächse. Für therapeutische und prophylaktische Zwecke werden frische, getrocknete oder gefrorene Früchte sowie daraus hergestellte Lebensmittel wie Marmelade, Konfitüre, Gelee, Sukkaden, Saft, Kompott oder Tinktur verwendet.

Chemische Zusammensetzung

Das Interesse an der Medizin wecken die Aronien-Beeren mit ihrem adstringierenden, süß-sauren Geschmack. In ihnen sind enthalten: Phenolcarbonsäuren und Flavonoide, Zellstoff, Pektin, Laktoflavin sowie Mineralstoffe wie Magnesium (Mg), Phosphor (P), Eisen (Fe), Molybdän, Kupfer, Mangan und Jod. Zudem finden sich Gerbstoffe, die den Beeren eine adstringierende Eigenschaft verleihen, sowie das Glykosid Amygdalin.

Nützliche Eigenschaften

Die frischen Früchte des Gebüsches werden als Vitaminpräparat eingesetzt. Der Saft stärkt die Blutgefäßwände, verringert emotionale Unausgeglichenheit und reguliert die Prozesse der Hemmung und Erregung im Gehirn.

Die Beeren werden im September bis Oktober geerntet. Die Früchte können frisch bei Temperaturen von bis zu +5 °C über zwei Monate gelagert oder (bei einer Temperatur von +60 °C) getrocknet werden.

In den Blättern sind Substanzen enthalten, die die Leberfunktion verbessern und sowohl die Gallenbildung als auch den Gallenabfluss fördern.

Es ist bekannt, dass Aronien einen ausgeprägten blutdrucksenkenden Effekt besitzen und Krämpfe reduzieren. Dank des Jodgehalts sowie der Phenolcarbonsäuren unterstützen sie bei Schilddrüsenpathologien.

Ein günstiger Effekt wird bei der Kombination von Aronien mit schwarzer Johannisbeere oder Hagebutte beobachtet. Diese Früchte sind reich an Ascorbinsäure und werden daher bei Atherosklerose empfohlen; zudem bleibt in dieser Kombination das Antioxidans besser erhalten.

Zu den weiteren Eigenschaften der Aronie gehören die Steigerung des Magensäuregehalts und die Förderung der Gallenbildung. Dank des Gehalts an Anthocyan-Glykosiden können ihre Früchte in die Ernährung von Krebspatientinnen aufgenommen werden.

Die Aussagen zur Anwendung

  • Appetitminderung
  • Arteriosklerose (Therapie und Prävention)
  • Endokrine Störungen (Diabetes mellitus, Hyperthyreose)
  • Verdauungsstörungen (Gastritis mit hypochlorischer Sekretion, Diarrhö)
  • Hämorrhagische Diathese
  • Arterielle Hypertonie
  • Blutungen unterschiedlichster Genese
  • Strahlenkrankheit
  • Verbrennungen
  • Hauterkrankungen (Ekzeme, Dermatitis)
  • Weitere Anwendungsgebiete nach ärztlicher Empfehlung

Gegenanzeigen

Aufgrund des hohen Gehalts an Ascorbinsäure in den Beeren ist die Anwendung bei Patienten mit Angina pectoris und Hypertonie (da das Risiko für Blutgerinnsel besteht) kontraindiziert.

Die Anwendung von Aronia ist bei Gastritis mit hohem Säuregehalt, Geschwüren, Thrombophlebitiden sowie erhöhter Gerinnungsneigung kontraindiziert.

Hausmittel mit Aronie

Saft aus dem Vogelbeerbaum (Aronie)

Zubereitung des reinen Safts: Die Beeren werden im Verhältnis 100 ml Wasser pro Kilogramm Früchte übergossen, auf 60 °C erhitzt und bei dieser Temperatur bis zum Erweichen gehalten. Anschließend werden die Beeren durch einen Fleischwolf oder einfach zerdrückt (auch mit einem Pürierstab möglich) abgetropft. Für Heilzwecke wird der Saft 10–30 Tage gelagert, danach werden 30–50 ml dreimal täglich für 30 Minuten vor dem Essen eingenommen. Zur Einlagerung im Winter wird der Saft nach dem Abtropfen noch 3–4 Minuten gekocht und anschließend unter festem Deckel abgefüllt.

Saft aus dem Vogelbeerbaum (Aronie) mit Fruchtfleisch

Zubereitung des reinen Safts: Ein Kilogramm Beeren wird gewaschen, flach ausgebreitet und 15 Minuten ohne Wasser bei 75–80 °C erhitzt. Anschließend werden die Beeren durch ein Sieb abgerieben. Der abgeriebene Brei wird mit zuckerhaltigem Sirup (350 g Zucker pro Liter Wasser) auf die Temperatur von 75–80 °C gebracht.

Abgeriebene Aroniabeeren mit Zucker

Die Aroniabeeren können in abgeriebener Form mit Zucker verzehrt: Die Beeren werden fünf Minuten blanchiert, durch ein Sieb abgerieben, mit Zucker vermischt und zu einer gleichmäßigen Masse zerrieben. Auch Mischungen aus abgeriebener Aronia mit Äpfeln, Moosbeeren oder Pflaumen können zubereitet werden.

Ein Aufguss aus den Früchten des Vogelbeerbaumes (Aronia)

Für Diabetiker ist es empfehlenswert, einen Aufguss aus den Früchten des Vogelbeerbaumes (Aronia) zuzubereiten: Einen Esslöffel getrocknete Beeren mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, eine halbe Stunde ziehen lassen und abseihen. Das Mittel wird dreimal täglich zu je 2–3 Esslöffeln eingenommen und im Kühlschrank aufbewahrt.

Ob Wussten Sie das?

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers; ihr mittleres Gewicht beträgt etwa 1,5 kg.


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