Die Kohlrübe

Die Kohlrübe – eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Im ersten Jahr entwickeln sich die Blätter und die Wurzel, im zweiten Jahr hingegen Blüten und Früchte (Kapseln). Die Wurzel wird oval und groß; ihr Fruchtfleisch ist gelb-orange oder weiß. Es gibt die Theorie, wonach die Kohlrübe durch Kreuzung von Rüben und Weißkohl entstanden sein könnte.

Kohlrübe

Nützliche Eigenschaften der Kohlrübe

Die Kohlrübe enthält reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Zucker, Ballaststoffe, Pektin und ätherische Öle. Besonders hervorzuheben ist die hohe Ascorbinsäure (Vitamin C), die auch nach längerer Lagerung und Erhitzung (sogar im kochenden Wasser) erhalten bleibt. Zudem sind Vitamine der Gruppe B, Carotin (Provitamin A) sowie das Antipermeabilitäts-Vitamin enthalten.

In der Kohlrübe ist eine große Menge des Mikroelements Kalzium vorhanden; daher wird sie Patienten mit Osteoporose empfohlen. Ferner enthält sie Magnesium, Schwefel, Phosphor, Eisen, Kupfer, Kalium und Natrium. Angesichts ihres reichhaltigen Vitamin- und Mineralstoffgehalts wird der Verzehr bei Hypovitaminosen, insbesondere in den Winter- und Frühjahrsmonaten, empfohlen.

Der Kaloriengehalt der Kohlrübe ist gering (ca. 37 kcal pro 100 g).

In der russischen Volksmedizin wird die Kohlrübe seit langem verwendet; früher wurden sie auch bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Dies ist vollkommen rational, da der hohe Gehalt an Ascorbinsäure das Immunsystem stärkt. Auch bekannt ist die Anwendung von Kohlrübensamen zur Behandlung von Masern bei Kindern.

Die Kohlrübe ist ein wertvolles Ernährungsprodukt; sie wird bei Verstopfung empfohlen und in die Diät von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgenommen. Ihre entwässernde Eigenschaft ist seit langem bekannt und wird bei der Behandlung von Wassergeschwülsten verschiedener Herkunft eingesetzt.

Der Verzehr von Kohlrüben normalisiert den Stoffwechsel und senkt das Cholesterin im Blut, wodurch die Bildung atherosklerotischer Plaques verhindert wird; daher ist Kohlrübe bei Atherosklerose empfehlenswert.

Kohlrübe wirken mukolytisch, indem sie den Auswurf erleichtern und produktives Husten fördern; diese Wurzel eignet sich hervorragend zur Behandlung langdauernder entzündlicher Lungenerkrankungen wie Bronchitis, Asthma und Bronchopneumonie.

Für die Behandlung von Husten wird Honigkohlrübensaft verwendet: Eine mittlere Kohlrübe wird geschält, im Fleischwolf zerkleinert und mit Honig im Verhältnis 2:1 vermischt; die Mischung wird viermal täglich zu einem Dessertlöffel eingenommen, unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Der Saft aus Kohlrüben wirkt stark entzündungshemmend und antimikrobiell aufgrund enthaltener Phytonzide; zudem fördert das Auflegen von Kohlrübreis die Reinigung und Heilung eiteriger Wunden, während frischer Kohlrübensaft bei der Behandlung einer Eisenmangelanämie eingesetzt wird.

Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften werden Spülungen des Mundes mit Kohlrübensaft seit langem zur Behandlung von Entzündungen verwendet und erzielen gute Ergebnisse.

Kohlrübensuppe

In Kohlrüben enthaltenes Sulforaphin unterstützt die Ausscheidung toxischer Substanzen aus dem Organismus und wirkt krebsvorbeugend.

Kohlrüben verstärken die Darmperistaltik, verbessern die Verdauung und normalisieren den Stoffwechsel; aufgrund ihres niedrigen Kaloriengehalts und des reichhaltigen Vitaminbestands sind sie unersetzlich im Kampf gegen Übergewicht.

Kohlrübe gelten als hypoallergenes Produkt mit geringer allergener Reizbarkeit und können daher bereits in die Ernährung von Kleinkindern aufgenommen werden.

Bei langdauernder Verstopfung ist es ratsamer, nur den Saft der Kohlrübe zu verwenden, da dieser eine mildere Wirkung entfaltet.

Die Einnahme von Kohlrüben ist bei akuten Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts kontraindiziert.

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Das Hustenpräparat „Terpinkod" gehört zu den meistverkauften Medikamenten, und das nicht wegen seiner Heilwirkung.


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