Tscheremtscha

Scharotte Tscheremscha – eine Graspflanze aus der Familie der Zwiebelgewächse mit länglichen, hellgrünen, kräftigen Blättern und Knoblaucharoma. Sie wird auch als wilder Knoblauch, Tschenseli oder Bärenzwiebel bezeichnet. Die Pflanze wächst in schattigen Wäldern, auf feuchten Geländen des Vorgebirges sowie auf Wiesen der Wald- und Subalpinen Zone, meist neben Sümpfen. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst das östliche Europa, den Kaukasus, Zentralasien, Nordasien, die Türkei und Nordamerika.

Nutzen der Tscheremscha: In Zwiebeln, Blättern und Stielen sind Kohlenhydrate, wenig Fett, organische Säuren, Zellstoff, Vitamine (B-Gruppe), ätherische Öle, Carotin, Flavonoide, Zitronensäure sowie die Mineralstoffe Phosphor, Mangan, Kupfer, Schwefel, Magnesium und Kalium enthalten. Der Kaloriengehalt der Tscheremscha beträgt 36 kcal.

Nützliche Eigenschaften der Tscheremscha und ihre Anwendung

Bekannte heilsame Eigenschaften der Tscheremscha: Sie unterstützt die Funktion der Verdauungsdrüsen und verbessert die Darmmotilität, normalisiert den Stoffwechsel, verhindert Cholesterinansammlung, senkt den Blutdruck, wirkt entzündungshemmend, hilft bei der Ausleitung von Parasiten, behandelt Pilzinfektionen sowie Skorbut und fördert die Herzfunktion.

Die Anwendung von Tscheremscha ist indiziert bei Atherosklerose, verschiedenen infektiösen Darmerkrankungen, Fieber, Rheuma und Radikulitis.

Um rheumatische Schmerzen zu lindern, können aus jungen frischen Blättern des Tscheremscha Brei hergestellt werden: Die Blätter werden geschnitten und zerquetscht, mit etwas Pflanzenöl versetzt, in Mull umwickelt und für eine oder mehrere Stunden auf die Wunde gelegt.

Ein Aufguss aus Tscheremsha-Blättern wirkt stark schmerzlindernd bei Rheuma und fiebersenkend. Man benötigt 10–20 g der Pflanze, die man in 250 ml kochendem Wasser aufbrüht. Bei Fieber wird der Aufguss getrunken; bei Rheuma werden die betroffenen Gelenke damit eingerieben.

Ein Zwiebelaufguss hilft gegen Schmerzen: Einen Löffel gehackter Zwiebeln mit etwas mehr als einem halben Glas Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen. Dieser Aufguss eignet sich zur Einreibung bei Rheuma und Gicht.

Tscheremscha-Blätter können in Alkohol eingelegt werden, um das Mittel lokal als feuchte Kühlverbände oder Einreibungen bei Bronchitis und Radikulitis zu verwenden; alternativ kann es auch zum Husten eingesetzt werden.

Der regelmäßige Verzehr von frischem Tscheremscha hilft bei Erkrankungen der Schilddrüse, einschließlich Hyper- und Hypothyreose, sowie in der Prophylaxe gegen Bauchtyphus und Durchfallkrankheiten.

Zur Verhinderung entzündlicher Prozesse im Mundraum ist es ausreichend, ein feuchtes Pflanzenteil 2–3 Minuten zu kauen; die krankheitserregenden Mikroorganismen werden durch die enthaltenen Phytonzide in der Tscheremscha bekämpft.

Der alkoholische sowie wässrige Auszug der Pflanze wird als blutdrucksenkendes Mittel eingesetzt; zudem wurde beobachtet, dass diese Präparate den Puls verlangsamen und die Herzfrequenz erhöhen.

Zur Behandlung von Schnupfen werden Tscheremscha-Blätter zerkleinert, in Mull umwickelt und in die Nase eingelegt.

Bei eitrigen Mittelohrentzündungen bei Kindern wird Saft aus frischem Tscheremscha verwendet: Sechs Tropfen des Safts zweimal täglich ins Ohr einträufeln; das Ohr muss für mindestens 15 Minuten unbedingt mit Watte vom Pfropf befreit und getrocknet werden. Schnittlauch – eine Zwiebelpflanze, die auch als Wildzwiebel bezeichnet wird

Der Nutzen von Tscheremscha bei Ekzemen an Handflächen und Händen ist bekannt: Zur Behandlung wird eine Mischung aus einem Drittel eines Glases gemahlener Pflanze, einem Esslöffel Apfelessig und einem Drittel eines Esslöffels Olivenöl hergestellt. Die Zutaten werden sorgfältig vermischt und die Hände damit nachts geschmiert. Für einen besseren Effekt müssen nach der Behandlung der Hände Zellophan- und Baumwollhandschuhe angezogen werden; die Behandlung dauert üblicherweise 2–3 Wochen.

Die Einnahme von Tscheremscha wird dringend im frühen Frühling empfohlen, wenn das Kraut nach dem Winter reift und dabei hilft, Vitaminmangelkrankheiten zu bekämpfen; die nützlichen Eigenschaften der Pflanze gehen beim Trocknen nicht verloren.

Kontraindikationen für die Anwendung von Tscheremscha.

Um den Nutzen der Tscheremscha zu erhalten, darf sie nicht missbraucht werden: Der tägliche Verzehr sollte 15 bis 20 Blätter nicht überschreiten; andernfalls können Kopfschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit sowie eine Verschlimmerung von Geschwüren und Störungen der Herzfunktion auftreten.

Die Anwendung von Tscheremscha ist für Personen kontraindiziert, bei denen Entzündungen des Darmtrakts, des Magens, der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), der Gallenblase (Cholezystitis) oder Lebererkrankungen vorliegen. Zudem wird die Einnahme während der Schwangerschaft nicht empfohlen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Karies ist die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit weltweit, die selbst schwerwiegendere Erkrankungen wie die Influenza in den Schatten stellt.


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