Leberdiät

Für eine effektive Behandlung ist es notwendig, bei Lebererkrankungen eine Diät einzuhalten Die Behandlung umfasst neben der medikamentösen Therapie auch die Ernährungstherapie. Dies gilt insbesondere bei chronischen Lebererkrankungen wie der Zirrhose oder Cholezystitis.

Welchen Nutzen hat eine Leberdiät?

Ein Hauptziel der Leberdiät ist die Reduktion der Belastung des kranken Organs sowie die Minimierung negativer Auswirkungen schädlicher chemischer Substanzen, wobei eine vollwertige und ausgewogene Ernährung des Patienten erhalten bleibt. Die spezifischen Beschränkungen dieser Diät tragen zur Normalisierung der Organfunktion bei, verbessern das Funktionieren der Gallenwege und die Cholerese sowie normalisieren den Stoffwechsel im Körper.

Die Grundlagen der Leberdiät

Bei Patienten mit Lebererkrankungen wird empfohlen, die Ernährung um lipotrope Komponenten zu bereichern. Dies bedeutet die Einbeziehung von Lebensmitteln wie Sojabohnen, Nüssen und Quark in das Menü. Ärzte empfahlen lange Zeit eine strenge Fettbeschränkung für diese Patientengruppe; dies erschien logisch, da viele Betroffene nach dem Konsum fettreicher Nahrung Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit und einen bitteren Mundgeschmack berichteten. In jüngerer Zeit vertreten jedoch viele Ärzte den gegenteiligen Standpunkt: Die Leberdiät sollte Fette enthalten. Es sollten dabei solche Fette sein, die der Körper gut verstoffwechselt. Unter Beachtung eines korrekten Konsums dieser Fette kann sich der Zustand des Patienten signifikant verbessern.

In der Leberdiät sollte die Gesamtmenge an Fett etwa 80–100 g betragen; optimal ist ein Verhältnis von 30 % pflanzlichen zu 70 % tierischen Fetten. Das Fett in der Ernährung sollte eiweißreich sein (bevorzugt Fisch und Fleisch sowie Quark). Es ist erwiesen, dass eine Leberdiät mit einer Mischung aus pflanzlichen und tierischen Fetten deutlich wirksamer ist als eine Diät mit ausschließlich tierischen oder ausschließlichen pflanzlichen Fetten.

Pflanzliche Öle sind bei Lebererkrankungen generell vorteilhaft; sie normalisieren den Stoffwechsel im Körper, wirken direkt auf die Leber und entfalten einen schützenden Effekt. Wird beim Patienten eine Störung des Gallenabflusses beobachtet, so wird empfohlen, die Gesamtmenge an Fett bis zu 150 g zu erhöhen, wobei etwa 50 % davon pflanzliche Fette sein sollen. Ist die Lebererkrankung durch Gelbsucht erschwert, sollte im Gegenteil die Menge des konsumierten Fetts auf 50–70 g reduziert werden.

Die Kohlenhydratmenge in der Leberdiät sollte 400–450 g pro Tag betragen. Einfache Kohlenhydrate (Zucker, Honig) sollten auf 50–100 g beschränkt oder vermieden werden, um eine übermäßige Aufnahme zu verhindern, da dies zur Ablagerung von Fett in den Leberzellen beiträgt.

Viele chronische Erkrankungen der Gallenwege und der Leber entwickeln sich unter dem Einfluss scharfer Infektionen oder infolge des langzeitigen Alkoholmissbrauchs sowie einer Stoffwechselstörung. Die häufigsten Formen von Leberinfektionen sind die Cholezystitis und Hepatitis. Die Ernährungstherapie bei Lebererkrankungen wird ausschließlich vom behandelnden Arzt je nach Krankheitsstadium und dem allgemeinen Zustand des Patienten festgelegt. Der Schwerpunkt der Diät liegt auf Schonkost sowie einem ausgewogenen Verhältnis von Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und Vitaminen.

Bei Cholezystitis und Leberentzündungen sollten folgende Ernährungsregeln beachtet werden:

  • Bei Lebererkrankungen sollte die Kohlenhydratzufuhr nicht übermäßig hoch sein; bei übergewichtigen Patientinnen ist eine insgesamt reduzierte Zufuhr anzustreben.
  • Die Nahrungsmittelauswahl muss ausreichend leicht verdauliche und hochwertige Proteine umfassen.
  • Die Fettzufuhr richtet sich nach dem Zustand des Patienten: Ist eine verstärkte Wirkung der Diät erforderlich, kann die Proteinzufuhr erhöht werden.
  • Alle Lebensmittel sollten einer sorgfältigen kulinarischen Zubereitung unterzogen werden.
  • Es ist wünschenswert, ausschließlich weiche Speisen sowie geriebene oder gehackte Nahrungsmittel zu verzehren.
  • Eine Bruchernährung in kleinen Portionen wird empfohlen, da sie die Darmmotilität verbessert, die therapeutische Wirkung verstärkt und das kranke Organ maximal schont.
  • Lebensmittel mit hohem Ballaststoffgehalt sollten in die Diät aufgenommen werden, da dies die therapeutische Wirkung erhöht und eine maximale Ausscheidung von Cholesterin aus dem Körper gewährleistet.

Welche Lebensmittel sind bei der Ernährung für die Leber untersagt?

Bei Lebererkrankungen sollten folgende Nahrungsmittel gemieden werden: Hammelfleisch, Schweinefleisch, Ente und Gans, gebratene Platten, Konserven, Räucherwaren, fetthaltige Käsesorten, Sauerampfer, Schokolade, Kakao (gefroren), kalte Getränke, Pilze, Spinat sowie Spirituosen.

Diätetik bei Leberzirrhose

Bei jeglicher Lebererkrankung ist Schonkost erforderlich; bei der Leberzirrhose gelten jedoch besonders strenge Kontraindikationen.

Die Ernährung bei Lebererkrankungen sollte schonend sein So sind folgende Nahrungsmittel verboten: fetthaltiges Fleisch, kulinarische Fette, Suppen auf fester Brühe, Eier (hartgekocht), fettiger Fisch, Konserven, Spiegelei, Pilze, Marinaden, Bohnen, Radieschen, Spinat, Sauerampfer, Schnittlauch, Rettich, Eis, saure Beeren und Früchte, schwarzer Kaffee, Schokolade, Senf, Pfeffer, kalte Getränke, Meerrettich. Das wichtigste Gebot der Diät bei Leberzirrhose ist die absolute Alkoholentziehung. Selbst geringe Mengen an festem Alkohol können den stärksten Rückfall der Krankheit herbeiführen.

Leider ist die Leberzirrhose unheilbar. Dennoch kann durch eine adäquate Therapiemethode, wozu auch die Diätbehandlung zwingend gehört, das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt werden.

In der modernen Medizin spielen Diäten bei Lebererkrankungen eine führende Rolle in der Behandlung. Keine der derzeitigen medikamentösen Methoden erzielt ein solch erfolgreiches Ergebnis wie die Diätkur.

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