Magendiät

Magendiät – Das System der Ernährungsregeln, die bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts empfohlen werden Diät für den Magen – Ernährungsplan, der grobe Nahrung ausschließt

Indikationen für eine Magendiät

Meistens beginnen Menschen erst dann nachzudenken, wenn ernährungsbedingte Probleme auftreten. Die ersten Anzeichen einer Fehlfunktion sind gewöhnlich: Schwere im Bauch, Sodbrennen, Schmerzen oder Aufstoßen von saurem Inhalt. Stärker beunruhigen als die Schmerzen selbst oft die Folgen der Aufnahme saurer, scharfer, zu salziger und fettiger Nahrung. In diesem Fall handelt es sich um eine Gastritis mit erhöhtem Säuregehalt – eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, bei der die Verdauungsdrüsen Salzsäure in übermäßiger Menge produzieren.

Solche Symptome dürfen nicht außer Acht gelassen werden, da die eingeleitete Erkrankung in eine schwerere Phase oder sogar in ein Magengeschwür übergehen kann. Der Arzt kann Kontrolluntersuchungen und medikamentöse Präparate zur Behandlung der Gastritis verschreiben; jedoch spielt die Magendiät wohl die wichtigste Rolle bei der Genesung. Ohne Beachtung dieser Diät wird sich die Gastritis ständig verschärfen, was früh oder spät zu Komplikationen führen kann.

Grundprinzipien der Diät bei erhöhtem Säuregehalt

Bei erhöhter Magensaftazidität ist es erforderlich, die Speisen für die Ernährungsration sehr sorgfältig und bedacht auszuwählen. Sie sollen eine exzessive Stimulation der Verdauungsdrüsen nicht hervorrufen. Im Verlauf einer Verschlimmerung ist es empfehlenswert, regelmäßig Suppenpürees sowie Schleimsuppen zuzubereiten.

Zu den Speiseverboten bei Magenerkrankungen gehören unter anderem:

  • festkochende Fleischbrühen;
  • Pilzbrühen;
  • gebratene Fleischein- und Gemüsesorten;
  • Salzvermeidung oder -reduktion;
  • Marinaden (einschließlich Essig, Öl und Gewürze);
  • Vermeidung scharfer und würziger Zutaten.

Die Nahrung sollte nicht übermäßig gesalzen werden, da auch Zucker für den Magen schädlich sein kann.

Die Magendiät umfasst vor allem Gemüse mit geringem Ballaststoffgehalt, da weniger Verdauungssäfte benötigt werden. Bei der Verschärfung sind folgende Gemüsesorten erlaubt:

  • Kartoffeln;
  • Kohlrüben;
  • Möhren;
  • Blumenkohl;

Das Gemüse sollte bevorzugt in gekochter oder gedämpfter Form fein gerieben werden. Sauerampfer, Kohl und Rettich sind nicht empfehlenswert.

Bei der Auswahl von Früchten für die Diät sollten aufgrund des Säuregehalts nur nicht-saure Sorten gewählt werden; zudem eignen sich leicht verdauliche Früchte am besten. Sie werden besser aufgenommen, wenn sie als Auflauf oder in Form von Püree und Mousses zubereitet werden.

Die Diät kann verschiedene Breis umfassen, die auf Wasser oder Milch gekocht sind. Bei Verschlimmerung der Gastritis ist eine fein geriebene Konsistenz bevorzugt. Die Schleimkonsistenz des Breies wirkt beruhigend und schützbar für den entzündeten Magen. In die Ernährung sollten zudem Quark, Ei und Milch aufgenommen werden.

Bei einer Diät bei erhöhtem Säuregehalt sollten fettarme Fleisch- oder Fischarten bevorzugt werden. Zwar beeinflusst Fett die Magensäureproduktion nicht direkt, doch bleiben fettreiche Lebensmittel länger im Magen, was die Verdauung verzögert und eine übermäßige Aktivität der Verdauungsdrüsen auslöst. Tierische Fette sind in dieser Diät vollständig zu vermeiden; stattdessen können täglich 2–3 Esslöffel pflanzliches Öl hinzugefügt werden.

Zu den am besten geeigneten Getränken bei erhöhtem Säuregehalt zählen Kompotte aus getrockneten oder nicht-sauren frischen Früchten, ungesüßter Tee sowie normales Wasser. Besonders hervorzuheben ist der Kissel: Er umhüllt den Magen gut und lindert Bauchschmerzen. Auch alkalische Mineralwässer ohne Kohlensäure können heilend wirken. Kaffee sowie alle kohlensäurehaltigen Getränke sind bei erhöhtem Säuregehalt verboten. Es wird empfohlen, nicht unmittelbar nach dem Essen zu trinken; stattdessen sollte dies erst 1–1,5 Stunden nach der Nahrungsaufnahme erfolgen.

Die Magen-Diät regelt auch die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme. Es ist ratsam, häufiger und in kleineren Portionen – etwa fünf bis sechs Mal pro Tag – zu essen, wobei die Portionsgrößen entsprechend verringert werden sollten. Das Frühstück sollte niemals ausgelassen werden, da es für die Magengesundheit von großer Bedeutung ist. Eine eiweißreiche Kost sollte nicht gleichzeitig mit kohlenhydratreichem Essen aufgenommen werden.

Beispiel einer Diät bei erhöhtem Säuregehalt für eine Woche.

Das vorliegende Beispiel verdeutlicht, dass eine magengeeignete Ernährung gleichzeitig schmackhaft, abwechslungsreich und gesund sein kann.

Tag 1: Kompotte und nichtsaurige Säfte – erlaubte Getränke bei erhöhter Magensäure

  • Frühstück: Milchreis (zerrieben), Hähnchen-Soufflé, milder Tee ohne Zucker.
  • Zweites Frühstück: Voll gekochtes Ei.
  • Mittagessen: Haferbreisuppe, Fleischdämpfkotelett, Blumenkohlpüree, Kompott aus getrockneten Früchten.
  • Abendessen: Makkaroni, Dampffischkotelett.
  • Zweites Abendessen: Milch oder Sahne.

Tag 2:

  • Frühstück: Haferbrei mit Milch, gedämpftes Fleischtefteli, Möhren-Kartoffelpüree, Tee mit Milch.
  • Zweites Frühstück: Quark- und Rüben-Oladi.
  • Mittagessen: Melonenkürbis-Suppenpüree mit Krügen, Stückchen gekochtes Fleisch, Fadennudeln, Aprikosen.
  • Abendessen: Gekochte Wärschaki (Kartoffelpuffer), süßer Tee.
  • Zweites Abendessen: Ein Glas Milch und Cracker.

Dritter Tag der Magendiät:

  • Frühstück: Weiches Ei und ein Scheibe Brot.
  • Zweites Frühstück: Möhren-Apfelsoufflé sowie Kompott aus getrockneten Früchten.
  • Mittagessen: Reis-Milchsuppe, Hühnerkoteletts (ein Paar), Omelett und süßer Tee.
  • Abendessen: Fleischpüree, Kartoffelpüree sowie ein Glas alkalisches Mineralwasser ohne Kohlensäure.
  • Zweites Abendessen: Auflauf aus gekochtem Wärschaki.

Vierter Tag:

  • Frühstück: Geriebener Milchreisbrei und Kompott.
  • Zweites Frühstück: Bratwurst in Butter und Käse sowie Tee mit Milch.
  • Mittagessen: Gemüsepüree, Reis-Gemüse-Mischung mit einem Stück gekochtem Fleisch sowie Apfelmousse.
  • Abendessen: Folienüberbackener Fisch, Salzkartoffeln und Heckenrose-Abrühwasser.
  • Zweites Abendessen: Sahne und Gebäck.

Fünfter Tag:

  • Frühstück: Auflauf mit Milchtee.
  • Zweites Frühstück: Beerenfruchtkompott mit Sorbit.
  • Mittagessen: Geriebene Hühnersuppe, gekochter Reis mit überbackenem Hähnchen sowie Möhren-Apfelsalat.
  • Abendessen: Fleischfrikadellen mit Fadennudeln und Kompott.
  • Zweites Abendessen: Milch und Cracker.

Sechster Tag der Magendiät.

  • Frühstück: Eiweißsoufflé und milder Tee.
  • Zweites Frühstück: Milchbrei.
  • Mittagessen: Möhrensuppe-Püree, Stampfkartoffeln, gedämpfter Fisch (Tefteli) und Hagebutten-Sud.
  • Abendessen: Kalbfleisch-Schnitzel, Salzkartoffeln und Tee mit Milch.
  • Zweites Abendessen: Sahne mit Zucker.

Siebter Tag:

  • Frühstück: Milchgrütze mit Fleischsoße.
  • Zweites Frühstück: Obstsoße, süßes Teegetränk.
  • Mittagessen: Gemüsesuppe-Püree, überbackener Apfel mit Konfitüre.
  • Abendessen: Hackfleisch mit gedünstetem Gemüse, gerösteter Pudding und Kompott.
  • Zweites Abendessen: Milch.
Ob Beachten Sie Folgendes:

Die Zahnheilkunde ist eine relativ junge Disziplin. Bis ins 19. Jahrhundert gehörten das Entfernen kranzer Zähne zu den Aufgaben des gewöhnlichen Friseurs.


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