Dipridamol

Dipiridamol in Tabletten Dipridamol – ein Vasodilator.

Packungsgröße und Inhalt

Darreichungsformen:

  • Tabletten mit Filmüberzug (in Umverpackung zu 10 Stück, in Pappschachtel zu 25 oder 50 mg – 5 oder 10 Packungen; zu 75 mg – 4 oder 10 Packungen);
  • Suspension zur oralen Anwendung: hellgelbe Flüssigkeit mit charakteristischem Mandelduft (in Flaschen aus orangem Glas vom Typ III, in Pappschachtel 1 Flasche).

Wirkstoff Dipiridamol:

  • 1 Tablette mit einer Dosierung von 25, 50 oder 75 Milligramm;
  • 5 ml Suspension mit einem Gehalt von 50 Milligramm.

Hilfsstoffe der Suspension: Glycerylaminostearat, Magnesiumsilicat, Propylenglykol (E1520), Polysorbat 80, flüssiger Maltitol (E965), wasserfreies Natriumhydrogenphosphat (E339), Zitronensäure-Monohydrat-Lösung 5 %, Simethicon-Emulsion 30 % (Q7-2587), Levomenthol, Methyl parahydroxybenzoat (E218), wasserfreies Natriumhydrogenphosphat-Lösung 5 %, Propyl parahydroxybenzoat (E216), Xanthan-Kautschuk (E415), Mandel-Aroma (F31209) [Propylenglykol und Ethanol sind Bestandteile], Zitronensäure-Monohydrat (E330), gereinigtes Wasser.

Anwendungshinweise für Dipiridamol

  • Prophylaxe und Therapie zirkulatorischer Störungen im Gehirn bei ischämischer Genese
  • Dipiridamol bei Zirkulationsenzephalopathie
  • Prophylaxe und Therapie von Venenthrombosen sowie Arterienverschlüssen
  • Prophylaxe der Thromboembolie nach chirurgischen Eingriffen zur orthopädischen Versorgung von Herzklappen
  • Bestandteil einer komplexen Behandlung aller Formen von Durchblutungsstörungen
  • Prophylaxe und Behandlung akuter respiratorischer Virusinfektionen (ORVI), Influenza, unter Verwendung als Immunmodulator sowie Induktionsmittel für Interferon (nur Tabletten)

Zusätzlich zur Anwendung: Dipiridamol-Tabletten bei Schwangerschaften mit Komplikationen zur Prophylaxe der Plazentainsuffizienz

Kontraindikationen

  • Akuter Myokardinfarkt, instabile Angina pectoris, generalisierte stenosierende Atherosklerose der Koronararterien
  • Dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Subaortenstenose
  • Ausgeprägte arterielle Hypotension
  • Schwere Rhythmusstörungen des Herzens
  • Ausgeprägte renale Insuffizienz
  • Neigung zu Blutungen
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Dipiridamol sowie den Hilfsstoffen des Präparats

Zu den Kontraindikationen für die Anwendung der Suspension gehören:

  • Pektkulzeration
  • Schwere arterielle Hypertonie
  • Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
  • Hämorrhagische Diathesen
  • Dipiridamol ist bei langdauernden obstruktiven Lungenerkrankungen kontraindiziert.
  • Dipiridamol ist bei Erkrankungen mit Blutungsneigung, einschließlich Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren, kontraindiziert.
  • Die Anwendung von Dipiridamol ist bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Dipiridamol sollte bei diesen Patientengruppen mit Vorsicht angewendet werden.

  • Tabletten: Anwendung bei Patientinnen mit vor kurzem eingetretenem Herzinfarkt, bei arterieller Hypotension, bei Herzminderleistung sowie in der Schwangerschaft (nur im äußersten Notfall, insbesondere im II.-III. Trimester).
  • Suspension: Indikationen sind Erkrankungen der Koronararterien, einschließlich des Zustands nach dem Herzinfarkt und/oder der instabilen Angina pectoris; Gerinnungsstörungen; sowie Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ausschließlich in Fällen, bei denen das für die Mutter erwartete Nutzen-Risiko-Profil (das Präparat geht über in die Muttermilch) den potenziellen Risiko-Nutzen-Abwägung zugunsten des Kindes rechtfertigt.

Anwendungsart und Dosierung

  • Tabletten: einnehmen. Die Tagesdosis kann von 50 bis zu 600 Milligramm variieren; die Einnahmehäufigkeit und die Behandlungsdauer bestimmt der Arzt basierend auf den klinischen Befunden
  • Anwendungsform und Dosierung: Suspension zum Einnehmen, idealerweise eine Stunde vor dem Essen. Vor jeder Einnahme ist es ratsam, den Inhalt des Fläschchens gut durchzuschütteln. Die Dosierung wird vom behandelnden Arzt individuell je nach klinischen Befunden, Schweregrad der Erkrankung und Reaktion auf die Therapie festgelegt. Empfohlene Tagesdosen: - Zur Verkleinerung der Thrombozytenaggregation: 300 Milligramm (aufgeteilt in 100 Milligramm zu drei Einnahmen). - Bei schweren Krankheitsverläufen ist eine Erhöhung der Tagesdosis bis zu 600 Milligramm zulässig. - Prophylaxe von Influenza und anderen akuten respiratorischen Virusinfektionen (besonders in der epidemiologischen Periode): 50 Milligramm (1 Teelöffel) einmal pro Woche, Dauer des Kurses 4–5 Wochen. - Prophylaxe von Rückfällen bei Patienten mit häufig rezidivierenden respiratorischen Virusinfektionen: 100 Milligramme (2 Teelöffel) zweimal wöchentlich, Dauer 8–10 Wochen.

Nebenwirkungen

Unerwünschte Wirkungen der Tabletteneinnahme:

  • Kardiovaskuläres System: Bei Einnahme hoher Dosen können Schwindelanfälle und arterielle Hypotension auftreten; eine Tachykardie tritt häufiger auf, wenn Dipiridamol in Kombination mit Vasodilatatoren eingenommen wird.
  • Verdauungssystem: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Nervensystem: Kopfschmerzen, Schwindel
  • Allergische Reaktionen: Angioödem, Hautausschlag

Die Einnahme von Dipiridamol-Suspension kann folgende Nebenwirkungen verursachen:

  • Aus dem hämostatischen System und Blut: selten – Thrombozytopenie (verminderte Blutplättchenzahl), Störung der funktionellen Eigenschaften der Blutplättchen; selten – Blutungen; sehr selten – erhöhte Hämorragie
  • Aus dem Verdauungssystem: selten – Oberbauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Kardiovaskuläre Nebenwirkungen: selten – Blutdruckabfall, Herzklopfen, Bradykardie oder Tachykardie; Senkung des arteriellen Blutdrucks; koronare Durchblutungsstörung (bei Dosen > 225 mg/Tag).
  • Sonstige Nebenwirkungen: Ohrensausen, Schwäche, Gesichtsrötung, Schwindel, Druckgefühl im Ohr, Rhinitis, Arthritis sowie allergische Reaktionen (Urtikaria, Angioödem, Bronchospasmus).

Gewöhnlich führen therapeutische Dosen der Suspension zu den genannten Nebenwirkungen nicht; diese haben meist einen vorübergehenden Charakter.

In seltenen Fällen können Tabletten oder Suspensionen während oder nach chirurgischen Eingriffen sowie bei Myalgien eine starke Blutung verursachen.

Im Falle des Auftretens unerwünschter Wirkungen ist eine ärztliche Konsultation erforderlich.

Besondere Hinweise

Die intravenöse Gabe von Dipyridamol wird nicht empfohlen, da das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Durchblutungsstörung mit Verstärkung der Angina-pectoris-Symptomatik besteht.

Bei komplexer Therapie von Patientinnen mit schwerer Myasthenie ist eine Anpassung der Dosierung unter Berücksichtigung der Dipyridamol-Gabe notwendig.

Bei dauerhafter oraler Einnahme sollte die zusätzliche intravenöse Gabe von Dipyridamol unterlassen werden.

Im Notfall muss die orale Einnahme des Präparats mindestens 24 Stunden vor einer Belastungsdiagnostik abgesetzt werden, um eine koronare Durchblutungsstörung zu vermeiden.

Das Präparat kann Nebenwirkungen wie Schwäche, Schwindel und eine Senkung des arteriellen Blutdrucks hervorrufen; daher müssen Patienten während der Behandlung bei allen Tätigkeiten, die schnelle psychomotorische Reaktionen oder Konzentration erfordern (insbesondere beim Führen von Kraftfahrzeugen), besonders vorsichtig sein.

Arzneimittelwechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung jeder Form von Dipiridamol mit Antikoagulanzien (Heparin, Thrombolitika) sowie Acetylsalicylsäure wird die antiaggregative Wirkung der Tabletten und Suspensionen verstärkt; das Risiko hämorrhagischer Komplikationen steigt.

  • Arzneimittelwechselwirkungen
  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die den arteriellen Blutdruck senken, wird deren blutdrucksenkende Wirkung verstärkt.
  • Antazida, H2-Rezeptorenblocker (z. B. Zimethidin), Protonenpumpenhemmer sowie Xanthinderivate (Theophyllin, Coffein) können die Wirksamkeit von Dipiridamol herabsetzen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Dipiridamol in Tablettenform:

  • Anticholinergika können bei älteren Patienten zu Störungen der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses führen.
  • Beta-Blocker können Bradykardien und Asystolien auslösen.
  • Adenosin kann die eigene Wirkung verstärken.
  • Dobutamin kann das Risiko für eine schwere arterielle Hypotonie erhöhen.

In Kombination mit Dipiridamol-Präparaten:

  • In Kombination mit Cholinesterase-Hemmstoffen ist eine Abschwächung ihrer anticholinergen Wirkung möglich.
  • Die Wirkung von Dipiridamol kann durch Cephalosporin-Antibiotika (Zefamandol, Zefotetan, Zefoperazon) verstärkt werden.

Lagerungsdauer und Lagerungsbedingungen:

An einem kühlen, trockenen Ort bei Temperaturen bis maximal 25 °C lagern und vor Kindern sichern.

Haltbarkeit: Tabletten – 5 Jahre, Suspension – 2 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Viele Experten gehen davon aus, dass Vitaminkomplexe für den Menschen wirkungslos sind.


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