Leseästhesie

Effektive Methoden zur Korrektur der Dyslexie Die Dyslexie ist ein weit verbreitetes Problem in der kindlichen Ausbildung, das sich durch spezifische Schwierigkeiten beim Lesen äußert. Diese Störung hat eine neurologische Grundlage und wird durch die Unfähigkeit des Menschen gekennzeichnet, Wörter korrekt zu erkennen sowie Rechtschreibfähigkeiten zu erlernen.

Einordnung der Dyslexie

Die Einordnung der Leseästhesie basiert auf verschiedenen Kriterien. Je nach den betroffenen Operationen des Leseprozesses werden folgende Formen unterschieden: agrammatische, semantische, optische, mnemische sowie tast- und phonemische Form.

Die agrammatische Form der Erkrankung ist durch eine Unterentwicklung der grammatikalischen Ordnung der Rede gekennzeichnet, insbesondere der syntaktischen und morphologischen Verallgemeinerungen. Sie äußert sich in Veränderungen der Anzahl von Pronomen und Substantiven, durch falsche Endungen, fehlerhafte Übereinstimmung von Adjektiven und Substantiven sowie den falschen Gebrauch von Verben im Präteritum. Dies trifft häufiger auf Personen zu, die unter einer systemischen Unterentwicklung der Rede leiden.

Die semantische Leseästhesie manifestiert sich in Verstößen beim Verständnis gelesener Wörter sowie in Fehlern bei technisch korrekter Lektüre. Diese Störung wird durch zwei Hauptfaktoren bedingt: einerseits durch Ungenauigkeit der Vorstellungen über die Beziehungen des syntaktischen Charakters und andererseits durch Schwierigkeiten bei der Synthese von Klängen und Silben.

Bei Problemen mit der Aneignung und Vermischung ähnlicher Buchstaben spricht man von einer optischen Leseästhesie. In diesem Fall können gemischte Buchstaben nur in einem Element unterschieden werden; beispielsweise sind die Zeichen „m" und „l" sehr ähnlich oder stammen aus demselben räumlichen Bereich, wie etwa das Paar „G" und „T" oder „R" und „zu".

Die mnemische Form dieser Erkrankung manifestiert sich durch Schwierigkeiten bei der Aneignung aller Buchstaben. Dies liegt daran, dass beim Kind die Prozesse zur Bestimmung der Beziehungen zwischen dem konkreten Klang und dem entsprechenden Buchstaben gestört sind.

Bei blinden sowie sehbehinderten Kindern wird eine tastende Leseästhesie beobachtet; ihre Ursache liegt in der Ungenauigkeit der taktilen Wahrnehmung.

Die phonemische Leseunfähigkeit ist bei Schülern der jüngeren Klassen verbreitet und zeichnet sich dadurch aus, dass sie im Laufe von 2–4 Jahren nicht richtig lesen lernen. Die Schüler behalten die Buchstaben mit Mühe nicht verstehen, wie man Wörter und Silben zusammenlegt; andere Kinder unterrichten sie leicht, aber bei der Lektüre machen viele Fehler, da für sie der Buchstabe kein verallgemeinertes Schriftzeichen (Graphem) ist. Nach Meinung des Autors wird diese Einordnung der Leseunfähigkeit als phonemisch bedingt.

So entstehen eine semantische, agrammatische und phonematische Leseunfolge infolge einer Unterentwicklung der Sprechfunktionen, während optische, tast- und mnemische Formen auf eine Unterentwicklung psychischer Funktionen zurückzuführen sind.

Symptome der Leseunfähigkeit

Zu den charakteristischen Symptomen der Leseunfähigkeit, auf die dyskalkulische Kinder stoßen, zählen unter anderem...

  • Zertrümmerung
  • Entwicklungshemmung
  • Raumirrtum
  • Unverständnis des Gelesenen
  • Probleme bei der Wortaneignung und Informationsverarbeitung
  • Unbeholfenheit sowie Koordinationsstörungen

Außerdem sind weitere Symptome der Dyslexie zu berücksichtigen, die keinen Zusammenhang mit der kognitiven Entwicklung aufweisen:

  • Geringe Lesekompetenz bei hoher intellektueller Leistungsfähigkeit
  • Wiederholtes Auftreten von Fehlern beim Lesen oder Schreiben
  • Unfähigkeit, Aufgaben im zugewiesenen Zeitrahmen zu erledigen
  • Schwierigkeiten beim Schreiben
  • Gedächtnisstörungen
  • Schwierigkeiten bei der Unterscheidung von Rechts- und Linkshändigkeit sowie zwischen Ober- und Unterbauch

Therapie und Korrektur der Leseästhesie

Bei der Behandlung einer Leseästhesie ist das individuelle Vorgehen entscheidend: Für jeden Patienten wird ein spezifisches Korrektionsprogramm ausgewählt. Dank solcher Kurse erwerben Betroffene die Lesefähigkeiten und fühlen sich in vielen Tätigkeitsbereichen deutlich sicherer. Zu den Korrekturmöglichkeiten zählen mündliche Übungen, der Einsatz vielfältiger technischer Hilfsmittel sowie alternative Ausbildungsmethoden.

Oft bleibt die Verwirrung ein lebenslanges Problem; gleichzeitig überschneiden sich Fälle von Entwicklungsstörungen der Lesefähigkeit häufig. Dennoch erreichen bestimmte Formen der Leseästhesie niemals das erforderliche Niveau der Schriftkenntnis.

Phonematische Dyslexie und ihre Korrektur Eine Besonderheit der Behandlung der Leseästhesie besteht darin, dass sich der gesamte Lehrprozess – einschließlich der indirekten und direkten Ausbildung der Fähigkeiten zur Absonderung von Komponenten sowie zur Erkennung von Wörtern – unterzieht. Die direkte Ausbildung erfolgt durch den Einsatz spezieller phonematischer Methoden unabhängig vom Prozess des Leseerwerbs; die indirekte Ausbildung integriert diese Methoden unmittelbar in das Ausbildungsprogramm.

Bei der Korrektur einer Leseästhesie ist es wichtig, auf Herangehensweisen zu achten, bei denen sofort Sinnesorgane (Sehkraft, Gehör, Tastsinn) eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist die Nutzung des Computers für das Kind vorteilhaft.

Die Anwendung anderer Behandlungsverfahren der Leseästhesie (z. B. perzeptiver oder optometrischer Trainingsmethoden) sowie einer medikamentösen Therapie hat keine bewiesene Wirksamkeit; daher wird ihre Nutzung nicht empfohlen.

Bei Verdacht auf eine Leseästhesie und im Falle von Sprachstörungen ist die Beratung durch einen Logopäden notwendig.

Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Das menschliche Blut fließt in den Gefäßen unter hohem Druck; bei einer Verletzung der Gefäßintegrität kann es bis zu 10 Meter weit spritzen.


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