Geranienwiesen

Das mehrjährige Gewächshaus-Geranie Die Geranienwiese ist eine mehrjährige Pflanze aus der Gattung der Geranie.

Beschreibung des Wuchsorts

Die Pflanze besitzt ein kurzes Rhizom. Die Achsen sind verzweigt und fest. Die Stängel im Oberbereich sind behaart. Die unterirdischen Blätter weisen schuppenförmig-runde Platten von 6 bis 12 cm Länge auf; sie sind fast vollständig siebenlappig und langgestielt. Die Stängelblätter sind nach Umfang mit kürzeren Lappen fünflappig. Die obersten Blätter sind sitzend und dreilappig.

Viele Blüten mit charakteristischem Aussehen; jeder Blütenstand trägt zwei großblättrige, weit geöffnete Blüten, die während der Blütezeit nach oben gerichtet sind und sich bis zur Vollblüte hin beugen.

Die Pflanze bildet korbähnliche Früchte, die bei Reife in fünf einsamige Abschnitte zerfallen.

Die Wiesen-Geranie bevorzugt Wiesengelände, Talbereiche von Bergflüssen, Laubwälder sowie gelegentlich Nadelwälder und feuchte Waldwiesen.

Sie kommt in Mittelasien, Westsibirien (mit Ausnahme des Daurski-Bezirks), Weißrussland, der Ukraine (mit Ausnahme der Krim), im sibirischen Arktisgebiet (niederliegende Flüsse wie Jenissei), im europäischen Teil Russlands sowie in der Arktis (Murmansk-Küste, Europäische Arktis) vor.

Gras (Blütenblätter, Blätter und Stiele) sowie die Wurzeln der Wiesen-Geranie werden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Chemische Verbindungen.

In den Wurzeln der Pflanze sind Stärke, Kohlenhydrate, Gerbstoffe, Flavonoide, Katechine, phenolcarbonsäurehaltige Säuren und triterpenoidesaponine enthalten.

In Blättern, Stielen und Blüten der Pflanze finden sich Saccharose, Fruktose, Glukose, Saponine, Raffinose, Alkaloide, Karotin, Ascorbinsäure, das Koagulationsvitamin, Flavonoide, Leukoanthozyanine und Anthozyanine sowie Gerbstoffe.

Anwendung und therapeutische Eigenschaften.

Botanische Illustration der Geranie Die Gerbstoffe in der Pflanze wirken antibakteriell. Der Extrakt aus dem oberen Teil der Pflanze kann je nach Dosierung sowohl eine sedierende als auch eine anregende Wirkung auf das Nervensystem entfalten und besitzt zudem eine antitoxische Eigenschaft gegen Schlangengift.

Die Wiesen-Geranie wird in der Volksmedizin als entzündungshemmendes, adstringierendes und desinfizierendes Mittel bei Knochenbrüchen sowie zur Behandlung von Ödemen eingesetzt.

Das Aufguss- oder Sudpräparat aus Gras oder Wurzeln hilft bei Epilepsie, Fieber, Schlaflosigkeit, akuten Magenkrankheiten wie Gastritis sowie bei Hämorrhoidalblutungen und Enteritis.

Das Gras wird in Form von Aufguss, Sud oder Pulver für feuchte Kühlverbände eingesetzt; das Pulver dient zudem bei langdauernd nicht heilenden Wunden, Geschwüren sowie podagratischen und rheumatischen Gelenkbeschwerden zur Spülung bei Angina, Gingivitis und Mundentzündungen.

Den Aufguss des Grases übernehmen bei Gicht und Rheuma, Muskelschwankkrankheiten, Tachykardie, Stenokardie, bestimmten weiblichen Erkrankungen sowie Hautkrätze für die Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Das Gras wird als Sud verwendet, um das Haar bei Haarausfall zu waschen.

Die Wurzeln werden als Sud eingesetzt und sind wirksam gegen Dyspepsie sowie Dysenterie; zudem wirken sie bei Karies erfolgreich.

An den Stellen von Schlangenbissen werden frische, zerriebene Blätter der Pflanze aufgetragen.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Geranienwiesen wird bei erhöhter Blutviskosität, Thrombophlebitiden und Thrombosen, bei altersbedingter Verstopfung, Darmatonie sowie bei Gastritis mit erhöhtem Säuregehalt nicht empfohlen.

Ob Sie sollten wissen:

Gebildete Menschen sind weniger anfällig für Erkrankungen des Gehirns; die intellektuelle Aktivität fördert die Bildung einer zusätzlichen Schutzschicht, die das Kranksein kompensiert.


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