Der Begriff "Glykämie" wurde im 19. Jahrhundert vom französischen Physiologen Claude Bernard für die Bezeichnung des Zuckergehalts im Blut eingeführt.
Der Blutzuckerspiegel kann unterschiedlich sein: normal, erniedrigt oder erhöht. Im Normalbereich liegt die Glukosekonzentration im Blut bei 3,5–5,5 mmol/l; diese Stabilität ist entscheidend, da das Gehirn und der gesamte Organismus sonst nicht korrekt funktionieren können.
Bei einem erniedrigten Blutzucker spricht man von Hypoglykämie; liegt der Spiegel über dem Normalwert, handelt es sich um Hyperglykämie. Beide Zustände sind gefährlich: Im Fall einer kritischen Senkung kann der Mensch das Bewusstsein verlieren.
Bei normaler Glukosekonzentration im Blut treten keine Symptome auf, da der Organismus gut funktioniert und Belastungen bewältigt. Liegt die Norm jedoch verletzt vor, entstehen vielfältige pathologische Erscheinungsformen.
Bei Überschreitung des zulässigen Wertes (Hyperglykämie) zeigen sich folgende Symptome:
Der Zustand der Hyperglykämie ist das charakteristische Merkmal der Diabetes mellitus. Bei diesen Patienten führt das Fehlen oder Defizit des eigenen Insulins nach der Nahrungsaufnahme zu einem Anstieg des Blutzuckers (postprandiale Glykämie).
Bestimmte Veränderungen im Funktionieren des Gesamtorganismus treten bei Hypoglykämie auf. Zu beachten ist, dass dieser Zustand manchmal auch bei kerngesunden Menschen vorkommen kann, beispielsweise bei großen körperlichen Belastungen oder sehr strengen Diäten, sowie bei Diabetes-Patienten, wenn die Insulindosis falsch dosiert wurde oder eine Überdosierung zuckersenkender Präparate vorliegt.
Bei dieser Patientin treten folgende Symptome auf:
Zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels werden zwei Hauptmethoden eingesetzt:
Die erste ermittelte Kennziffer ist der Nüchternblutzucker, der nicht zwingend auf eine Erkrankung hindeutet. Es handelt sich um die weit verbreitete Methode zur Bestimmung der Glukosekonzentration im kapillären Blut (aus dem Finger) nach einem Fasten von acht Stunden (in der Regel am Morgen nach dem Schlaf).
Ein Nüchternblutzucker oder NGZ liegt vor, wenn der Zuckergehalt im Plasma (oder im Blut) den normalen Nüchternwert überschreitet, jedoch unterhalb des diagnostischen Schwellenwerts für Diabetes liegt. Der Grenzwert von 6,1 mmol/l wird als obere Grenze angenommen.
Zur Bestätigung der Prognosen und zur Erstellung einer genauen Diagnose sollte die Untersuchung mindestens zweimal durchgeführt werden; wünschenswert ist es, dies an verschiedenen Tagen durchzuführen, um situative Fehler zu vermeiden. Für die Zuverlässigkeit der Analyseergebnisse ist es wichtig, Präparate zu vermeiden, die den Hormonspiegel beeinflussen.
Zur Präzisierung des Zustands neben der Feststellung des Nüchternblutzuckers ist eine zweite zusätzliche Untersuchung erforderlich: der Glukosetoleranztest. Die Reihenfolge der Befunde bei diesem Test ist wie folgt:
Für Normalwerte gelten Werte bis zu 7,8 mmol/l; bei Werten von bis zu 10,3 mmol/l ist eine Kontrolluntersuchung ratsam. Ein Kennzeichen des Diabetes mellitus ist das Überschreiten des Grenzwerts von 10,3 mmol/l.
Bei einem erhöhten Blutzucker bestimmt der Arzt die Therapie; jedoch bildet die Korrektur des Lebensstils die Grundlage aller therapeutischen Maßnahmen. In manchen Fällen, insbesondere bei schweren Verläufen, werden medikamentöse Präparate eingesetzt.
Das Wichtigste bei der Behandlung des Blutzuckers ist die Beachtung der Ernährung. Patienten mit einer Zuckerkrankheit sollten den glykämischen Index von Lebensmitteln im Mittelpunkt ihrer Auswahl stellen und nur solche anwenden, die einen niedrigen Index aufweisen. Bei Hyperglykämie sowie Hypoglykämie ist es notwendig, eine bruchartige Ernährung einzuhalten, das heißt, häufig aber in kleinen Portionen zu essen. In der Mahlzeit sollten komplexe Kohlenhydrate enthalten sein, die den Organismus über längere Zeit mit Energie versorgen. "Schlechte" Kohlenhydrate, insbesondere Zucker und Produkte aus weißem Mehl, sollten vom Menü vollständig ausgeschlossen werden. Nüsse in der Ernährung sollten in ausreichender Menge vorhanden sein, während Fette beschränkt werden müssen.
Nicht weniger wichtig für die Behandlung des Blutzuckers ist körperliche Aktivität sowie die damit verbundene Gewichtsreduktion. Neuere groß angelegte Studien in den USA, China und Finnland deuten darauf hin, dass selbst eine moderate Gewichtsabnahme und ein täglicher 30-minütiger Spaziergang das Risiko für Diabetes mellitus um mehr als die Hälfte senken können.
Oft werden Merkmale des Blutzuckers nicht erkannt oder treten im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen zufällig zutage. In dieser Situation darf auch bei subjektivem Wohlbefinden auf eine Behandlung nicht verzichtet werden.
Es ist zu beachten, dass der Blutzucker manchmal genetisch bedingt ist; daher wird Personen mit einer Veranlagung für endokrine Erkrankungen empfohlen, regelmäßig Blutuntersuchungen durchzuführen.
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