Die Silberweide

Silberweide – Baum der Familie Weiden Andere Namen für diesen Baum sind Silberweide, Bruchweide, wetla oder einfach Weide. Die Silberweide gehört zur Familie der Weiden und kann bis zu 30 Meter hoch werden; dabei bildet sie einen Stamm mit einem Durchmesser von meist 1 cm sowie eine weit ausladende Krone. Die Rinde der Silberweide weist bei jungen Pflanzen eine hellgraue Schattierung auf, während sie bei alten Bäumen schwarz oder dunkelgrau ist. Der Stamm besitzt eine dunkelgraue Rinde; die Zweige sind rötlich oder gelblich gefärbt, bleiben jedoch stets flexibel und fein. Die Blätter sind lineal-lanzettlich oder lanzettlich, sitzen auf kurzen Stielen und erscheinen silbern schuppenförmig. Die Blüten der Pflanze sind klein und werden in aufrechten Trauben gesammelt, die gleichzeitig mit den Blättchen entwickelt.

Die Frucht der Silberweide ist eine kleine, zweiflügelige Schachtel mit haarigen Samen; der Baum blüht im April und seine Früchte reifen vollständig im Mai.

Die Weide kommt im gesamten GUS-Raum vor; eine Ausnahme bildet lediglich das Hochland des Nordens. Meist wächst sie längs von Gehöften, an Flussufern sowie am Waldrand auf feuchten und fruchtbaren Böden. Das griechische Volk widmete diesen Baum der Göttin der Zauberei und Gespenster (Hekate). Häufig diente die Silberweide als Hauptsymbol für Kummer und Trauer.

Zubereitung des Ausgangsmaterials

In der Regel wird ein medikamentöses Präparat aus der Rinde der Silberweide hergestellt; sehr selten werden auch die männlichen Blütenstände genutzt. Die richtig vorbereitete Rinde sollte von den Zweigen oder jungen Bäumen noch bis zur Blütezeit, das heißt im April bis Mai, gesammelt werden. Zu dieser Zeit ist es außerordentlich einfach, das Holz zu ernten, da es sich sehr leicht ablöst. Die Rinde wird meist unter einem Schutzdach auf Dachböden oder in gut belüfteten Räumen getrocknet, wobei sie eine feine Schicht bildet. Alternativ kann die Silberweidenrinde auch auf speziellen Trocknern bei einer Temperatur von maximal 40 °C getrocknet werden. Der fertige und korrekt zubereitete Rohstoff lässt sich vier Jahre in trockenen und kühlen Räumen lagern.

Ist es ratsam, die männlichen Blütenstände während der Blütezeit zu ernten und anschließend im Schatten zu trocknen?

Anwendung der Silberweide.

Rinde der Silberweide Die Rinde der Weide enthält bis zu 7 % des Glykosids Salicin. Dieses wird durch das spezifische Ferment Salicase hydrolytisch in Gerbstoffe (Saligenin), Glucose, Flavonoide, Ascorbinsäure sowie Harze und andere Substanzen gespalten.

Die Pflanze wirkt antiseptisch, tonisierend, entzündungshemmend, blutstillend, schmerzlindernd und krampflösend.

Die Rinde von Ästen und Stamm der Silberweide besitzt entseuchende, harntreibende, zusammenziehende, schmerzstillende und hämostatische Eigenschaften. Bei Kolitis, Gicht, gynäkologischen Erkrankungen, Gastritis, Dysenterie, inneren Blutungen, Dyspepsie, Neuralgien, Migräne, Pleuritis, Leber- und Milzerkrankungen, Fieber, Typhus, Tuberkulose, Neurosen, Rheuma sowie Gelenkerkrankungen wird empfohlen, das Pulver, den Sud oder den Aufguss der Silberweide einzunehmen. Zudem können die Präparate der Weide auch zur Spülung des Mundes bei Gingivitis, Angina und Parodontose verwendet werden. Ferner kann man sie äußerlich anwenden, um gegen Varikose, Hyperhidrose, verschiedene Hauterkrankungen sowie Schwellungen zu wirken. Früher wurde die Rinde der Weide zudem als wirksames Antimalariamittel eingesetzt.

Der Sud aus den Blättern der Silberweide wird in der Volksmedizin bei Menorrhagien und starken Darmblutungen verwendet. Auch kann er ein gutes Fiebermittel sein, ebenso wie der Aufguss aus Zweigen der Weiden.

Nebenwirkungen der Silberweide.

Es ist strengstens verboten, Präparate aus der Silberweide an Schwangeren sowie Patientinnen zu verwenden, deren Medikation Abführmittel, Aspirin, Husten- und Erkältungsmittel, Vitamine, Antazida sowie Aminosäuren umfasst.

Ob Wichtige Hinweise

Personen, die sich an eine regelmäßige Frühstücksroutine gewöhnt haben, entwickeln deutlich seltener eine Fettleibigkeit (Adipositas).


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