Kalimin 60 N

Kalimin 60 N Kalimin 60 N – ein Cholinesterasehemmer.

Darreichungsform und Inhalt

Die Tablette (geplattet, bikonvex): Die Form ist auf einer Seite geriffelt; sie ist weiß gefärbt. Eventuelle Rauigkeiten sind zulässig (bei 100 Tabletten in Glasflaschen dunkler Farbe; im Papierkarton befindet sich eine Flasche).

Wirkstoff: Piridostigmin-Bromid; pro Tablette 60 Milligramme.

Hilfsstoffe: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Polyvidon K25, Magnesiumstearat, kolloidales Siliciumdioxid, Glutaminsäure-Hydrochlorid sowie gereinigtes Wasser.

Anwendungshinweise

  • Indikation: Myasthenia gravis
  • Myasthenisches Syndrom
  • Atonische Obstipationen
  • Postoperative Darmatonie
  • Funktionsstörungen der Blase nach Geburt und gynäkologischen Operationen

Zusätzlich ist die Anwendung des Präparats zur Behandlung von Nichtdepolarisationsmitteln indiziert.

Kontraindikationen

  • Die gleichzeitige Gabe von Sukzinal, Dekamethonium sowie weiteren depolarisierenden Muskelrelaxanzien ist kontraindiziert.
  • Iritis
  • Bronchialasthma
  • Chronisch-obstruktive Bronchitis
  • Mechanische Darmverschluss
  • Myotonia
  • Speichelgangobstruktion und Gallengangobstruktion
  • Postoperativer Schock
  • Spastische Zustände im Gastrointestinaltrakt
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Patienten im Alter von bis zu 18 Jahren
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels

Vorsicht bei Anwendung bei Niereninsuffizienz, arterieller Hypotension, Magengeschwüren, dekompensierter Herzinsuffizienz, akutem Myokardinfarkt, Bradykardie, Diabetes mellitus, Parkinsonismus, Cholelithiasis ohne Obstruktion sowie obstruktiven Gallenwegserkrankungen; in der Phase nach chirurgischen Eingriffen bei SCHKT

Anwendungsart und Dosierung

Tabletten einnehmen und mit Wasser schlucken

Die Dosierung des Präparats sowie die Behandlungsdauer bei Myasthenia gravis werden vom Arzt individuell unter Berücksichtigung der Schwere der Erkrankung und der Reaktion des Patienten auf die Therapie festgelegt.

Empfohlene Tagesdosis: Bei ersten Krankheitszeichen 30–60 mg (1–2 Tabletten) pro Tag; bei Fortschreiten der Erkrankung 60–180 mg (1–3 Tabletten) 2–4 Mal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 720 mg oder 12 Tabletten.

Patientinnen mit Nierenerkrankungen sollten niedrigere Dosen erhalten, da Piridostigmin-Bromid vor allem über die Nieren ausgeschieden wird. Die therapeutische Dosis sollte individuell je nach Wirkung des Präparates gewählt werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Die Einnahme von Kalimin 60 N kann folgende unerwünschte Wirkungen hervorrufen:

  • Kardiovaskuläres System: Bei hohen Dosen kann es zu Blutdrucksenkung und Bradykardie kommen;
  • Verdauungssystem: Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, vermehrte Speichelsekretion sowie Durchfall und Bauchschmerzen (bedingt durch eine erhöhte Darmmotilität).
  • Nervensystem: Muskelkrämpfe, Muskeltremor, Sehstörungen sowie Muskelschwäche
  • Atemsystem: Verstärkte Sekretion der Bronchialdrüsen
  • Sonstiges: Erhöhter Harndrang und -verlust sowie allergische Reaktionen; ein häufiges Wasserlassen ist jedoch selten.

Besondere Hinweise

Bei der Anwendung von Kalimin 60 N ist der Alkoholkonsum streng verboten.

Im Falle einer erneuten Einnahme des Präparats darf die für die nächste Dosis bestimmte Zeit nicht mit dem Doppelten der vorherigen Dosis überbrückt werden.

Während der Behandlung sollten Patientinnen bei der Anwendung von Verkehrsmitteln und Maschinen sowie bei Tätigkeiten, die Konzentration und psychomotorische Reaktionsfähigkeit erfordern, erhöhte Vorsicht walten lassen.

Arzneimittelinteraktionen

Der Effekt von Atropin wird durch m-cholinomimetische Substanzen geschwächt (Hypersekretion und Bradykardie); eine Ausnahme bildet der Einfluss von Piridostigmin-Bromid auf die Skelettmuskulatur.

Die gleichzeitige Anwendung antiepileptischer, antiparkinsonscher Mittel, Ganglienblocker, m-Cholinolytika, Chinidin, Procainamid sowie trizyklischer Antidepressiva und lokaler Anästhetika verringert die Ausgeprägtheit des Effekts von Kalimin 60 N.

Das Präparat verstärkt die Wirkung von Morphin und seinen Derivaten sowie depolarisierenden Myorelaxantien und Barbituraten.

Piridostigmin-Bromid ist mit Ethanol unvereinbar.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Das Präparat bei Temperaturen bis zu 25 °C lagern und vor Kindern schützen.

Die Haltbarkeit beträgt drei Jahre; nach dem Öffnen der Packung sind es sechs Monate.

Ob Dies sollten Sie beachten:

In vier Schokoladenkugeln sind etwa zweihundert Kalorien enthalten. Wer nicht genesen möchte, sollte pro Tag nicht mehr als zwei Kugeln zu sich nehmen.


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