Kalziumkarbonat

Kalziumkarbonat Das Karbonat des Kalziums – antazidnoje das Mittel.

Der pharmakologische Effekt

Das Kalziumkarbonat schwächt den schädigenden Effekt von Magensäure und Speiseröhrensäure.

Zusätzlich beteiligt sich das Calcium an der Knochenbildung, reguliert die Blutgerinnung, unterstützt eine stabile Herzaktion und vermittelt die Weiterleitung nervöser Impulse.

Auch dieses Präparat mit antazider Wirkung – das Magnesiumcarbonat – neutralisiert die aggressiven Komponenten der Magensäure sowie der Speiseröhrensekretion, verringert die Proteolyse durch Magensaft; der Effekt des Präparats provoziert keine erhöhte Säuresekretion und verändert das pH-Gleichgewicht nicht. Das Magnesium aktiviert im Komplex Stoffwechselprozesse, wirkt antiarrhythmisch, spasmolytisch und antiaggregierend, reguliert die Proteinsynthese sowie den Nukleinsäurestoffwechsel und steuert Prozesse der Speicherung, des Transports und der Energieverwertung.

Die Darreichungsform

Tabletten und Pulver aus Kalziumkarbonat werden verabreicht.

Angaben zur Anwendung

Kalziumkarbonat wird bei Verdauungsstörungen, Refluxösophagitis, Dyskomfort und Epigastralgie, Meteorismus sowie in Zuständen mit erhöhtem Säuregehalt eingesetzt; zudem für die Prophylaxe von Osteoporose, Karies und Rachitis bei Kindern.

Magnesiumcarbonat wird ebenfalls bei erhöhtem Magensäuregehalt angewendet. Ferner eignet es sich zur Behandlung eines Magnesiumdefizits, das sich durch Traumstörungen, Ermüdung, Muskelkrämpfe und Myalgien manifestiert. Der Komplex ist zudem für intensive sportliche Belastungen, während des schnellen Wachstums von Kindern sowie zur Prophylaxe der Oxalatnephrolithiasis geeignet.

Anwendungsart

Kalziumkarbonat Magnesiumkarbonat Das Calciumcarbonat wird als Pulver für Erwachsene zur Neutralisation des Magensäureüberschusses in der Dosierung von 0,5 bis 1 g verschrieben. Zur Prophylaxe der Osteoporose werden 0,6 bis 1,2 g pro Tag verabreicht.

Bei Kindern wird im Rahmen der Behandlung von Karies und Rachitis eine Tagesdosis von 300 bis 600 mg Calcium empfohlen.

Die Einzeldosis des Calcium-Magnesium-Komplexes beträgt 500 Milligramme.

Bei Kindern ab dem 12. Lebensjahr sowie bei Erwachsenen werden zwei Tabletten verabreicht, wenn Symptome der Erkrankung auftreten oder nach dem Essen (bei zweistündlicher Notwendigkeit). Eine Einnahme von mehr als 12 Tabletten pro Tag ist nicht zulässig.

Die Tablette nicht schlucken, sondern auflösen lassen.

Nebenwirkungen.

Bei Langzeitanwendung von Calciumcarbonat kann durch die Ansammlung alkalischer Substanzen eine Alkalose (Erhöhung des pH-Wertes in Geweben und Blut) entstehen.

Die Einnahme von Calcium- und Magnesiumcarbonat kann Veränderungen der Stuhlkonsistenz verursachen.

Die Einnahme erhöhter Dosen dieses Präparats kann zu einer verstärkten Magensaftsekretion führen; eine Langzeitanwendung erhöhter Dosen kann eine Hyperkalzämie verursachen, die auch nach Therapieende bestehen bleibt.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Anwendung des Präparats zur Entwicklung einer Hypermagniesie führen.

Kontraindikationen für die Anwendung.

Calciumcarbonat ist bei Thrombose, Atherosklerose, erhöhtem Kalziumspiegel sowie gesteigerter Empfindlichkeit gegenüber dem Präparat kontraindiziert.

Calcium mit Magnesium ist bei Fölling-Krankheit, schwerer Nierenfunktionsstörung, Hyperkalzämie sowie bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr kontraindiziert.

Während der Schwangerschaft können die Präparate nach Rücksprache mit dem behandelnden Gynäkologen eingenommen werden.

Ob Folgendes ist zu beachten:

Das menschliche Gehirn macht etwa 2 % der gesamten Körpermasse aus, verbraucht jedoch rund 20 % des Sauerstoffs; diese Tatsache macht das Gehirn außerordentlich anfällig für Sauerstoffmangel.


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