Keratitis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Die Keratitis ist eine entzündliche Hornhauterkrankung, die durch Trübung gekennzeichnet ist und in schweren Fällen zu Gewebeschäden sowie Sehverlust bis zur vollen Blindheit führen kann. Auslöser sind:

  • Augenverletzungen
  • Virus- und bakterielle Infektionen
  • Pilzinfektionen
  • Chronische Systemerkrankungen (Tuberkulose, Syphilis)
  • Vitaminmangelzustände
  • Dystrophische Veränderungen

Es ist wichtig, dass eine Keratitis ein ernstes medizinisches Problem darstellt. Sie führt zur Trübung der Hornhaut, zum Auftreten von Narben, zu einer dauerhaften Sehverschlechterung sowie zur Entwicklung einer Panophthalmitis und Endophthalmitis. Ein weiteres Charakteristikum dieser Erkrankung ist ihr langwieriger Verlauf – in besonders schweren Fällen bis zu mehreren Monaten.

Klassifikation der Keratitis

Augenbefund bei Keratitis Die häufigste Form dieser Krankheit ist die oberflächliche Keratitis. Ihre Symptome entwickeln sich vor dem Hintergrund einer Konjunktivitis, einer langdauernden Dakryozystitis und einer Blepharitis. Bei den Patienten treten Tränenfluss, Lichtscheu sowie heftige Augenschmerzen auf. Am Hornhautrand bilden sich einzelne oder ausgedehnte Infiltrate. Ohne Behandlung breitet sich die Entzündung in das Stroma fort.

Die Herpeskeratitis wird durch das Simplex- oder Zoster-Virus ausgelöst. Bei Patientinnen manifestiert sich die Aktivität als kleine Blasen im Bereich des Oberlids, der Stirn, des Rückens der Nase sowie auf der Hornhaut. Diese Form ist hochgradig krankheitsauslösend. Nicht selten breitet sich die Erkrankung auf die Iris oder die Nervenabschnitte aus, die die Augenmuskulatur innervieren, was zu Glaukom und einer Fehlleitung der Augenmuskulatur führt. Bei der Diagnosestellung ist eine Behandlung oft nicht effektiv. Zudem können Patienten auch nach Abflauen der Erkrankung starke Schmerzen erleben, wobei eine Linderung durch stark wirksame Analgetika nicht immer möglich ist.

Die herpetische Keratitis tritt während akuter Virusinfektionen, beispielsweise bei Influenza, häufiger auf. Oft erschwert dies die rechtzeitige Diagnosestellung, da Patienten unangenehme Empfindungen und Schmerzen in den Augen mit Erscheinungsformen der bestehenden Infektion verknüpfen. Wird nicht rechtzeitig zum Arzt gegangen, kann die herpetische Keratitis die Grenzen der Hornhaut überschreiten und andere Bereiche des Auges betreffen. Als erste Symptome dieser Form gelten eine erhöhte Sehstörung und Lichtscheu. Zudem beklagen sich Patienten über Lidödem, Gefäßentzündungen sowie das Gefühl eines Fremdkörpers im Auge. Mit der Zeit führt die Erkrankung zur Bildung von Geschwüren auf der Oberfläche des Hornhautgewebes sowie zur Ausbildung von Hornhautflecken.

Die Pilzkeratitis tritt deutlich seltener als andere Formen auf, verläuft jedoch sehr schwer und führt zu ernsthaften Komplikationen. Die Hauptgefahr besteht darin, dass sich der Erreger in die vordere Augenkammer ausbreitet, wo eine Beeinflussung durch Standardmedikamente oft unmöglich ist. In der Regel entwickelt sich die Pilzkeratitis nach dem Einbringen von Fremdkörpern ins Auge. Zur Risikogruppe gehören Personen mit schweren Augenkrankheiten oder mit Schwächung des Immunsystems.

Symptome der Keratitis

Für jede Form dieser Erkrankung sind bestimmte Hauptmerkmale charakteristisch. In erster Linie sollten folgende Symptome beachtet werden:

  • Lichtscheu
  • Deutlich gesteigerte Tränenproduktion
  • Blepharospasmus
  • Konjunktivalrötung
  • Veränderungen des Hornhautaussehens (die Hornhaut erscheint wie eine getüpfelte Oberfläche, bedeckt mit kleinen Tuberkeln)
  • Hornhauttrübung
  • Bildung von Infiltraten auf der Hornhautoberfläche.

Bei einer durch Fremdkörper verursachten Verletzung der Hornhaut kann es bei Keratitis zur Bildung eines eiterigen Sackes kommen. Bei schweren Infektionen als Auslöser der Keratitis leiden die Patienten zusätzlich an Lymphknotenschwellungen, Hautausschlägen und Ödemen.

Therapie der Keratitis

Effektives Medikament zur Behandlung der Keratitis Die Hauptaufgabe des Arztes besteht darin, das Kornealsyndrom mit Hilfe von Novocain oder Dimexid zu reduzieren und den Entzündungsherd zu isolieren. Die letzte Aufgabe wird durch die Verabreichung von Mikrodosen von Kortikosteroiden, Sulfonamiden und Acetylsalicylsäure gelöst. Zudem müssen die Patientinnen die Trophik des Auges verbessern, was durch die Gabe von Vitaminen und Dibazol erreicht wird.

Bei Diagnose einer Keratitis erfolgt die Behandlung unter stationären Bedingungen. Das Hauptziel besteht darin, den entzündlichen Prozess zu unterbrechen, die Immunität zu stärken und die Regeneration der Hornhautstrukturen zu fördern. Im Verlauf der Therapie werden virustatische Mittel eingesetzt: Interferon, Tebrofen- oder Oxolin-Salben sowie Lösungen von Idoxuridin und Desoxyribonukleinsäure.

Immunmodulatoren haben bei der Behandlung der Keratitis eine gute Wirksamkeit gezeigt: Poliakrylamid, Poludan und Pirogenal in Form von Augentropfen oder Injektionen. Es werden mydriatische Mittel sowie bei Sekundärinfektionen Antibiotika verordnet. Zur obligatorischen Therapie gehören zudem Vitamine, Nikotinsäure, Dibazol, Suprastin und Tavegil.

Um den entzündlichen Prozess in den betroffenen Bereichen zu unterbrechen, wird das Epithel abgeschabt und mit Äther, Jod oder Alkohol behandelt. Zu diesem Zweck werden folgende Verfahren durchgeführt: Elektrokauterisation, Neurotomie, Hornhauttransplantation sowie die Behandlung mittels Strahlenbucki-Laserkoagulation.

Ob Das ist bekannt:

Das menschliche Blut fließt unter hohem Druck durch die Gefäße; bei einer Verletzung der Gefäßwand kann es bis zu 10 Meter weit spritzen.


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