Augenzyste

Augenzyste – eine gutartige Geschwulst mit einer charakteristischen Hohlraumstruktur. Hornhautzyste – gutartiges Gebilde

Augenzyste – Ursachen und Symptome

Es gibt zahlreiche Formen der Augenzyste; jede Form erfordert eine individuelle Behandlung. Nach Herkunft werden sie üblicherweise in traumatische und angeborene unterteilt. Die Ursachen können entzündliche oder degenerative Prozesse, angeborene Defekte sowie die langfristige Anwendung stark wirksamer Augentropfen sein. Angeborene Zysten entwickeln sich meist bei Schichtungen des Pigmentepithels der Regenbogenhaut. Bei traumatischen Hornhautzysten dringt das Corneaepithel in die Augenkammer ein; dies kann auch bei durchdringenden Verletzungen oder operativen Eingriffen geschehen.



Spontane Zysten bilden sich ohne erkennbaren Grund. Hornhautzysten können seröse oder perlartige sein: Die perleartige Hornhautzyste erscheint als bläulich-weiße, kompakte Neubildung mit charakteristischem Perlmuttglanz; die seröse Zyste stellt einen halbdurchsichtigen Trübungsherd in der Vorderkammer dar. Bindehautzysten sind Hohlbildungen auf dem Augapfel und entwickeln sich häufig nach überstandener Infektion (Skleritis, Konjunktivitis) sowie nach kleinen Traumen.

Exsudative Zysten entstehen bei Glaukom; degenerative Zysten bilden sich nicht selten durch Langzeitanwendung von Anticholinesterase-Mitteln mit starker Wirkung. Nach Absetzen der Präparate geht die Zyste gewöhnlich allmählich zurück.

Die Symptome äußern sich als plötzliche Trübung vor den Augen, eine Einschränkung des Gesichtsfelds, das Auftreten halbdurchsichtiger Punkte sowie stumpfe Schmerzen im Bereich des Augapfels. Als erstes Entwicklungsmerkmal gilt das Erscheinen kleiner Trübungen mit umgebenden Rötungen. Operation zur Entfernung einer Augenkyste

Therapie der Augenzyste

Die Wahl der Behandlung einer Augenzyste hängt von ihrer Lage, ihrem Umfang und dem Entstehungsmechanismus ab; in Einzelfällen können sie sich spontan auflösen.

Versuche zur Behandlung von Augenzysten durch Punktion und Absaugung des Inhalts sind meist erfolglos. Bei Zysten nach übertragener Infektion werden entzündungshemmende Medikamente (meist Emulsionen oder Tropfen) verordnet; alternativ können Volksheilmittel wie das tägliche Waschen mit Seetang-Auszug oder die Anwendung von Lehmverbänden eingesetzt werden.

In schwereren Fällen ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich: Bei kleinen Zysten erfolgt die Abtragung mittels Laser, wobei das vollständige Entfernen der Balgmur zur Vermeidung eines Rückfalls unerlässlich ist.

Bei rascher Größenzunahme wird eine operative Intervention durchgeführt; diese erfolgt ambulant unter lokaler Anästhesie. Der Organismus erholt sich in der Regel schnell, und Komplikationen treten meist nicht auf.



Ob Sie sollten wissen:

Zahnärzte sind ein relativ neues Berufsbild; noch im 19. Jahrhundert gehörten die Extraktion kranzer Zähne zu den Aufgaben des Friseurs.


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