Krawocharkanje

Krawocharkanje ist eine Auswurfabsonderung mit Beimischung von Blut oder einem beträchtlichen Blutvolumen beim Husten aus den Atemwegen. Das Blut kann den Auswurf je nach Krankheitsbild gleichmäßig in graubraune, rote oder rosa Farbe färben. Der Auswurf kann schaumig oder schleimig sein und dabei spezifische Merkmale aufweisen. Manchmal wird die Beimischung von Blut im Speichel als Krawocharkanje gewertet, wobei die Quellen dieser Beimischung Nasenblutungen oder blutendes Zahnfleisch sein können. Bronchoektatische Erkrankung – eine der Ursachen für Blutsturz

Ursachen für Krawocharkanje

Das Syndrom des Krawocharkanjies tritt meist bei bronchiektatischer Erkrankung, Tuberkulose (Schwindsucht), Bronchitis, Lungenentzündung sowie Lungenabszess auf. Als weitere Ursachen können ein Bronchialadenom, ein Karzinom der Lunge, eine Blutpfropfembolie in den Lungenvenen oder eine Mitralstenose gelten. Krawocharkanje ist zudem eines der Hauptsymptome bei Lungenhypertonie, Lungenangiitis, essentieller fortschreitender Lungenerstarrung (Lungeninduration), amyloider Dystrophie und hämorrhagischer Hämostopathie.

Das Syndrom des Krawocharkanjies und die Lungenblutung können sich beim Ruptur eines Aortenaneurysmas mit nachfolgendem Einbruch in den Bronchus entwickeln.

Bei der Lungentuberkulose entwickelt sich das Syndrom des Krawocharkanjies und die Lungenblutung häufig. Diese Blutung wird von Schmerzen im Brustkorb, verbunden mit einer Pleuraentzündung, einem langdauernden trockenen Husten unterschiedlicher Intensität sowie einer Erhöhung der Körpertemperatur begleitet.

Regelmäßiges und langwieriges Krawocharkanje bei Rauchern kann auf das Vorhandensein einer Neubildung in den Lungen hinweisen.

Diagnostik des Krawocharkanjies

Regelmäßiges Krowocharkanje bei Patientinnen bis zu dreißig Jahren ohne Merkmale anderer Erkrankungen bezeichnet man als Bronchialadenom. Bei bronchoektatitscheskoi Erkrankung erneuert sich das Krowocharkanje unter Begleitung von regelmäßigen Eiterauswürfen. Stark plewralnyj Schmerz beim Krowocharkanje deutet auf einen möglichen Herzinfarkt hin. Den wahren Grund des Krowocharanija festzustellen hilft die physikalische Untersuchung: Das Geräusch zeugt bei der Reibung der serösen Hüllen der Lungen vom Vorhandensein einer Pathologie, die mit der Infektion der Lungenhülle verbunden ist (abszedierende Pneumonie, Kokzidioidose, Angiitis); ein lokaler Rhonchus deutet auf ein mögliches Karzinom der Lunge hin. Zur primären Untersuchung gehört die Röntgendiagnostik des Brustkorbes unbedingt. Selbst bei normalen Ergebnissen des Röntgenogramms bleibt jedoch die Wahrscheinlichkeit bronchoektatitschesker Erkrankungen oder Neubildungen wie Blutungsfaktoren bestehen. Die Röntgenaufnahme ermöglicht das Kontrollieren des Flüssigkeitsspiegels, der auf eine Eiteransammlung oder eine distal gelegene Geschwulst hinweist, die den Bronchus verstopft. Einigen Patienten wird eine Computertomographie des Brustkorbes und eine Tracheobronchoskopie empfohlen. Die Untersuchung mit dem harten Endoskop ist bei reichlichem Krowocharkanje besonders notwendig.

Das Management der hämoptoe.

Die hämoptoe ist die Absonderung großer Mengen Blut durch die Atemwege, entweder ohne Husten oder während des Hustens. Bei fehlendem Husten gelangt das Blut aus den Atemwegen in die Mundhöhle als Strahl. Die häufigsten Ursachen für eine Lungenblutung sind Lungenkrebs und Tuberkulose.

Das bei Lungenblutung abgesonderte Blut ist scharlachrot und wird nicht zusammengeballt. Bei einer Lungenblutung erfolgt die Aufnahme in das Krankenhaus sofort.

Die Erstversorgung bei Lungenblutung besteht darin, dem Patienten eine Seitenlage zu geben, ihn hochzulagern, zu beruhigen und Sprechen sowie Bewegung zu untersagen. Auf den Brustkorb ist es streng verboten, Schröpfköpfe, Senfpflaster oder heiße Umschläge anzulegen. Auf das betroffene Gebiet des Brustkorbes muss eine Eisblase gelegt werden; dem Patienten darf gestattet werden, kleine Eisstücke zu verschlucken. Der reflektorische Krampf beim Schlucken reduziert die Blutung der Lungengefäße. Codein – Wirkstoff zur Behandlung von Blutsturz

Die Behandlung der Krawocharkanje.

Ein Hauptziel der Therapie bei Krawocharkanje ist die Sicherstellung der normalen Funktion von Lunge und Herz sowie die Verhinderung einer Asphyxie. Das Therapieschema umfasst Bettruhe und die Gabe medikamentöser Präparate zur Hustenunterdrückung (Dihydrocodein 5 mg vier- bis sechsmal täglich oder Codein 10–30 mg).

Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine harte Bronchoskopie zur Lokalisierung der Blutungsquelle; daraufhin wird das nicht betroffene Lungenareal isoliert und seine Belüftung gewährleistet. Bei Ateminsuffizienz und massiver Blutabsonderung (über 0,6 Liter innerhalb von zwei Tagen), die durch Einströmen von Blut in die Atemwege entsteht, ist eine Aspiration gefordert. Zur Isolierung des geschädigten Lungenbereichs wird ein spezieller Katheter mit aufgeblasenem Ballon zur Durchführung der Lungentamponade eingesetzt. Je nach Lokalisation der Blutungsquelle und dem Zustand der respiratorischen Funktion wählt man die klassische oder chirurgische Behandlungsweise. Eine Resektion des betroffenen Lungenareals ist bei inoperablem Krebs oder erwarteter schwerer Störung der äußeren Atmungsfunktion nicht durchführbar. Bei signifikanter Störung der Lungenfunktion erfolgt eine Katheterisation und Embolisation der Bronchialarterie. In diesem Fall wird der blutende Bereich vor der Prozedur tamponiert mit einem Ballon vom Katheter, Watte aus Fibrinogenlösung oder physiologischer Lösung; zudem wird Adiuretin intravenös verabreicht.

Bei massiver und submassiver Blutabsonderung wird die Methode der Angiographie verwendet, welche eine selektive Embolisation der Bronchialarterie einschließt. Diese Methode ermöglicht es, einen signifikanten Teil des Lungengewebes zu erhalten. Sie wird bei langdauernden Lungenkrankheiten der Patienten eingesetzt.

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