Kruschyna

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63 Rubel

Kruschinakörbe Die Seidelbast (Kruschyna) ist eine Pflanze, die in der Kindheit jedem Bewohner der gemäßigten Breiten unter diesem Namen bekannt war. Sie wird auch als Schusterbreit bezeichnet, obwohl dies eigentlich auf eine andere Art der Kruschina-Spezies zutrifft, die sich durch Stacheln an den Zweigspitzen auszeichnet. Die Pflanze wächst in Form von Sträuchern oder kleinen Bäumen in Wäldchen, am Waldrand sowie an Fluss- und Seeufern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich praktisch von Nordafrika über Asien bis zum Polarkreis; sie ist zudem in Europa und Nordamerika heimisch, wo sie aus dekorativen Gründen eingeführt wurde. Die Rinde ist dunkel, die Blätter glänzend und oval geformt. Von Mitte Mai bis Juni blüht die Pflanze reichlich mit zunächst unauffälligen gelben Blüten, später werden diese durch rote Beeren ersetzt, die im August reifen und schließlich schwarz werden.

Eigenschaften von Kruschina

Die Anwendung des Seidelbastes ist vielseitig: Diese anspruchslose, schimmernde Pflanze eignet sich hervorragend für dekorative Zwecke. Sowohl das Gebüsch als auch das Holz werden genutzt. Die kleinen gelben Blüten dienen als wertvolle Honigquelle. Aus den Samen wird ein Öl gewonnen, das reich an Harzen, Glykosiden, Farbstoffen und Bernsteinäuren ist; dieses Öl findet sowohl in der Medizin als auch in der Lackindustrie Verwendung.

In der Medizin werden die Beeren sowie die Rinde der Pflanze verwendet; dies geschieht sowohl traditionell als auch in der Volksmedizin. Sowohl die Rinde als auch die Beeren besitzen abführende Eigenschaften. Allerdings ist eine Anwendung mit größter Vorsicht und unter strikter Beachtung der Empfehlungen erforderlich, da die enthaltenen Substanzen die Schleimhaut des Verdauungstraktes stark reizen und eine schwere Vergiftung hervorrufen können.

In der Volksmedizin ist das Anwendungsspektrum von Kruschina breiter: Neben ihrer Verwendung als Abführmittel – was durch ihre Eigenschaften voll gerechtfertigt ist – ist auch ihr antibakterieller Effekt bekannt. Zudem wurde unter experimentellen Bedingungen ein virustötender Effekt bewiesen; so konnte gezeigt werden, dass der Wasserzug aus den Beeren die Replikation des Herpesvirus unterdrückt.

Chemische Verbindungen

Die Inhaltsstoffe der Pflanze *Schistocarpus frutescens* (früher als *Kruschina slabitelnoj* bezeichnet) umfassen:

  • Anthrachinone, darunter Fragularosid, das Erbrechen auslösen kann. Bei Lagerung unterliegt diese Substanz einer Fermentation und wandelt sich in das sichere Glykofrangulin um. Der Oxidationsprozess dauert etwa ein Jahr; er lässt sich jedoch durch Temperaturbehandlung beschleunigen. Aus diesem Grund dürfen frische Rinde und Beeren der Kruschina nicht verwendet werden, sondern nur späteres Material (mindestens ein Jahr nach der Ernte) oder speziell verarbeitete Produkte, die für den Apothekenverkauf geeignet sind.
  • Gerbstoffe
  • Alkaloide
  • Apfel- und Bernsteinsäure
  • Einzelne und komplexe Kohlenhydrate (Pflanzengummi, Pektin)
  • Ascorbinsäure
  • Ätherische Öle sind in der Rinde nur in geringem Maße enthalten, in den Beeren jedoch in erheblicher Menge.

Medizinische Anwendung von Kruschina.

Kruschinasirup In der Medizin findet die Kruscheina hauptsächlich als Abführmittel Verwendung, obwohl auch andere Arten zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden können. Der primäre Anwendungszweck dieser Pflanze ergibt sich aus ihrem Namen: Sie wirkt stark abführend. Da diese Wirkung jedoch sehr mild ist und erst nach 10 bis 14 Stunden nach der Einnahme eintritt, muss bei der Anwendung die Dosierung und das Timing genau beachtet werden. Sowohl die getrocknete Rinde als auch die Beeren können verwendet werden; dabei wirkt die Kruscheina-Rinde stärker abführend als die Beeren. Als Abführmittel wird die Kruscheina in der Schulmedizin unter anderem bei Darmatonie, Hämorrhoiden, perianalen Rissen, Helmintheninvasionen und Kolitiden eingesetzt.

Experten gehen davon aus, dass die Wirkung dieser Pflanze auf den Darmkanal nicht nur abführend, sondern auch regulierend ist. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken bei Verstopfung zusätzlich heilend. Daher rechtfertigt die Anwendung der Kruscheina bei allen Funktionsstörungen des Darmtraktes, einschließlich Verstopfungen und Durchfälle.

Kruseina-Beeren werden bei langanhaltender atonischer Verstopfung, Durchfällen sowie starken menstruellen Blutungen eingesetzt. Ihre Hauptindikation liegt jedoch als harntreibendes Mittel bei Wassergeschwülsten (Ascites), einschließlich solcher durch Leberzirrhose oder Herzinsuffizienz verursachten Ascites. Die Anwendung frischer Beeren ist zulässig, darf jedoch nicht mehr als 15 Stück pro Dosis betragen; eine Überschreitung führt zu Erbrechen und kann Magenentzündungen auslösen. Um solche Risiken zu vermeiden, empfiehlt es sich, getrocknete und über mehrere Jahre gelagerte Beeren zu verwenden. Die Volksmedizin rät zudem explizit zur Anwendung von Kruseina als Brechmittel.

Zudem wird die Pflanze in der nicht-traditionellen Medizin bei Gastritis, Magengeschwüren, Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Lebererkrankungen und Herzinsuffizienz eingesetzt; ferner auch bei hartnäckigem Husten. Die alkoholische Tinktur aus Kruseina-Beeren dient zur Einreibung bei Rheuma und Radikulitis, während der Wasserextrakt bei Hauterkrankungen (Ekzeme sowie infektiöse Entzündungen wie Furunkel, Brandwunden und eitrige Wunden) verwendet wird.

Medikamentöse Darreichungsformen und Anwendungsweisen.

Kruschina wird üblicherweise als Aufguss oder Sud angewendet; gelegentlich auch als 40-prozentige alkoholische Tinktur. In der Naturform werden nicht mehr als 10 bis 15 frische Beeren auf nüchternen Magen oder getrocknete, pulverisierte Beeren eingenommen. Aus Kruschina laxativa wird ein Sirup hergestellt, der in der Kinderpraxis zugelassen ist. Manchmal finden sich in der Literatur Empfehlungen zur Anwendung des frischen Safts aus den Beeren; Ärzte meinen jedoch, dass frischer oder konservierter Saft eine zu hohe Konzentration an flüchtigen Verbindungen aufweist und unerwünschte Reaktionen wie Erbrechen, Durchfall, Magenschmerzen sowie Darmkrämpfe hervorrufen kann.

Kruschina ist in Form eines Sirups, ausgetrockneter und gehobelter Rinde sowie im Sortiment der Apotheken erhältlich.

Zur Zubereitung des Aufgusses werden 10 g der Früchte von Kruschina 8 Stunden lang mit kochendem Wasser überbrüht. Um den Sirup selbst herzustellen, mischt man gleiche Mengen des Aufgusses aus Kruschina und Zucker.

Der Sud aus der Rinde von Kruschna wird wie folgt zubereitet: 20 g getrockneter, gehobelter Rinde werden mit zwei Gläsern kaltem Wasser übergossen und bei schwacher Hitze 25 bis 30 Minuten gekocht. Nach dem Abkühlen nimmt man vor dem Einschlafen einen Esslöffel ein, um am Morgen eine abführende Wirkung zu erzielen.

Rezeptur für den Aufguss der Rinde von Kruschna: 10 g getrockneter, gehobelter Rinde werden mit zwei Gläsern Wasser übergossen und 8 bis 10 Stunden ziehen gelassen.

Die alkoholische Tinktur: Die vorläufig getrocknete und gehobelte Rinde von Kruschna wird mit 40-prozentigem Spiritus im Verhältnis 1:1 überbrüht; nach diesem Rezept kann auch die alkoholische Tinktur aus den Beeren von Kruschna hergestellt werden.

Kontraindikationen für die Anwendung von Kruschna.

Bei korrekter Anwendung weist Kruschna kaum Gegenanzeigen auf; es ist jedoch unbedingt auf die Dosierung zu achten, und die Pflanze sollte nicht vor Ablauf der zweijährigen Lagerung verwendet werden. Zu den Kontraindikationen zählen: Malignome des Gastrointestinaltrakts, granulomatöse Kolitis, frühes Kindesalter, Schwangerschaft, Stillzeit sowie Blutungen.

Eine weitere Kontraindikation ist die zu häufige Anwendung von Kruschna, da sie wie andere Abführmittel zur Gewöhnung führen kann und danach eine spontane Stuhlentleerung problematisch wird.

Preise in Online-Apotheken

Name des Arzneimittels

Preis

Apothekenpreise

Kruschinarinde, Packung à 50 g, Hersteller: Krasnoyarskpharmaceuticals (Oblast Moskau)

63 Rubel

Zur Anschaffung

Netzwerk der Moskauer Apotheken IFC Netzwerk der Moskauer Apotheken IFK

Rinde der Kruschina-Birke, Packung 1,5 g (N° 20), Krasnoyarsk-Leksredstva (Oblast Moskau)

67 Rubel

Zur Anschaffung

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Ob Sie wissen bereits:

Viele Substanzen wurden ursprünglich als Medikamente eingeführt. So wurde Heroin beispielsweise als Hustenmittel und Kokain von Ärzten zur Anästhesie sowie zur Steigerung der Ausdauer empfohlen.


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