Mannit

Mannitol – osmotisches Diuretikum mit kontraindiziertem Effekt.

Darreichungsform und Inhalt

Applikationsform – Infusionslösung 15 %: farblose, klare Flüssigkeit (200 ml oder 400 ml in Glasflaschen für Blut- oder Kreislaufpatienten).

Wirkstoffgehalt – Mannitol, 0,15 g pro 1 ml.

Hilfsstoffe: Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke.

Indikationen

  • Akutes Glaukom;
  • Epileptischer Status
  • Zerebrales Ödem
  • Intrakranielle Hypertonie bei Patientinnen mit renaler Insuffizienz oder aufgrund der mangelhaften Nierenfunktion
  • Transfusionsreaktionen nach Überführung von inkompatiblen Blutgruppen;
  • Oligurie im Rahmen einer akuten Niereninsuffizienz oder aufgrund mangelhafter Nierenfunktion mit eingeschränkter Filterleistung (als Teil der Komplextherapie)
  • Zwangsdiurese bei Vergiftungen mit Salicylaten und Barbituraten
  • Hämolyseprophylaxe bei Operationen unter Einsatz von Apparaten der extrakorporalen Kreislaufunterstützung (Vermeidung einer Nierenischämie oder akuten Niereninsuffizienz)

Kontraindikationen

  • Hirninfarkt
  • Anurie bei akuter Nekrose der Tubuli bei Patientinnen mit manifestierter Nierenerkrankung
  • Mannit ist eine wirksame Form der Entwässerung des Organismus
  • Subarachnoidalblutung (mit Ausnahme von Fällen mit Blutung im Rahmen einer Schädelbohrung)
  • Chronische Herzinsuffizienz
  • Lungenödem bei Patienten mit akutem Linksherzversagen
  • Hyponatriämie, Hypochlorämie und Hypokaliämie
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Bestandteilen des Präparats

Die Anwendung von Mannitol ist während der Schwangerschaft und Stillzeit nur unter sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses indiziert.

Anwendungsform und Dosierung

Das Präparat ist zur Anwendung als langsam intravenöse Infusion oder Tropfinfusion bestimmt.

Dosierungsschema:

  • Prophylaxe: Berechnung nach 0,5 g pro 1 kg Körpergewicht
  • Therapie: Dosierung von 1 bis 1,5 g je nach Körpergewicht; die Tagesdosis darf jedoch nicht mehr als 140–180 g betragen.

Bei chirurgischen Eingriffen unter extrakorporaler Kreislaufunterstützung ist eine Einleitung von 20 bis 40 g des Präparats in den Apparat unmittelbar vor der Perfusion erforderlich.

Zur Behandlung einer Oligurie wird eine Probendosis mit Mannitol gefordert: Dem Patienten werden im Verlauf von 3 bis 5 Minuten 0,2 g pro Kilogramm Körpergewicht appliziert. Eine weitere Anwendung des Präparats ist unangemessen, wenn sich die Diuresegeschwindigkeit innerhalb der folgenden 2 bis 3 Stunden nicht auf 30 bis 50 ml pro Stunde erhöht hat.

Nebenwirkungen

  • Stoffwechselstörungen: Hyperkaliämie (selten), Hyponatriämie, Zunahme des zirkulierenden Blutvolumens im Rahmen des Wasser-Elektrolyt-Stoffwechsels; bei der Entwässerung: Durst, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Hauttrockenheit, Muskelschwäche, Krämpfe sowie Senkung des arteriellen Blutdrucks (Hypotonie) und Halluzinationen.
  • Zusätzliche Komplikationen: seltenes Auftreten von Exanthemen, retrosternalem Schmerz, Tachykardie sowie Thrombophlebitis.

Besondere Hinweise

Bei Kristallbildung muss die Lösung im Wasserbad aufgewärmt werden (Temperatur 50–70 °C), wobei die Flasche bis zur vollständigen Auflösung der Kristalle periodisch geschüttelt wird. Falls nach dem Abkühlen auf eine Temperatur von 36–38 °C erneut Kristalle ausfallen, darf das Präparat nicht verwendet werden.

Aufgrund des Risikos eines Lungenödems sollte Mannitol bei linksseitiger Herzinsuffizienz nur in Kombination mit schnell wirksamen Schleifendiuretika angewendet werden.

Die Applikation des Präparats sollte unter Kontrolle der Diurese, des arteriellen Blutdrucks sowie der Kalium- und Natriumspiegel im Serum erfolgen.

Bei Auftreten von Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit während der Verabreichung ist das Absetzen der Infusion erforderlich; es müssen Maßnahmen zur Exklusion einer subduralen oder subarachnoidalen Blutung ergriffen werden.

Bei Patienten mit Zeichen eines Hirnwassers (Hydrozephalus) wird die Gabe von Liquor empfohlen.

Die Anwendung von Mannitol bei Patientinnen mit Herzinsuffizienz ist nur in Kombination mit Schleifendiuretika möglich.

Die Gabe von Mannitol ist indiziert bei hypertoner Krise mit Enzephalopathie.

Eine erneute Verabreichung des Präparats muss unter Kontrolle des Wasser-Elektrolytgleichgewichts erfolgen.

Arzneimittelwechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Mannitol kann die toxischen Wirkungen von Herzglykosiden bei hypokaliämischen Patientinnen verstärken.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Das Arzneimittel vor Kindern aufbewahren.

Lagern Sie das Arzneimittel an einem trockenen Ort bei einer Temperatur von 18 bis 20 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 3 Jahre.

Ob Dies sollten Sie beachten:

Die Mehrheit der Frauen empfindet mehr Vergnügen bei der Betrachtung ihres eigenen Körpers im Spiegel als beim Geschlechtsverkehr und strebt daher nach körperlicher Harmonie.


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