Die Eileiter sind bei Frauen Teil des inneren Geschlechtsapparats; sie stellen die paarigen Röhren dar, die den Uterus mit dem Eierstock verbinden.
Die Eileiter münden am Fundus des Uterus und öffnen ihr freies Ende in die Bauchhöhle. Ihre Wand ist dicht und elastisch; sie besteht aus einer äußeren serösen Schicht, einer mittleren Muskelschicht sowie einer inneren Schleimhaut.
Anatomisch gliedern sich die Eileiter in den Trichter, die Ampulle, das Isthmus und den Bereich des Gebärmutterrohres. Der Trichter öffnet sich in die Bauchhöhle; er ist von langen, engen Auswüchsen in Form von Fimbrien gebildet, die den Eierstock umfassen. Die Kontraktionen dieser Fortsätze unterstützen dem Ei den Vorzug zum Uterus. Störungen ihrer Beweglichkeit können eine Ursache für Unfruchtbarkeit oder eine Eileitergravidität sein.
Im Trichter des Eileiters findet die Befruchtung des Eies durch Spermatozoen statt; das befruchtete Ei wandert dann über den gesamten Verlauf der Eileiter in den Uterus, wo es sich an dessen Wand festsetzt. Auch die Zilien tragen zum Aufstieg bei. Das Sekret des Epithels enthält Substanzen, die zur Einleitung der Befruchtung beitragen. Während des Transports versorgt und schützt der Eileiter das Embryo, bis es einige Tage später im Uterus angelangt ist.
Wenn das Ei auf dem Weg Störungen der Durchgängigkeit des Eileiters in Form von Verklebungen oder anderen Adhäsionen antreffen kann, so dass es nicht in den Uterus gelangt und sich an dessen Wand festsetzt. In diesem Fall kommt es zu einer Eileitergravidität, die das Leben der Frau gefährden kann.
Die Laparoskopie der Eileiter wird häufig parallel zu anderen endoskopischen Eingriffen im kleinen Becken durchgeführt, beispielsweise zur Behandlung von Adnexitiden. Für die Untersuchung werden zwei Punktionen in der Bauchdecke vorgenommen: In einen wird ein Endoskop mit Videokamera eingeführt, das Bild auf den Monitor übertragen; durch das andere Loch werden Instrumente für die Manipulation eingeführt. Die Laparoskopie erfolgt unter Narkose und ist für die Patientin schmerzfrei.
Die Hysterosalpingographie (HSG) ermöglicht die Beurteilung der Eileiter sowie des Zustands des Endometriums in der Gebärmutterhöhle, um Entwicklungsanomalien und Pathologien zu erkennen. Das Prinzip der Methode besteht darin, dass ein Kontrastmittel in die Gebärmutter eingeführt wird; es fließt aus der Höhle in die Eileiter und gelangt bei ausreichender Durchgängigkeit in den Bauchraum. Zur Lokalisierung des Kontrasts im Bauchraum erfolgt eine Röntgenaufnahme. Die Methode erlaubt zudem die Erkennung von Verengungen, die als Ursache für Unfruchtbarkeit dienen können. Bei Frauen, die schwanger werden möchten, wird die Untersuchung am 5.–9. Tag des Menstruationszyklus bei einer Zyklushäufigkeit von 28 Tagen durchgeführt. Ist keine Schwangerschaft das Ziel der Prüfung, kann die HSG an einem beliebigen Tag außer während der Menstruation erfolgen.
Die Beurteilung der Eileiter mittels Ultraschall ist die schnellste und sicherste Untersuchungsmethode. Allerdings ist die Genauigkeit dieser Methode geringer als bei anderen Verfahren. Gesunde Eileiter sind im Ultraschall kaum sichtbar; um die Bildgebung zu verbessern, wird experimentell ein Kontrastmittel in die Gebärmutter eingeführt, das dann durch die Eileiter fließt und unter Ultraschallkontrolle verfolgt werden kann.
Die Entzündung der Eileiter (Salpingitis) wird durch verschiedene infektiöse Erreger wie Chlamydien oder Gonokokken ausgelöst; als provozierende Faktoren treten zudem chirurgische Eingriffe, Aborte und die Menstruation auf. Symptome der Salpingitis sind Schmerzen im Unterbauch, die sich beim Geschlechtsverkehr verstärken, Störungen des Wasserlassen, Eiterausfluss aus den Geschlechtsorganen sowie manchmal Fieber. Zur Behandlung werden antibakterielle und antiphlogistische Mittel eingesetzt. Als Folge der Entzündung kann es zu einer Verklebung der Eileiter kommen, was häufig zur Unfruchtbarkeit führt. Eine ausgeprägte Entzündung kann zudem die Struktur der Röhren deformieren oder zerstören, was eine operative Entfernung der Eileiter notwendig macht.
Durch Verengungen, Adhäsionen und Verwachsungen können Störungen der Eileiter-Durchgängigkeit entstehen, die zu einer Eileiterschwangerschaft führen können. Das befruchtete Ei kann nicht in die Gebärmutter gelangen und an der Wand des Eileiters haften bleiben. Es beginnt sich zu vergrößern und führt zum Riss des Eileiters. Dieser Zustand gefährdet das Leben der Frau und erfordert eine chirurgische Entfernung des Eileiters.
Angeborene Pathologien wie eine Agenesie oder Unterentwicklung der Eileiter treten häufig in Kombination mit einer Unterentwicklung von Gebärmutter und Eierstöcken auf. Das Hauptsymptom ist in diesem Fall die Unfruchtbarkeit.
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