Mohn

Mordownik – eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler Mohn – eine Grasart aus der Familie der Nachtschattengewächse.

Beschreibung von Mohn

Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 Metern; das Wurzelsystem ist stark verzweigt. Die Blätter sind tief geschnitten, stehen gegenüberliegend und sind entweder leicht behaart oder kahl sowie dunkelgrün gefärbt. Die unteren sowie wurzelständigen Blätter sind eiförmig, während die übrigen Blätter sitzend wachsen.

Die Blütenstände sind kugelig, groß und vielblütig und stehen einzeln am Stängels Ende.

Das Kraut kommt in Europa, Nordafrika, Mittelasien sowie im Süden des Urales vor; es bevorzugt steinige Abhänge, Steppen, Straßenränder sowie sandige und kieshaltige Küstenböden.

Der gewöhnliche Mordownik ist das stärkste honigduftende Kraut; pro Hektar können neben einer Tonne Honig gesammelt werden.

Für therapeutische Zwecke werden die Samen des Mordownika verwendet.

Die chemische Zusammensetzung des Mordownik.

In den Samen des Mordownika sind Alkaloide enthalten (hauptsächlich Echinopsin, etwa 2 %), sowie fette Öle, Triterpene, Flavonoide, Gerbstoffe, Ascorbinsäure, Kautschuk, Saponine und die höchsten aliphatischen Kohlenwasserstoffe.

Die Anwendung des Mordownik in der Medizin.

Seit alters her wurden Asthenien und Paresen mit dieser Pflanze behandelt; der bekannte antike Arzt Dioskurides erwähnte sie mehrfach in seinen Schriften.

Die Anwendung des Mordownik in der Pharmakologie und wissenschaftlichen Medizin.

Pharmazeutiker beachteten diese Pflanze bereits um 1900, nachdem Echinopsin einen ähnlichen Effekt wie Strichnin gezeigt hatte; damals wurde Echinopsin jedoch noch nicht in der praktischen Medizin eingesetzt. Erst vor fünfzig Jahren des letzten Jahrhunderts begann man mit der Herstellung von Arzneimitteln aus Echinopsin.

In der offiziellen Medizin wird Echinopsin als Nitrat eingesetzt, das sowohl für Injektionen als auch zur inneren Anwendung geeignet ist. Es fördert die Erregbarkeit des Rückenmarks, was zu einer Steigerung des Muskeltonus und der Bewegungsaktivität führt. Zudem verstärkt es die Reaktion auf Schmerzreize. Es ist bewiesen, dass Echinopsin die Prozesse der Erregbarkeit und der Leitfähigkeit in den Nervenzellen durch eine Intensivierung des Aktionspotentials sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Zellmembranen beeinflusst.

Beobachtungen zeigten, dass Echinopsin den arteriellen Blutdruck senkt und die Gefäße erweitert. Dies führt zu einer Erhöhung von Frequenz und Amplitude des Herzrhythmus.

In der Therapie wurde die Anwendung von Mordwurz und Echinopsin weit verbreitet genutzt. Die Behandlung mit Präparaten aus Echinopsin erfolgte bei Muskelatrophien, multipler Sklerose, Myasthenie sowie bei Infektionen peripherer Nerven. Zudem wurden sie zur Beseitigung der Folgen einer Radikulopathie eingesetzt; dabei wirkten sie allgemein kräftigend.

Im Jahr 1881 wurden Präparate auf Basis von Echinopsin aufgrund des Auftretens neuerer Wirkstoffe als weniger effektiv eingestuft und aus dem medizinischen Einsatz ausgeschlossen. Mordownik, trockener Teeaufguss

Mordwurz fand auch in der Volksmedizin Anwendung, beispielsweise bei Gewichtsverlust, zur Linderung von Kopfschmerzen sowie zum Abstoppen epileptischer Anfälle. Die Samen des Mordwurzes werden als tonisierendes Mittel verwendet; bei Bluthochdruck und Herzkrankheiten werden sie ebenfalls eingenommen.

Blütenstände der Pflanze dienen als Heilmittel bei Gastroenteritis, Malaria und Pleuritis.

Bestimmte Teile der Mohnpflanze (Mordwurz) werden zur Behandlung von Leberechinokokkose und infektiöser Hepatitis eingesetzt.

Die Pflanze wird äußerlich angewendet bei Hauterkrankungen.

Kontraindikationen und Warnhinweise

Mordwort ist giftig; seine toxikologischen Eigenschaften sind bis heute nicht vollständig erforscht. Daher darf es nur unter strenger ärztlicher Kontrolle verwendet werden.

Ob Sie sollten das wissen:

Laut den Forschungen der WHO erhöht ein tägliches halbstündiges Handygespräch die Wahrscheinlichkeit eines Hirntumors auf 40 %.


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