Natriumhydroxid

Natriumhydroxid (Lebensmittelzusatzstoff E 524, ätzendes Natron, das Hydroxid des Natriums, kaustische Soda) – eine feste, abgeschobene Masse gelblicher oder weißer Farbe. Nach den chemischen Eigenschaften verhält sich das Natriumhydroxid wie eine starke Lauge. Natriumhydroxid-Pulver chemischen Eigenschaften gidroksid des Natriums verhält sich zur starken Lauge.

Allgemeine Eigenschaften von Natriumhydroxid

Ätzendes Natron wird üblicherweise als durchsichtige farblose Lösung oder Paste abgegeben.

Kaustische Soda löst sich im Wasser hervorragend auf und setzt dabei Wärme frei. Durch Einwirkung der Luft zerfällt diese Substanz, weshalb sie zum Verkauf in metallisch verschlossener Verpackung angeboten wird. Unter natürlichen Bedingungen bildet das Natriumhydroxid das Mineral Brussit. Die Siedetemperatur des Natriumhydroxids beträgt 1390 °C, der Schmelzpunkt liegt bei 322 °C.

Gewinnung von Natriumhydroxid

Im Jahr 1787 entwickelte der Chemiker Nicolas Leblanc ein Verfahren zur Herstellung von Natriumhydroxid aus Natriumchlorid. Später wurde diese Leblanc-Methode durch elektrolytische Prozesse zur Gewinnung von ätzendem Natron verdrängt. Im Jahr 1882 wurde ein neues Herstellungsverfahren eingeführt, das auf der Nutzung von gebrannter Soda basiert.

Heute wird Natriumhydroxid vor allem durch die Galvanolyse von Salzlösungen hergestellt. Das früher übliche Leblanc-Verfahren zur Gewinnung von ätzendem Soda wird heute kaum noch eingesetzt.

Die Anwendung von Natriumhydroxid

Natriumhydroxid ist eine außerordentlich populäre und weit verbreitete Verbindung. Jährlich werden neben siebzig Millionen Tonnen ätzendes Soda erzeugt.

Ätznatron findet Anwendung in der pharmazeutischen, chemischen, Lebensmittel-, kosmetischen sowie Textilindustrie. Ätzendes Soda wird bei der Herstellung von synthetischem Phenol, Glyzerin, organischen Farbstoffen und medizinischen Präparaten eingesetzt. Die genannte Verbindung kann als Bestandteil in der Luft vorkommen und den menschlichen Organismus schädigen; daher werden Lösungen aus Natriumhydroxid nicht selten zur Desinfektion von Räumen verwendet.

In Natriumhydroxid in Säcken In der Nahrungsmittelindustrie dient Natriumhydroxid als pH-Regulator, um die Säurebildung und das Zusammenklumpen zu verhindern. Der Zusatzstoff E524 unterstützt die notwendige Konsistenz bei der Herstellung von Margarine, Schokolade, gefrorenen Produkten, Butter, Karamellen, Gelees und Marmeladen.

Backwaren werden vor dem Backen mit einer Lösung von ätzendem Natron behandelt, um eine dunkle, braune und knusprige Kruste zu erhalten. Zudem wird der Zusatzstoff E524 zur Raffination von Pflanzenölen eingesetzt.

Schäden durch Natriumhydroxid

Ätznatron ist eine giftige Substanz, die Schleimhäute und Haut zerstört. Brandwunden durch Natriumhydroxid heilen sehr langsam und hinterlassen Narben. Wird die Substanz ins Gesicht verspritzt, führt dies meist zum Verlust der Sehkraft. Bei Kontakt mit der Haut müssen die betroffenen Bereiche sofort mit einem Wasserstrahl ausgewaschen werden. Beim Verschlucken von Ätznatron entstehen Brandwunden im Kehlkopf, Mund, Magen und in der Speiseröhre.

Alle Arbeiten mit Natriumhydroxid müssen unter Verwendung einer Schutzbrille sowie entsprechender beruflicher Schutzbekleidung erfolgen.

Ob Wichtige Hinweise:

Früher wurde angenommen, dass Sauerstoff den Organismus bereichert. Diese Ansicht wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass frische und kalte Luft das Gehirn kühlt sowie die Arbeitsfähigkeit verbessert.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt