Neurodermitis

Allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Neurodermitis an den Händen Neurodermitis ist eine neurogen-allergische Hauterkrankung. Der Begriff wurde erstmals 1891 verwendet; damals bezeichnete man unter dem Krankheitsnamen 'Rastschessy' die Hautareale, die primär durch Juckreiz betroffen waren. Die Neurodermitis belegt nach der Morbidität der anderen Hautkrankheiten den bedeutendsten Platz und macht etwa 40 % aus. Sie tritt bei Kindern häufiger auf; mit dem Einsetzen der Geschlechtsreife geht sie jedoch – sofern keine weiteren Erkrankungen vorliegen – oft spontan zurück.

Da diese Erkrankung vor allem Kinder betrifft, ist es notwendig, dass Eltern die Haut des Kindes sorgfältig beobachten und bei ersten Anzeichen sofortige Maßnahmen einleiten, da die Folgen sonst sehr ungünstig sein können. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Verdichtungen, Veränderungen der Hautreliefs sowie Infektionskrankheiten ist erheblich. Als Hauptprophylaxe bei Erwachsenen gilt die Beachtung psychologischer und professioneller Hygiene; bei Kindern hingegen das Stillregime und eine allgemeine Hygiene.

Ursachen der Neurodermitis

Es gibt zahlreiche Auslöser dieser Erkrankung. Zu den wesentlichen gehören:

  • Eine genetische Veranlagung (beispielsweise, wenn Eltern an allergischen Erkrankungen litten, ist es höchstwahrscheinlich die Ursache für Neurodermitis beim Kind).
  • Negative Emotionen
  • Langfristige psychische und physische Belastungen
  • Berufliche Belastungsfaktoren (insbesondere schädliche Einwirkungen am Arbeitsplatz)
  • Ungeeignetes Tagesregime
  • Erkrankungen des Verdauungstrakts
  • Unzureichende Ernährung
  • Organismelleidung

Zusätzlich kommen extrinsische Faktoren als Auslöser einer allergischen Reaktion in Frage:

  • Haustierwolle
  • Aquarienfutter (trockene Mischungen)
  • Matratzen-, Kissen- und Deckenfederfüllungen
  • Bestimmte Kosmetika und Parfüme
  • Blütenpollen
  • Bestimmte Lebensmittel (z. B. Nüsse, Zitrusfrüchte, Honig) sowie Farbstoffe und Konservierungsstoffe
  • Arzneimittel.

Sobald die individuelle Auslöser der Neurodermitis identifiziert wurden, ist eine unverzügliche Behandlung erforderlich. Die alleinige Beseitigung des Auslösers ist jedoch oft unzureichend; bei akuten Formen muss sich der Patient zur vollständigen Diagnostik und Therapieplanung an einen Dermatologen wenden.

Erscheinungsformen der Neurodermitis

Neurodermatitis an den Beinen Die Einteilung in die verschiedenen Formen dieser Hauterkrankung basiert auf dem Ausmaß des Befalls der menschlichen Hautoberfläche. Es gibt also mehrere Erscheinungsformen der Neurodermitis, und zwar:

  • Begrenzt: Die Erkrankung betrifft nur bestimmte Hautbereiche.
  • Diffus: Herde treten vor allem am Hals, an den Ellenbogengelenken sowie in den Kniekehlen auf. Die Neurodermitis ist an den Händen am häufigsten verbreitet.
  • Hypertrophisch: Die Läsionen weisen eine tumorähnliche Erscheinungsform in der Leistenregion auf.
  • Linear: Entlang der Gelenkbeugefalten bilden sich lineare Streifen.
  • Psoriasiform: Neurodermitis am Hals und Kopf manifestiert sich durch verhärtete rote Herde, die von kleinen Schuppen überzogen sind.
  • Follikuläre Dermatitis: Auf den Haararealen treten spitze Papeln auf.
  • Exzoriative Form: Diese Variante manifestiert sich an den Haarkörperabschnitten und geht mit nachfolgendem Haarausfall einher.

Jede Form der Neurodermitis verursacht deutliches Unbehagen beim Betroffenen, weshalb eine unverzügliche Behandlung gefordert ist.

Symptome der Neurodermitis

Die Hauptsymptome der Neurodermitis sind Ausschlag, Juckreiz, neurotische Störungen, Rötungen und Abschuppung. Das Ausmaß des Befalls kann je nach konkreter Unterform vielfältig sein.

Bei Neurodermatitis kommt es zu einer erheblichen Funktionsstörung der Nebennieren, wodurch sich die Haut merklich verdunkeln kann. Der Patient verliert an Gewicht, was den allgemeinen Zustand des Organismus negativ beeinflusst. Der Blutdruck sinkt; es kommt zu vermehrter Ermüdbarkeit, Apathie und Schwäche. Die Magensaftsekretion nimmt ab sowie der Blutzuckerspiegel. Neurodermatitis kann gelegentlich zu einer Lymphadenitis (Entzündung der Lymphknoten) führen und die Funktion vieler Organe verschlimmern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome der Neurodermatis in der Winterzeit und gegen Abend am stärksten ausgeprägt sind, während im Sommer deutliche Verbesserungen empfunden werden. Neurodermatitis an den Händen verursacht das größte Unbehagen, da Feuchtigkeit und häufige mechanische Einwirkungen die Erkrankung nur verstärken.

Die Diagnose wird primär durch die klinische Untersuchung, den Abstrich aus dem betroffenen Hautbereich sowie Laboruntersuchungen gestellt.

Die Therapie der Neurodermitis

Neurodermitis Behandlung Die Prognose bei einer termingemäßen Behandlung der Neurodermitis ist vollständig günstig. Zu den Hauptmethoden der Krankheitsbekämpfung zählen:

  • Das spezielle Tagesregime (vollwertiger nächtlicher Schlaf, körperliche Aktivität und eine gemäßigte Ernährung nach dem Stundenprinzip);
  • Die Diät
  • Die stationäre Behandlung
  • Antihistaminika
  • Hormontherapie bei schweren Verläufen
  • Das physiotherapeutische Schema bei Neurodermitis

Die lokale Therapie der Neurodermitis umfasst die Anwendung von gefäßausweitenden Salben und Cremes, die entzündungshemmend wirken und die betroffenen Hautherde beruhigen.

Volksheilmittel bei Neurodermitis

Vor Beginn der Behandlung ist eine ärztliche Konsultation erforderlich. Bei korrekter Diagnosestellung können Volksheilmittel positive Ergebnisse liefern.

Die Vorteile dieser Methode liegen in den natürlichen Inhaltsstoffen, die ausschließlich wohltuende Effekte auf die von Neurodermitis betroffene Haut entfalten. Zudem schädigt diese Therapie nicht den gesamten Organismus.

In der Volksmedizin werden für die Behandlung der Neurodermitis häufig folgende Pflanzen eingesetzt: Klette, Giersch, Brennnessel und Ringelblume.

Es wird empfohlen, die unten aufgeführten Verfahren abends direkt vor dem Schlafengehen durchzuführen.

Zu den beliebteren Volksrezepten zur Behandlung von Neurodermitis gehören:

- Zur Behandlung von Neurodermitis an den Händen sind feuchte Kühlverbände besonders ergebnisreich: Tragen Sie eine Kompresse aus Tinktur der Eichenrinde, Birkenblätter, Brennnesseln, Leinsamen, Minze, Koriander und Beifuß auf die betroffenen Stellen auf. Lassen Sie sie bis zum vollständigen Austrocknen einwirken und ersetzen Sie sie dann durch eine neue Kompresse. Wiederholen Sie das Verfahren, bis die Symptome nachlassen.

- Für eine wundertätige Salbe mischen Sie 1 Teelöffel Steinsalz in 1 Liter Wasser und rühren Sie gut um. In einem separaten Behälter lösen Sie 10 g Kampferöl in 100 ml einer 10 %igen Salmiakgeist-Lösung auf. Kombinieren Sie diese Mischung mit der Salzlösung, verschließen den Behälter und schütteln ihn gründlich. Schmieren Sie die betroffenen Stellen damit ein, bis eine vollständige Genesung erreicht ist.

- Mischen Sie 40 g Vogelbeeren, 15 g Salbei, 30 g Feldschachtelhalm sowie 50 g Eichenrinde mit 4 Esslöffeln. Gießen Sie die Mischung mit 3 Litern Wasser auf und kochen Sie sie bei schwacher Hitze für 10 Minuten. Fügen Sie den entstandenen Sud beim Baden ins Badewasser ein.

In manchen Fällen ist eine komplexe Therapie zur Behandlung von Neurodermitis erforderlich, die auch eine mediale Reinigung des Organismus mittels Mikroklistiere umfasst. Dazu verwenden Sie 1 Esslöffel einer Mischung aus Beifuß und Rainfarn im Verhältnis 1:1. Gießen Sie diese mit 100 ml kochendem Wasser auf, lassen Sie sie eine Stunde ziehen und sieben Sie den Sud anschließend ab. Verwenden Sie das Mittel nachts; der Therapiekurs umfasst 10 bis 12 Anwendungen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Unsere Nieren können pro Minute drei Liter Blut filtern.


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