Das Adipositas-Syndrom

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Adipositas

Das Adipositas-Syndrom ist eine Erkrankung, die durch eine exzessive Ablagerung von Fettgewebe im Organismus gekennzeichnet ist. Sie kann als eigenständige Krankheit oder als Teil eines Syndroms anderer Erkrankungen auftreten.

Ursachen des Adipositas-Syndroms

Zu den häufigsten Ursachen zählen: falsche Ernährungsweise, unzureichende körperliche Aktivität und hoher Kaloriengehalt der konsumierten Nahrung.

Eine Rolle spielen zudem Vererbung und genetische Prädisposition, das Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und -verbrauch, die Anwendung ungeeigneter Diäten sowie Stresssituationen. Auch physiologische Zustände wie Schwangerschaft, das Klimakterium oder Stillzeit können als Auslöser dienen.

Stadien des Adipositas-Syndroms

Es werden drei Stadien unterschieden. Das Vorhandensein von Übergewicht lässt sich mittels Body-Mass-Index (BMI) bestimmen. Die Berechnungsformel lautet: tatsächliches Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Ein BMI-Wert zwischen 18,5 und 24,9 gilt als normalgewicht. Das erste Stadium liegt bei einem BMI von 30 bis unter 35. Das zweite Stadium umfasst einen BMI von 35 bis unter 40. Ein BMI von 40 oder höher kennzeichnet das dritte Stadium (Morbide Adipositas).

Die Symptome der Fettleibigkeit

Die Symptome dieser Erkrankung manifestieren sich je nach Schweregrad unterschiedlich. Während das erste Stadium oft asymptomatisch verläuft, treten im zweiten und dritten Stadium ausgeprägte Beschwerden auf. Dazu gehören gesteigerter Appetit, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, starke Stimmungsschwankungen, Übelkeit, Atemnot, bitterer Mundgeschmack, Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden sowie Durst und eine Erhöhung des arteriellen Blutdrucks.

Betroffene Personen können den verstärkten Nahrungstrieb in die Abend- und Nachmittagsstunden feststellen. Die Folgen der Erkrankung können Unfruchtbarkeit bei Frauen (mit Störung des normalen Menstruationszyklus) sowie eine Senkung der Potenz bei Männern sein.

Klassifikation der Fettleibigkeit

Die alimentäre Fettleibigkeit entsteht durch übermäßigen Konsum, geringe körperliche Aktivität und Stoffwechselstörungen; sie wird häufig innerhalb von Familien beobachtet.

Die hypothalamische Fettleibigkeit entsteht infolge einer Schädigung der hypothalamischen Regulationszentren. Sie kann als Folge chirurgischer Eingriffe, Schädel-Hirn-Traumen, verschiedener Infektionen sowie Intoxikationen auftreten.

Die endokrine Fettleibigkeit entwickelt sich als eines der Symptome von Erkrankungen der Drüsen des inneren Sekretes.

Fettleibigkeit bei Kindern

Die Hauptursache für kindliche Fettleibigkeit ist eine ungesunde Ernährung

Eine Körpermasse, die den Normwert um 15 % oder mehr überschreitet, wird als Fettleibigkeit gewertet.

Die Hauptbehandlung der kindlichen Fettleibigkeit besteht in der Korrektur des Ernährungsregimes und der Steigerung der Bewegungsaktivität.

Im Kindesalter werden medikamentöse Mittel zur Behandlung von Übergewicht nicht eingesetzt.

Kalorienarme Platten sollten vormittags angeboten werden; nachmittags sind Gemüse- und Milchplatten wünschenswert. Das Kind muss zu einer festen Zeit gefüttert werden, um lange Pausen zwischen den Mahlzeiten zu vermeiden. Die Ernährung sollte fünf bis sechs Mal täglich erfolgen, wobei die Nahrungsmenge pro Fütterung den altersbedingten Bedürfnissen entspricht. Bevorzugt sollten fettarme Sorten von Fleisch und Fisch sowie Gemüse und Früchte sein. Aus der Ernährung sind Platten und Lebensmittel auszuschließen, die komplexe Kohlenhydrate und große Mengen an Fett enthalten: Weißbrot, Brötchen, Konditorei, verdickte Milch, Grießbrei, Konfitüre usw.

Die Behandlung von Adipositas

Zur Behandlung von Adipositas ist ein komplexer und vernünftiger Ansatz erforderlich. Man muss verstehen, dass die Behandlung ein langer Prozess ist. Um das erreichte Ergebnis zu festigen und das Rückfallen der verlorenen Kilogramm in doppelter Menge zu verhindern, müssen eine richtige Heildiät und körperliche Belastungen ausgewählt werden. Zudem sollte die Pharmakotherapie eingesetzt werden.

Die Heildiät bei Adipositas wurde bereits 1937 entwickelt und ist heute als Kost Nr. 8 bekannt. Diese Ernährung umfasst fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag. Sie sieht einen Kohlenhydratverbrauch von 150 Gramm, ein Eiweiß von 90 bis 110 Gramm, Fette zwischen 80 und 85 Gramm vor, wovon 30 % pflanzlichen Ursprungs sein sollen, sowie 5 bis 6 Gramm Salz und bis zu 1,2 Liter Flüssigkeit. Der Kaloriengehalt dieser Ration beträgt etwa 1700 bis 1800 Kilokalorien.

Eine richtig ausgewählte körperliche Belastung und die Steigerung der Bewegungsaktivität leisten reale Hilfe im Kampf gegen Übergewicht. Man muss sich erinnern, dass körperliche Belastungen normiert sein müssen und unter Berücksichtigung des Befindens des Menschen durchgeführt werden sollten.

Hinsichtlich der medikamentösen Therapie ist hier nur die Anwendung geprüfter und offiziell zugelassener Präparate zur Bekämpfung von Übergewicht möglich. Dazu gehören Medikamente, die auf das Hunger- und Sättigungsgefühl einwirken, sowie Präparate, die die Resorption von Nahrungsfetten hemmen. Ein beliebiges medikamentöses Mittel zur Behandlung von Adipositas darf ausschließlich vom Arzt verschrieben werden.

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