Eibe

Mistel – ein parasitäres Pflanzenwachstum Die Mistel – eine mehrjährige parasitäre Pflanze aus der Familie der Sanddornartigen

Beschreibung und Vertrieb

Bei dieser Pflanze handelt es sich um feine Zweige mit engen gegenständigen Blättern und gelblich-weißen Beeren; sie wächst in kugelartigen Büscheln an den Ästen alter Bäume, indem sie von dort Nährstoffe und Feuchtigkeit aus dem Wirtsbaum aufnimmt. Die Wurzeln beginnen tief unter der Rinde. Bevorzugt werden Apfelbäume, doch findet man die Mistel auch an anderen Bäumen mit weicher Rinde wie Linde, Weißdorn, Marone, Pappel, Eiche und Birke sowie gelegentlich an einigen Nadelbäumen. Besonders bemerkenswert ist sie im Winter, wenn von den Bäumen die Blätter umfliegen; die Blüte erfolgt Ende des Winters.

Die Weißmistel kommt in den baltischen Ländern, Mitteleuropa, Weißrussland, der Ukraine, dem Süden Russlands, in Ost- und Kleinasiens sowie im Kaukasus vor.

In Nord- und Osteuropa ist die Eibe gefärbt; sie ähnelt der Weißmistel, wobei ihre Beeren jedoch gelb-orange sind. Jede Beere enthält nur einen Samen.

Anwendungsgebiete der Mistel

In altersgemäßer Zeit galt der Zweig dieser Pflanze als Talisman: Männer trugen ihn zum Schutz mit sich, während Frauen glaubten, die Pflanze könne ihnen bei der Zeugung eines Kindes helfen.

Heute findet die Eibe Anwendung als Arzneipflanze und in der chemischen Industrie.

Aus den Beeren der Eibe wurde früher ein Leim hergestellt, der zur Bekämpfung von Fliegen und verschiedenen Fruchtschädlingen eingesetzt wurde.

Die chemischen Verbindungen

Im Kraut und an den Zweigen der Pflanze sind enthalten: Spiritus (Pin, Zeroloy, Kvebrachit u.a.), Kohlenhydrate, Saponine, bittere Substanzen, Fettsäuren, organische Säuren, Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, Aminosäuren (ursolsäure und oleanolsäure), Acetylcholin, Wiszerin, W-Wiskol, a-Wiskol, Beta-Carotin sowie Makro- und Mikroelemente und eine Vielzahl anderer flüssiger Verbindungen.

Behandlung mit der Mistel

Die Eibe hat in der offiziellen Medizin breite Anwendung gefunden; ihre Früchte und Blätter wirken straffend, schmerzstillend, krampflösend, harntreibend, schleimlösend sowie entzündungshemmend. Sie wird bei Lungen-, Magenschleimhaut- und Nasenblutungen sowie im frühen Klimakterium eingesetzt. Die Behandlung mit Eibe zeigt Erfolg bei Nierenkrankheiten, Arthritis, Rheuma, Darmatonie, Neuralgien, Hypertonie, Osteochondrose, Atherosklerose, Stenokardie und weiteren Erkrankungen.

Der Aufguss und die Tinktur der Eibe wirken beruhigend. Die Tinktur wird bei Hysterie, Epilepsie, Übererregbarkeit, Konvulsionen sowie Nervenkrankheiten verschrieben. Aufguss und Tinktur werden bei Schwindel, Mattigkeit im fortgeschrittenen Alter sowie bei Entzündungen der Lymphknoten angewendet.

Der Mistelaufguss wirkt harntreibend. Er wird bei Kopfschmerzen, Durchfall, Asthma, Tuberkulose, Bluthochdruck, krankhaften Menstruationen, Rheuma sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Weißmistel

Die aus Birkenmistel hergestellte Tinktur ist stark blutstillend. Die Pflanze, die von Kiefer oder Eichenholz gesammelt wurde, wird zur Behandlung von Lungentuberkulose, Bronchialasthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwendet.

Eibenextrakte werden bei Gicht, Rheuma sowie Wasserschwellungen eingesetzt; zudem finden feuchte Kühlverbände mit Eibenblättern Anwendung zur Behandlung von Geschwüren und Krebsgeschwülsten.

Bei Nasen- und Lungenblutungen wird ein flüssiger Extrakt aus den jungen Blättern der Pflanze verwendet.

Kontraindikationen für die Anwendung der Eibe

Die Anwendung der Eibe ist im Verlauf der Schwangerschaft, bei Hypotonie sowie im Falle individueller Unverträglichkeit kontraindiziert.

Die Einnahme der Pflanze sollte vermieden werden, da sie giftig ist und eine Vergiftung hervorrufen kann.

Die Beeren der Pflanze sind giftig und können schwere Störungen des Herz-Kreislaufsystems verursachen; daher ist die Behandlung mit Präparaten aus dieser Pflanze nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchzuführen.

Ob Das ist bekannt:

Bei einem Kuss zwischen Verliebten geben beide Partner pro Minute etwa 6,4 Kalorien ab und tauschen gleichzeitig fast 300 verschiedene Bakterienstämme aus.


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