Ospamoks

Ospamoks ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Penizilline. Ospamox 500 mg

Zusammensetzung und Darreichungsform von Ospamoks

Anwendungsvorgaben für Ospamoks:

  • Tabletten mit Filmhülle, die 500 oder 1000 mg des Wirkstoffs Amoxicillin-Tribhydrat sowie Hilfsstoffe wie Saccharose, Natriumsaccharin und Natriumbenzoat enthalten; je Packung 12 Tabletten.
  • Granulat zur Herstellung einer oralen Suspension: In 5 ml Granulat sind 125 oder 250 mg Amoxicillin-Tribhydrat sowie 25 mg Natriumbenzoat enthalten, ergänzt durch Hilfsstoffe wie Saccharose, Natriumsaccharin und Natriumbenzoat; je Flasche 60 ml Suspension.

Pharmakologische Wirkung

Ospamoks ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Penicilline und besitzt ein breites bakterizides Wirkspektrum.

Die Anwendung von Ospamoks ist wirksam gegen Mikroorganismen, die für Penicillin G empfindlich sind. Dazu gehören Staphylokokken (die kein Penicillin bilden), Streptokokken der Gruppen A bis M, Streptobazillen, Pneumokokken, Neisserien, Actinomyceten, Erysipelothrix rhusiopathiae, Pasteurella multocida, Spirochäten, Listerien, Corynebakterien und Spirillum minus sowie Bacillus anthracis.

Ospamoks wirkt zudem gegen grampositive Mikroorganismen wie Leptospiren, Chlamydien, Bordetella pertussis, Campylobacter spp., Haemophilus influenzae, Salmonellen, Shigellen und Proteus mirabilis sowie gegen anaerobe Mikroorganismen, darunter Fusobakterien, Peptokokken und Clostridien.

Anwendungshinweise zu Ospamoks.

Ospamoks wird gemäß der Packungsbeilage zur Behandlung infektiös-entzündlicher Erkrankungen eingesetzt, die durch Amoxicillin-empfindliche Mikroorganismen verursacht werden. Dazu gehören:

  • Bakterielle Meningitis.
  • Infektionen der unteren Atemwege (chronische und akute Bronchitis, Lungenabszesse, Keuchhusten im Anfangsstadium sowie während der Inkubationszeit, Pneumonie).
  • Infektionen der Hals-Nasen-Ohren-Organisations sowie der oberen Atemwege.
  • Gynäkologische Infektionen (Endometritis, Adnexitis, septischer Abort).
  • Infektionen des Gastrointestinaltrakts (Paratyphus, Bauchtyphus).
  • Infektionen urogenitaler Organe (Gonorrhöe, Urethritis, Epididymitis, asymptomatische Bakteriurie im Schwangerschaftsverlauf, Zystitis, Prostatitis, Pyelitis, chronische Pyelonephritis).
  • Leptospirose.
  • Infektiöse Endokarditis, insbesondere durch Enterokokken.
  • Gallenwegsinfektionen (Cholezystitis, Cholangitis)
  • Salmonellose
  • Haut- und Weichgewebsinfektionen
  • Akute und latente Listeriose
  • Sepsis

Ospamoks wird auch nach Angaben des Beipackzettels prophylaktisch in der postoperativen Phase eingesetzt, beispielsweise bei Eingriffen im Mundbereich.

Anwendungsform und Dosierungsschema von Ospamoks

Die Dosierung von Ospamoks richtet sich gemäß der Packungsbeilage nach dem Infektionsherd und der Empfindlichkeit des Erregers. Die Tagesdosis wird in mehrere Einzeldosen aufgeteilt.

Behandlungsdauer: Bis zum Abklingen der Symptome plus 2–5 Tage.

Zur Vorbereitung der Suspension wird das Granulat aus dem Fläschchen mit Trinkwasser aufgeweicht, das Gemisch gut geschüttelt und anschließend bis zur Strichmarke nachgefüllt. Vor der Einnahme muss die fertige Suspension im Fläschchen erneut gründlich umgerührt werden.

Die Dosierungen für Tabletten und Suspension von Ospamoks sind in der Packungsbeilage angegeben:

  • Kinder bis zum ersten Lebensjahr: Suspension 125 mg/5 ml – 5 ml (entsprechend 1 Messlöffel) zweimal täglich.
  • Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren: Suspension 250 mg/5 ml – 5 bis 7,5 ml (entsprechend 1 bis 1,5 Messlöffel) zweimal täglich;
  • Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren: Suspension 250 mg/5 ml – 7,5 bis 10 ml (entsprechend 1,5 bis 2 Messlöffel) zweimal täglich.
  • Kinder im Alter von zehn bis vierzehn Jahren: Eine Tablette (500 mg) zweimal täglich.
  • Jugendliche: Eineinhalb Tabletten (je 500 mg) zweimal täglich.
  • Erwachsene: Eine Tablette (1000 mg) zweimal täglich.

Kontraindikationen für die Anwendung von Ospamox

Ospamox ist nach der Packungsbeilage bei folgenden Erkrankungen kontraindiziert:

  • Lymphoilektrie
  • Schwere Infektionen des Gastrointestinaltrakts, begleitet von Erbrechen oder Durchfall;
  • Typhus
  • Infektionen der Lymphknoten, insbesondere des Halses (z. B. Mononukleose);
  • Neigung zu allergischen Reaktionen
  • Infektionen der Atemwege
  • Bronchialasthma
  • Überempfindlichkeit gegen Penicilline

Nebenwirkungen von Ospamox

Laut den Bewertungen verursacht Ospamox folgende Nebenwirkungen:

  • Zentralnervensystem: vermehrte Müdigkeit, Kopfschmerzen. Ospamox 1000 mg
  • Verdauungssystem: Glossitis, Übelkeit, Stomatitis und Diarrhö. In einzelnen Bewertungen zu Ospamox wurde eine unbedeutende Erhöhung der Transaminasen im Blutserum beschrieben.
  • Urogenitalsystem: Selten entsteht eine interstitielle Nephritis.
  • Hämatopoetisches System: Eosinophilie, Agranulozytose und Thrombozytopenie.
  • Felty-Syndrom.
  • Allergische Reaktionen: selten Gelenkschmerzen, Urtikaria, Angioödem und Fieber. In Einzelfällen – exfoliative Dermatitis, polymorphes Erythem sowie anaphylaktischer Schock. In den Rezensionen zu Ospamox bei Patienten mit Syphilis, Leptospirose oder Bauchtyphus wurde die Entwicklung der Jarisch-Herxheimer-Reaktion beschrieben, die durch lysosomale Freisetzung von Bakterien ausgelöst wird.

Besondere Hinweise.

Es ist notwendig, die Wahrscheinlichkeit einer Kreuzallergie bei Patienten mit erhöhter Sensibilität gegenüber Cephalosporinen zu berücksichtigen.

Während der Anwendung von Ospamox spielen eine ausreichende Diurese und ein adäquater Flüssigkeitskonsum eine wichtige Rolle. Antibiotika sollten bei Patienten mit Cholezystitis oder Cholangitis nur bei leichten Formen der Erkrankung eingesetzt werden.

Bei langdauernder Therapie mit Ospamox kann nach den Rezensionen das Wachstum resistenter Pilze und Mikroorganismen ausgelöst werden.

Ospamoks sollte gemäß den Anweisungen nicht oder nur mit Vorsicht bei Diabetes mellitus verschrieben werden, da Zucker in seiner Zusammensetzung enthalten ist.

Patientenbewertungen bei Meningitis und Epilepsie deuten auf das Auftreten von Krampfanfällen hin.

Haltbarkeitsdauer

Unter Einhaltung der Lagerungsbedingungen für das Präparat Ospamoks darf es nicht länger als vier Jahre aufbewahrt werden; bei den Granulaten beträgt die Haltbarkeitsdauer maximal drei Jahre.

Ob Das sollten Sie wissen:

Ein statistisch durchschnittlicher Mensch besitzt im Laufe seines Lebens zwei große Speicheldrüsen – weder mehr noch weniger.


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